Mahmut Kolbudak ist Spitzenkandidat der neuen Wahählergruppe „Gemeinsam für Maintal“
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Mahmut Kolbudak ist Spitzenkandidat der neuen Wahählergruppe „Gemeinsam für Maintal“

Kommunalwahl 2021

„Wir wollten den Überraschungseffekt“: Mahmut Kolbudak möchte mit „Gemeinsam für Maintal“ ins Stadtparlament

  • Jan Max Gepperth
    vonJan Max Gepperth
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„Ich bin nur ein ganz normaler Bürger von Maintal“, gibt sich Mahmut Kolbudak bescheiden. Doch trotzdem möchte er jetzt in der Kommunalpolitik mitmischen. Der 47-Jährige möchte bei der Kommunalwahl am 14. März als Spitzenkandidat der Wählergemeinschaft „Gemeinsam für Maintal (Gemeinsam)“ in das Maintaler Stadtparlament einziehen.

Maintal – Nach eigener Aussage war Kolbudak, der seit 1979 mit seiner Familie in Dörnigheim wohnt und dort aufgewachsen ist, bisher noch nicht in der Politik aktiv. „Wir sind schon lange in Maintal dabei, konnten aber nie etwas für Maintal tun“, umrahmt der Berufskraftfahrer seine Motivation.

Der Entschluss, sich in einer Wählergemeinschaft zu engagieren, sei kein besonders lange geplantes Vorhaben gewesen, wie Kolbudak zugibt. „Die Idee hat sich in einem Gespräch mit Freunden entwickelt“, erinnert sich der Dörnigheimer, „das war vor drei oder vier Monaten.“ Generell sei alles sehr spontan entstanden. Auch die Einreichung der entsprechenden Papiere sei sehr kurzfristig erfolgt.

„Wir wollten einfach den Überraschungseffekt“

Insgesamt stehen laut Kolbudak 17 Maintaler auf der Liste von „Gemeinsam für Maintal“. „Wir sind sehr multikulti“, umfasst der Spitzenkandidat die anderen Kandidaten auf der Liste. „Wir haben Berufskraftfahrer, IT-Menschen oder Ingenieure. Da ist alles dabei. Aber es sind alles Maintaler, die einfach mitwirken wollen.“

Dass man vor der öffentlichen Bekanntgabe der Wahllisten durch den Wahlausschuss nicht in Erscheinung getreten ist, sei beabsichtigt gewesen. „Wir wollten einfach den Überraschungseffekt“, erklärt Kolbudak grinsend. Nachdem die Liste offiziell vom Wahlausschuss zugelassen wurde, wolle man an der Präsentation in der Öffentlichkeit arbeiten und nach und nach die Präsenz im Internet und den sozialen Netzwerken erhöhen, um die eigenen Themen vorzustellen. Ein Thema, das der Wählergruppe besonders wichtig sei, ist die Bildung. „Gerade im Bereich der Schule ist ein großer Bedarf da. Dort müsste viel verbessert werden; gerade im Sinne der Kinder“, erklärt Kolbudak.

Politisch in der Mitte

Außerdem möchte die Gruppierung die Stadt kinder- und familienfreundlicher gestalten, die Maintaler Vereine unterstützen sowie die Dörnigheimer Mainfähre wieder in Betrieb nehmen.

Im politischen Spektrum sieht sich der 47-Jährige eher in der Mitte angesiedelt. Generell geht er davon aus, dass die Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen produktiv gestaltet werden könnte.

„Wenn das bei den anderen auch so ist, sehe ich da keine Probleme.“

„Für uns steht Maintal im Zentrum. Da kann man sich im Sinne der Stadt immer in der Mitte treffen“, zeigt er sich deshalb optimistisch. „Wenn das bei den anderen auch so ist, sehe ich da keine Probleme.“

Zu Aufregerthemen wie dem Bürgerhaus Bischofsheim oder dem kürzlich erfolgten Eklat um die Grünen, wolle man noch keine Stellung beziehen. „Ich bin jemand, der nicht gerne hinten herum redet, sondern lieber von Angesicht zu Angesicht diskutiert“, stellt Kolbudak abschließend dar. (Von Jan Max Gepperth)

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