1. Startseite
  2. Region
  3. Maintal

KVM sucht Musikgruppen für den Maintaler Karnevalszug

Erstellt:

Endlich wieder närrisches Treiben „uff de Gass“: Der Karnevalszug-Verein Maintal freut sich nach drei Jahren Pause auf den Umzug am 18. Februar.
Endlich wieder närrisches Treiben „uff de Gass“: Der Karnevalszug-Verein Maintal freut sich nach drei Jahren Pause auf den Umzug am 18. Februar. © Axel Häsler

Die Freude beim ausrichtenden Karnevalszug-Verein-Maintal (KVM) ist groß: Nach drei Jahren, in denen das närrische Treiben auf den Straßen Dörnigheims abgesagt werden musste - einmal wegen des Anschlags in Hanau, unter dessen Opfer auch ein Maintaler war, und zweimal wegen Corona - findet der Maintaler Karnevalsumzug am 18. Februar wieder statt.

Maintal – „Wir freuen uns, dass wir den Umzug endlich wieder veranstalten können“, sagt Heiko Koch, zweiter Vorsitzender des KVM. Um 14.11 Uhr geht‘s los auf bekannter Strecke: Die Zugteilnehmer versammeln sich am Wilhelmsbader Kreisel und setzen sich von dort aus in Bewegung. Schlusspunkt ist die Tribüne an der Ecke Zeppelin-/Eichwaldstraße. Die Aktiven sind im Anschluss beim KVM eingeladen.

Das Motto des diesjährigen Umzugs lautet: „Habe mer auch eine Krise, mer lasse uns die Fassnacht net vermiese!“ Denn tatsächlich steckt den Narren Corona noch in den Knochen. „Wir sind mit den Anmeldungen sehr zufrieden“, sagt Heiko Koch. Es hätten sich direkt Ende Oktober 25 Vereine angemeldet, sodass er mit insgesamt 60 Gruppen rechnet. „Damit hätten wir dann, mit dem üblichen Schwund, rund zehn bis 15 Gruppen weniger als vor vier Jahren“, resümiert Koch. „Das zeigt, wie beliebt unser Lindwurm in und um Maintal herum ist. Denn die teilnehmenden Vereine kommen nicht nur aus Maintal, sondern auch aus dem Umland, bis aus der Wetterau kommen Karnevalsvereine, um an unserem Umzug teilzunehmen.“ Mit rund 100 Zugnummern hatte sich der Maintaler Umzug vor der Zwangspause zu einem Großereignis gemausert, das Aktive und Publikum über Maintal hinaus anzog.

Zugpräsidentin Katja I. führt den Umzug an

Mit dabei sind natürlich auch alle ortsansässigen Fastnachtsvereine und weitere Gruppen aus Maintal, wie etwa die Hochstädter Radballer und der Hochstädter Winzerverein mit seiner Weinkönigin Bettina I.

Angeführt wird der Umzug von Zugpräsidentin Katja I., die mit bürgerlichem Namen Katja Yvonne Lanio heißt. Die Majestät wurde zwar schon 2020 inthronisiert, kam aber im wahrsten Sinn des Wortes bislang nicht zum Zug. „Deshalb haben wir entschieden, dass sie Zugpräsidentin bleiben kann, bis sie dann dieses Jahr auch endlich einen Zug anführen kann“, erklärt Koch. Den Abschluss bildet traditionell der Wagen der „Issgemer Jungs“.

Bislang fehlen Musikgruppen

Einen Wermutstropfen gibt es aktuell bei aller Vorfreude allerdings doch: Bislang hat sich noch keine einzige Musikgruppe angemeldet. Dabei gehören Guggemusigg, Spielmannszüge, Blasorchester und -kapellen doch genauso zum „Lindwurm“ wie die Wagen, von denen Kamellen fliegen. Dass der Zug ein stiller wird, sei dennoch nicht zu befürchten. Immerhin habe mittlerweile ohnehin jeder zweite Wagen Musik vom Band. „Aber live ist eben doch was Anderes als aus der Dose“, sagt Koch.

„Die angestammten Orchester haben die Pandemie leider nicht überstanden oder sind 2023 noch nicht wieder spielfähig“, erklärt er. Die „Kerrlocher Schnapp-Säck,“ etwa, eine Guggemusik-Gruppe, die jahrelang aus Waghäusel angereist war, sei in diesem Jahr noch nicht wieder einsatzfähig. Daher ruft der KVM noch mal ganz gezielt Kapellen auf, sich zu melden. „Falls es Musikgruppen gibt, die gerne an unserem Umzug teilnehmen möchten, bitten wir sie, sich schnellstens zu melden“, sagt Koch. „Wir würden uns freuen, wenn wir noch zwei, drei Kapellen bekommen könnten. Eine entsprechende Gage kann dann individuell verhandelt werden.“ Dass die Musiker zumindest eine Aufwandsentschädigung bekommen, habe sich eingebürgert, erklärt Koch. Immerhin hätten die Gruppen auch großen Aufwand, um alleine die Fahrt mit allen Aktiven und ihren Instrumenten zu organisieren.

Diesjähriger Zug als Vorlauf für Jubiläumszug 2024

Für Heiko Koch ist es der erste „Zuuch“, den er organisiert. 2020 hat der Verein einen Generationenwechsel im Vorstand vollzogen. Koch und erster Vorsitzender Andreas Haupt haben die langjährigen Vorstandsmitglieder Rolf Lanio und Günter Sauermlich beerbt. Doch der neue Vorstand ist optimistisch, dass sich der Umzug erholt und sieht 2023 als ersten Schritt hin zum Jubiläumszug 2024. Im kommenden Jahr feiert der KVM nämlich sein „Vier-mal-elf“tes Bestehen.

Guggemusik-Vereine, Blaskapellen, Spielmannszüge oder sonstige Musikgruppen, die mitmachen wollen, können sich bei Heiko Koch per E-Mail an KVM-2.Vorstand@gmx.net oder unter z 0151 15674050 anmelden.

Von Bettina Merkelbach

Heiko Koch, seit 2020 zweiter Vorsitzender des Karnevalszug-Vereins, ruft Musikgruppen zur Teilnahme auf. Bislang gibt es nämlich keine Anmeldung.
Heiko Koch, seit 2020 zweiter Vorsitzender des Karnevalszug-Vereins, ruft Musikgruppen zur Teilnahme auf. Bislang gibt es nämlich keine Anmeldung. © PM

Auch interessant