Corona-Pandemie

Corona-Fälle in Flüchtlingsunterkunft Maintal: Aufhebung der Quarantäne

In einer Flüchtlingsunterkunft in Maintal (Main-Kinzig-Kreis) wurden mehrere Corona-Fälle gemeldet. Jetzt ist die Quarantäne für die Bewohner aufgehoben - die Unterkunft steht aber noch unter Beobachtung.

  • Drei Corona-Fälle in Ayslbewerberunterkunft in Maintal
  • Kreis reagiert mit sofortigen Maßnahmen
  • Erste Vermutungen zum Infektionsgeschehen

Update vom Mittwoch, 17.06.2020: Die Quarantäne für die Flüchtlingsunterkunft in Maintal wurde aufgehoben. Die jüngsten Testergebnisse fielen alle negativ aus, sodass die Stadt keinen Grund mehr sieht, die Unterkunft weiterhin zu isolieren, das teilte der Main-Kinzig-Kreis mit. Sie steht zwar noch unter Beobachtung des Gesundheitsamts und es gelten bestimmte Sicherheitsvorkehrungen, die Isolierung der Bewohner wurde jedoch aufgehoben. Lediglich für die Personen, die mit den drei Corona-Infizierten in Kontakt waren, gelten die Quarantäne-Maßnahmen weiterhin.

Trotzdem sind die Bewohner der Unterkunft dazu angehalten, unnötige Kontakte bis auf Weiteres zu vermeiden. Es werden zudem regelmäßige Tests durchgeführt, um einem erneuten Ausbrechen des Virus vorzubeugen. Die drei Covid-Erkrankten sind bereits seit vergangener Woche nicht mehr in der Flüchtlingsunterkunft untergebracht.

Corona in Flüchtlingsunterkunft in Maintal: Drei Fälle

Update vom Dienstag, 16.06.2020:  Maintal/Main-Kinzig-Kreis – Die Zahl der Coronavirus-Fälle in einer Maintaler Flüchtlingsunterkunft, für die das Gesundheitsamt am Freitag Quarantäne-Maßnahmen angeordnet hatte, liegt weiter bei drei. Dies teilte der Main-Kinzig-Kreis mit. Allerdings lägen die Ergebnisse von weiteren Testungen noch nicht vor.

Erstmeldung vom Samstag, 14.06.2020: Das Kreisgesundheitsamt hat am Freitag (12.6.2020) die Flüchtlingsunterkunft an der Dörnigheimer Neckarstraße unter Quarantäne gestellt. Vorausgegangen waren zunächst zwei positive Laborergebnisse von Bewohnern der Einrichtung. Seit Freitagnachmittag liegt ein dritter positiver Befund vor, wie Kreispressesprecher Frank Walzer berichtete.

Nach ersten Erkenntnissen des Gesundheitsamts könnten sich die zwei ersten Infektionen unabhängig voneinander ereignet haben. „Das befindet sich derzeit aber noch in Abklärung“, so der Sprecher. Vorsorglich seien nun alle rund 100 Bewohner häuslich isoliert worden. Vor Ort wurden bereits am Freitag weitere Virentests vorgenommen.

Corona-Fälle in Flüchtlingsunterkunft: Kreis beschließt Maßnahmen

In einer gemeinsamen Sitzung mit Teilen des Verwaltungsstabs des Main-Kinzig-Kreises sowie der Stadt Maintal um Bürgermeisterin Monika Böttcher erläuterte das Gesundheitsamt das weitere Vorgehen. Die besondere Situation der Geflüchteten vor Ort berücksichtige man, dennoch sei die Quarantäne-Maßnahme notwendig, um eine Ausbreitung nach Möglichkeit einzudämmen.

"Wir haben insbesondere mit der Stadt Maintal die Versorgungssituation der Menschen erörtert, die kurzfristig für einige Tage anderweitig sichergestellt werden muss, sowie die räumliche Trennung der Bewohner“, erklärt Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler. Bereits am Sonntag hatte es einen ersten Fall in der Flüchtlingsunterkunft gegeben.

Corona-Infizierte hatten keinen Kontakt zueinander

Die Ergebnisse erreichten den Kreis erst am Freitagnachmittag: Demnach hat der erste Infizierte einen weiteren Bewohner angesteckt. Der andere Covid-19-Fall, der Ausgangspunkt für die Quarantäne-Entscheidung, zählte nicht zu diesem Personenkreis und hatte nach eigenen Angaben auch keinen Kontakt zu den Erkrankten.

Ungeachtet der bis dahin noch ausstehenden Testergebnisse hatte das Gesundheitsamt die Quarantänemaßnahmen am Freitagmittag angeordnet .„Aufgrund noch ausstehender Laborergebnisse haben wir heute keine Kenntnis darüber, ob noch weitere Bewohner unserer Einrichtung betroffen sind“, sagt Bürgermeisterin Monika Böttcher.

Am  Freitag hat das Gesundheitsamt neben den laborbestätigten Fällen aus Maintal keine weiteren Fälle aus dem Main-Kinzig-Kreis gemeldet.

Rubriklistenbild: © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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