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Maintaler Ferienspiele gestartet: In Dörnigheim geht es um die „Reise durch die Galaxie“

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Von: Kristina Bräutigam

Es glitzert im Marmeladenglas: Edonis und Zoe aus Dörnigheim stellten mit Wasser Flüssigkleber und Glitzer-Galaxie-Gläser her.
Es glitzert im Marmeladenglas: Edonis und Zoe aus Dörnigheim stellten mit Wasser Flüssigkleber und Glitzer-Galaxie-Gläser her. © Kristina Bräutigam

Maintal – Konzentriert wickelt Eric das blaue Gewebeband um die Schaumstoffstange. Viermal rum, fertig ist das Lichtschwert mit LED-Beleuchtung. „Wir basteln hier ganz viel. Das ist total toll“, sagt der 12-Jährige und strahlt.

Der Grundschüler ist eins von 45 Kindern, die an den Ferienspielen in Dörnigheim teilnehmen. Der Stadtteil macht gemeinsam mit Hochstadt den Anfang in den ersten beiden Ferienwochen, das Angebot in Wachenbuchen findet in Ferienwoche zwei und drei statt. Bischofsheim veranstaltet seine Ferienspiele in Ferienwoche drei und vier. Von Montag bis Freitag, jeweils zwischen 9 und 16 Uhr, können Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren an den Angeboten in den einzelnen Stadtteilen teilnehmen.

„Der Zulauf war in diesem Jahr besonders groß“, sagt Sozialarbeiterin Gerda Heyl, die mit drei Kollegen die Dörnigheimer Ferienspiele rund um den Kinderclub in der Ascher Straße betreut. Anfang Mai konnten die Eltern ihre Kinder online anmelden, innerhalb kürzester Zeit seien die 45 Plätze ausgebucht gewesen. „So schnell wie noch nie“, sagt Heyl. Umso glücklicher sind die Kinder, die einen der begehrten Plätze ergattert haben und sich nun täglich auf neue Aktionen freuen dürfen. Seit März haben die vier Sozialarbeiter am Programm getüftelt. „Reise durch die Galaxie“ lautet das Motto in diesem Jahr. Vor allem die Bastelideen kommen bei den Kindern ziemlich gut an. Ob Ufos aus CDs, Planeten-Mobilés aus Styropor-Kugeln, Roboter aus Pappkartons, Lichtschwerter oder Marmeladengläser, die sich mithilfe von Wasser, Flüssigkleber und Glitzer in Galaxie-Gläser verwandeln: Die Jungen und Mädchen sind mit Eifer dabei. „Man spürt richtig, dass die Kinder ausgehungert sind. Sie nehmen wirklich alles mit“, so Heyl. Gleiches gelte für die Eltern, die nach einem weiteren Jahr Corona mit Homeschooling und Homeoffice froh sind, ihre Kinder betreut zu wissen.

Haben viel Spaß: Mara (links) und Leonie von der Raketengruppe präsentierten stolz die selbst gebastelte Rakete aus Pappkartons.
Haben viel Spaß: Mara (links) und Leonie von der Raketengruppe präsentierten stolz die selbst gebastelte Rakete aus Pappkartons. © Kristina Bräutigam

Die zehnjährige Mara ist bereits zum dritten Mal bei den Ferienspielen in Dörnigheim dabei. Was ihr am besten gefällt? „Dass ich nicht zu Hause sitzen und mich langweilen muss“, sagt die Schülerin, während sie ihren Kopf durch die Papp-Rakete steckt. Der sechsjährige Caiden ist vom Motto der Ferienspiele besonders begeistert. Kein Wunder, schließlich ist er riesiger Star Wars-Fan. „Ich war sogar schon auf einer echten Star Wars-Messe“, sagt er und wirft sich mit seinem selbst gebastelten Lichtschwert in Pose.

Neben Bastelaktionen gibt es auch ein buntes Bewegungsangebot. So können die Kinder Kettcar fahren, in den Räumen des Jugendclubs tanzen oder auf dem Spielplatz toben. „Wir versuchen, auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen. Jeder soll machen, worauf er Lust hat, ganz ohne Zwang“, sagt Sozialarbeiter Mathias Zittlau, den hier alle Matze nennen. Grundsätzlich funktioniere das Miteinander bei den Ferienspielen recht reibungslos. „Es ist eben keine Schule, sondern sie sind freiwillig hier. Da machen die Kinder viel besser mit“, sagt Kollegin Gerda Heyl.

Auf die Ausflüge freuen sich die 45 Schüler ganz besonders. Am Mittwoch ging es für die drei Gruppen zur Kinder- und Jugendfarm nach Hochstadt, als Nächstes steht ein Ausflug zum Mitmach-Museum Experiminta in Frankfurt auf dem Programm, nächste Woche geht es dann mit dem Bus zum Erlebnispark nach Steinau. „Ich denke, das wird für alle das absolute Highlight“, so die Sozialarbeiterin.

Von Kristina Bräutigam

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