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Maintaler Fastnachtsumzug: Sicherheit steht im Fokus

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Fröhliche Gesichter beim letztjährigen Umzug. Archivfoto: Kalle
Fröhliche Gesichter beim letztjährigen Umzug. Archivfoto: Kalle

Maintal. Am Samstag, 25. Februar, rollt der Maintaler Fastnachtsumzug wieder durch die Straßen von Dörnigheim. Unsere Zeitung blickt auf das karnevalistische Großereignis voraus und nimmt dabei nicht nur die schönen, sondern auch die problematischen Seiten ins Blickfeld.

Von David Scheck

Denn die gibt es auch regelmäßig beim Umzug durch Dörnigheim: Betrunkene Jugendliche, die pöbeln und randalieren. Unter anderem deshalb wurde die Zugstrecke im vergangenen Jahr erstmals verändert und nicht mehr durch die Kennedystraße geführt. Die Entscheidung hatten Ende 2015 die Verantwortlichen der Stadt Maintal, die städtische Ordnungsbehörde, die Maintaler Polizei und Feuerwehr sowie der Karnevalszug-Verein Maintal (KVM) als Veranstalter gemeinsam getroffen (wir berichteten ausführlich).

Ausschlaggebend waren der Aspekt des Jugendschutzes sowie die generelle Sicherheit – sowohl der Akteure als auch der Besucher entlang des Zugverlaufs. „Wir haben in den Jahren zuvor immer wieder feststellen müssen, dass es auf der Bahnhofstraße im Bereich der Einmündung zur Siemensallee verstärkt zu Alkoholmissbrauch und damit verbundenen Zwischenfällen gekommen ist. Unter anderem wurden Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Zugs von Alkoholisierten aus dem Publikum belästigt. Dies ist auch durch den KVM immer wieder beklagt worden“, erläutert Maintals Erster Stadtrat Ralf Sachtleber.

Die Maintaler Polizei habe diese Beobachtungen bestätigt und in der Gesprächsrunde die Notwendigkeit unterstrichen, in diesem Bereich gezielter kontrollieren und im Ernstfall auch einschreiten zu können.Genau das sei jedoch beim alten Verlauf des Fastnachtsumzugs durch die Kennedy-straße so gezielt nicht möglich gewesen: „Die Route durch die gesperrte Kennedystraße hat stets eine große Anzahl von Ordnungskräften in Anspruch genommen. Durch die zahlreichen Seitenstraßen der Kennedystraße ist es beispielsweise immer wieder vorgekommen, dass Autos in die Zugstrecke einfahren wollten. Besonders problematisch stellte sich das Ganze während der Auflösung des Zugs und dem Ende der Veranstaltung dar“, so der Erste Stadtrat.

Verstärkte Kontrollen möglich

Aus den genannten Gründen hätten sowohl die Ordnungsbehörde als auch die Polizei in der wichtigsten Dörnigheimer Durchgangsstraße enorm viel Personal gebraucht, das an anderer Stelle – etwa an der Bahnhofstraße/Ecke Siemensallee – dringend für sicherheitsrelevante Aufgaben benötigt werde. Durch die neue Zugstrecke und die frei werdenden Ordnungskräfte könnten jetzt verstärkt Kontrollen dort durchgeführt werden, wo sie notwendig seien.

Keine Kontrollen, sondern Aufklärung und Prävention bietet die Aufsuchende Suchtberatung Maintal für den kommenden Samstag an. Entlang der Zugstrecke werden Plakate der Aktion „Wir schauen hin“ hängen, kündigt Lena Tengler von der Suchtberatung an.

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