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"Maintal blüht" schafft neuen Lebensraum für Insekten

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Freuen sich über die Blütenpracht (von links): Ronny Sahlender (Betriebshof), Dr. Eva Distler (Fachbüro), Anika Hensel (Landschaftspflegeverband), Freia Klinkert-Reuschling (Fachdienst Stadtentwicklung und Umwelt), Erster Stadtrat Ralf Sachtleber, Thi Quyen-Thuy Nguyen (Fraport), Ludwig Weiler und Wolfgang Zander (Bürgerstiftung Maintal), Barbara Fiselius (Landschaftspflegeverband sowie Sigrid Greiner (Arbeitskreis Streuobst Maintal). Foto: Kalle
Freuen sich über die Blütenpracht (von links): Ronny Sahlender (Betriebshof), Dr. Eva Distler (Fachbüro), Anika Hensel (Landschaftspflegeverband), Freia Klinkert-Reuschling (Fachdienst Stadtentwicklung und Umwelt), Erster Stadtrat Ralf Sachtleber, Thi Quyen-Thuy Nguyen (Fraport), Ludwig Weiler und Wolfgang Zander (Bürgerstiftung Maintal), Barbara Fiselius (Landschaftspflegeverband sowie Sigrid Greiner (Arbeitskreis Streuobst Maintal). Foto: Kalle

Maintal. Kein Unkraut, sondern Absicht: Das Pflanzprojekt „Maintal blüht“ soll Lebensraum für Insekten, Hummeln und Bienen schaffen.

Von David Scheck

„Hier blüht es für Bienen, Hummeln und Co.“ steht auf einem großen Schild an der Nordseite der Ringmauer in Hochstadt zu lesen, das in einem bepflanzten, prächtig blühenden Randstreifen steht. Damit wollen die Träger des Projekts „Maintal blüht“ klarmachen: Hier wächst kein Unkraut, sondern entsteht vielmehr Lebensraum für die Kleintiere. Und das ist Absicht.

Das auf zwei Jahre ausgelegte Pilotprojekt wurde im vergangenen Sommer gestartet. Auf den dafür ausgewählten städtischen Flächen wurden seitdem Samen und Pflanzen ausgebracht, nicht einheimische Pflanzen entfernt, magere Schottersubstrate für bestimmte Arten ausgebracht und der Pflegerhythmus geändert."Nicht alle Maintaler haben diese Geduld"Nun ist sozusagen Halbzeit und die ersten Ergebnisse sind nun so richtig erkennbar. Das ist umso wichtiger, denn nicht jeder Passant, der an den blühenden Flächen vorbeigeht, zeigt Verständnis. „Das Ergebnis der umgestalteten Flächen wird nicht sofort sichtbar. Die Pflanzen benötigen Zeit, um sich anzusiedeln und zu entwickeln. Nicht alle Maintaler haben diese Geduld“, sagt Ronny Sahlender, Forstwirtschaftsmeister beim Eigenbetrieb Betriebshof.

Zudem wünschten sich viele, dass die Bepflanzung auf öffentlichen Flächen „ordentlich“ aussieht. Ordentlich heißt in dem Fall: Acht- bis zehnmal im Jahr wird der jeweilige Bereich gemäht, zurück bleibt eine gestutzte Rasenfläche. Aber keine Blumen und Pflanzen für Bienen, Hummeln und andere Tiere.Vielfalt soll größer werdenDoch genau für diese soll wieder neuer Lebensraum – gerade im Stadtgebiet – entstehen, soll die biologische Vielfalt wieder größer werden. Und so können Spaziergänger an der Hochstädter Ringmauer nun Nachtviole, Einjähriges Silberblatt, Lichtnelke und Co. aus nächster Nähe betrachten. Diese Idee hatte im Vorjahr auch die Fraport AG überzeugt, die „Maintal blüht“ aus ihrem Umweltfonds finanziell unterstützt.Apropos Finanzen: Neben der größeren Naturvielfalt hat die Bepflanzung mit Wildblumen noch einen weiteren Vorteil, denn statt acht- bis zehnmal müssen diese Flächen nur einmal im Jahr gemäht werden. Und weniger Pflege bedeutet logischerweise weniger Kosten.Nach zwei Jahren endet im Frühjahr 2018 die Pilotphase von „Maintal blüht“. Danach soll der Grünbereich des Eigenbetriebs Betriebshof die Pflege übernehmen und das Prinzip nach Möglichkeit auch auf weitere städtische Flächen ausdehnen.

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