Kommt das schnellere Internet nach Hochstadt und Wachenbuchen? Diese Frage wird wohl erst im Laufe dieses Monats beantwortet. Die angestrebte 40-Prozent-Quote wurde zum Stichtag nicht erreicht.
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Die Entscheidung über den Glasfaserausbau ist gefallen.

Stadtentwicklung

Glasfaser kommt trotz geringer Nachfrage: Schnelleres Internet für Großteil von Wachenbuchen und Hochstadt

  • vonBettina Merkelbach
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Das Warten für viele Hochstädter und Wachenbuchener hat endlich ein Ende, die Entscheidung ist gefallen: Die Deutsche Glasfaser baut ein Glasfasernetz für hochleistungsfähige Internetverbindungen in beiden Stadtteilen – allerdings mit einer Einschränkung.

Maintal – Sowohl in Hochstadt als auch in Wachenbuchen werden kleine Teilbereiche bei dem Ausbau nicht berücksichtigt, da sich hier nur circa ein Prozent der Haushalte für einen Glasfaseranschluss angemeldet hatte. In Hochstadt betrifft dies einige Mehrfamilienhäuser im Maulbeerweg, in der Bernauer Straße, der Wachenbucher, Vogelberg- und Kalkhausstraße. In Wachenbuchen sind einige Mehrfamilienhäuser auf westlicher Seite am Ortseingang in der Saalburg- und Hahnekammstraße ausgenommen. Wer in den Genuss der zukunftsfähigen Hochgeschwindigkeitsleitung bis in die eigenen vier Wände kommt, erhält aktuell die gute Nachricht per E-Mail und in den kommenden Wochen eine Auftragsbestätigung per Post.

Grund dafür, dass das Projekt nicht in den kompletten Stadtteilen umgesetzt wird, ist, dass die Zielquote von 40 Prozent aller Haushalte trotz verlängerter Nachfragebündelungsphase nicht erreicht werden konnte. Die Deutsche Glasfaser stand daraufhin vor der Herausforderung, ein Konzept zu entwickeln, mit dem der Ausbau trotzdem wirtschaftlich umgesetzt werden kann. Das Unternehmen wertet die Verlängerung daher als Erfolg. „Viele Bürgerinnen und Bürger haben die zweite Chance der Verlängerung genutzt, was uns sehr gefreut hat. Jedoch wurde die angestrebte Quote nicht ganz erreicht. Aus diesem Grund haben wir eine Lösung gefunden, in der zwei kleine Bereiche mit Mehrfamilienhäusern herausgenommen wurden, in denen die Nachfrage ohnehin nur sehr gering war. Mit dieser Anpassung der Ausbaugebiete kann die Wirtschaftlichkeit dargestellt und der Ausbau somit realisiert werden“, sagt Projektleiter Lennart Götte in einer Mitteilung des Unternehmens.

Planungsphase der Tiefbauarbeiten hat bereits begonnen

„Ich freue mich, dass es jetzt endlich losgehen kann und Hochstadt und Wachenbuchen eine zukunftsweisende digitale Infrastruktur erhalten“, wird auch Bürgermeisterin Monika Böttcher in der Pressemitteilung zitiert. „Der privatwirtschaftliche Glasfaserausbau, ohne Einsatz von Steuermitteln, ist eine echte Win-Win-Situation und nach dem Ausbau aller Gewerbegebiete ein weiterer wichtiger Meilenstein für Maintal.“

Laut Deutsche Glasfaser hat die Planungsphase der Tiefbauarbeiten bereits begonnen. „Zunächst werden wir festlegen, wo der Knotenpunkt, der sogenannte Point of Presence, aufgestellt wird und wie der Tiefbau ablaufen soll“, erläutert der Projektleiter die Vorgehensweise. Dieser Point of Presence ist die Hauptverteilstation des Netzes, von der aus die einzelnen Glasfasern anschließend bis in die Häuser und Wohnungen der jeweiligen Kunden verlegt werden. Mit Beginn der Tiefbauarbeiten werde in Maintal ein Baubüro eröffnet, an das sich Kunden mit Fragen zum Ausbau wenden könnten.

Zudem plant Deutsche Glasfaser, sofern es die Pandemielage zulasse, Bauinformationsabende, bei denen sich Anwohner informieren können. (Von Bettina Merkelbach)

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