Dankeschön in Pandemie-Zeiten: Statt einer herzlichen Umarmung gab es für die Rettungs- und Pflegedienstkräfte in Maintal ein Dankeschön auf Abstand. Die Stadtspitze um Bürgermeisterin Monika Böttcher, Ersten Stadtrat Karl-Heinz Kaiser und Stadtverordnetenvorsteherin Jennifer Gutberlet hat den Helfen ihre Anerkennung gezollt.
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Die Stadtspitze um Bürgermeisterin Monika Böttcher, Ersten Stadtrat Karl-Heinz Kaiser und Stadtverordnetenvorsteherin Jennifer Gutberlet hat den Helfen ihre Anerkennung gezollt.

DRK, Feuerwehr, Polizei und Pflegedienste

Maintaler Stadtspitze dankt Pflege- und Rettungsdiensten nach herausforderndem Jahr

Maintal – Die Maintaler Stadtspitze hat an der Tradition des Rundgangs an Heiligabend festgehalten und die Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdiensten sowie den städtischen ambulanten Pflegedienst persönlich besucht, um sich für den Einsatz zu bedanken.

Bürgermeisterin Monika Böttcher und Erster Stadtrat Karl-Heinz Kaiser besuchten laut Mitteilung zusammen mit der Stadtverordnetenvorsteherin Jennifer Gutberlet die Maintaler Polizeidienststelle, den Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), die Freiwillige Feuerwehr Maintal und die Mobilen Sozialen Hilfsdienste (MSHD). Im Gespräch tauschten sie sich mit den jeweiligen Akteuren über die besonderen Anforderungen und Erlebnisse der zurückliegenden Monate aus.

Der jährliche Besuch an Heiligabend ist vor allem eine passende Gelegenheit, um Danke zu sagen für das geleistete Engagement, das nicht nur anspruchsvoll ist, sondern im Fall von Feuerwehr und DRK zudem ehrenamtlich geleistet wird – an jedem Tag im Jahr.

„Dieser unermüdliche Einsatz verdient unsere Anerkennung und Wertschätzung“, dankte Monika Böttcher den Teams. „Sie sind für die Sicherheit und das Wohl der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt im Einsatz und dabei ganz nah an den Menschen dran. Auch in Zeiten der Pandemie. Abstand zu halten, ist in Ihrem Beruf unmöglich“, würdigte Böttcher das außerordentliche Engagement von Hilfs- und Rettungsdiensten.

Umstrukturierungen bei der Freiwilligen Feuerwehr

Dieser enge Kontakt mit pflegebedürftigen Menschen ist für die Mitarbeiter des ambulanten Pflegedienstes MSHD seit Monaten nur mit Schutzausrüstung möglich. Gerade in der Anfangsphase war Eigeninitiative gefragt, um sich mit Mund-Nasen-Nasen-Bedeckungen auszurüsten. Auch Spenden erreichten den MSHD. „Wir haben es als Wertschätzung unserer Arbeit erlebt, die in der Pandemie stärker denn je öffentlich wahrgenommen und gewürdigt wurde“, sagte MSHD-Leiterin Bettina Petry.

Zusätzliche Anforderungen stellte das Corona-Jahr auch für die Freiwillige Feuerwehr. „Mit Beginn der Pandemie stellten wir durch eine Umstrukturierung sicher, dass die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr gewährleistet bleibt. Gleichzeitig mussten wir die Ausbildungsangebote der Lage anpassen. Diese erfolgt seitdem in Kleingruppen und nach Möglichkeit digital“, erläuterte Stadtbrandinspektor Andreas Matz.

Überreichung eines symbolischen Schlüssels an den DRK-Ortsverein

Auf die Einsatzzahlen der Wehrkräfte hatte die Pandemie kaum Auswirkungen. „Von März bis Mai gingen die Einsatzzahlen zwar zurück, waren danach aber auf dem Niveau der Vorjahre. Dafür hatten wir mit 29 Einsätzen in der Wasserrettung so viele wie noch nie in der Geschichte dieser Fachabteilung“, erklärte Matz.

Dankeschön in Pandemie-Zeiten: Statt einer herzlichen Umarmung gab es für die Rettungs- und Pflegedienstkräfte in Maintal ein Dankeschön auf Abstand.

Weil zu Heiligabend auch die Bescherung gehört, durfte sich der Maintaler DRK-Ortsverein über ein besonderes Präsent freuen. Bürgermeisterin Monika Böttcher überreichte dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schäfer den symbolischen Schlüssel für ein Einsatzfahrzeug. Dieses hatte die Maintaler Feuerwehr außer Dienst gestellt und gerne dem DRK überlassen.

Auch in der Dienststelle der Maintaler Polizei blickten Leiter Stefan Petersein und sein Stellvertreter Markus Adam auf ein außergewöhnliches Jahr zurück, das mit enormen Belastungen verbunden war. So gehörte eine Maintaler Streife zu den ersten Einsatzkräften, die am 19. Februar am Ort des Attentats von Hanau eintrafen.

Fokus der Öffentlichkeit liege auf dem Gesundheitssektor

Beamte aus Maintal waren zudem eingebunden in die Auflösung des Protest-Camps im Dannenröder Forst. Parallel sind die Beamten ebenso wie die Ordnungsämter dafür verantwortlich, die Einhaltung der Corona-Verordnung zu überwachen und Verstöße zu sanktionieren.

„Der Fokus der öffentlichen Wahrnehmung liegt in der Pandemie vor allem auf dem Gesundheitssektor. Wir dürfen aber andere Berufsgruppen nicht übersehen, die seit Monaten ebenfalls stark beansprucht werden, um das öffentliche Leben zu sichern“, unterstrich Kaiser. bel

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