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Krah+Enders zieht Ende 2018 in Nachbarschaft des Umspannwerks

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Das Autohaus Krah + Enders hat derzeit noch seinen Sitz an der Honeywellstraße. Dort sind die Bereiche durch die Straße getrennt. Im Hintergrund zu sehen ist die Hauptfläche des BMW-Händlers, auf der anderen Straßenseite der MINI-Showroom und das Gebrauchtwagenzentrum. Foto: Kalle
Das Autohaus Krah + Enders hat derzeit noch seinen Sitz an der Honeywellstraße. Dort sind die Bereiche durch die Straße getrennt. Im Hintergrund zu sehen ist die Hauptfläche des BMW-Händlers, auf der anderen Straßenseite der MINI-Showroom und das Gebrauchtwagenzentrum. Foto: Kalle

Maintal. Das Autohaus Krah + Enders GmbH wird voraussichtlich Ende 2018 seinen Maintaler Standort von der Honeywellstraße 1-3 auf die Erweiterungsfläche des Dörnigheimer Gewerbegebiets Ost in Nachbarschaft zum Umspannwerk zwischen Otto-Hahn-Straße und Kesselstädter Straße und der Biokompostierungsanlage verlegen. Dies bestätigten sowohl das Autohaus als auch die Stadt Maintal.

Von Lars-Erik Gerth

Auf Nachfrage unserer Zeitung teilte Ottmar Gerk, Geschäftsführer des Maintaler Standorts von Krah + Enders, mit, dass der Baubeginn für das neue Autohaus für Oktober/November geplant sei. Die neue Fläche ist mit rund 20 000 Quadratmetern mehr als 5000 Quadratmeter größer als der bisherige Standort an der Honeywellstraße, der zudem durch die Straße geteilt ist. Von der Kennedystraße kommend befinden sich auf der rechten Seite der MINI-Showroom und das Gebrauchtwagenzentrum sowie gegenüberliegend die Hauptfläche mit dem BMW-Neuwagen- und dem Servicebereich.

Neue Fläche ist über 5000 Quadratmeter größer

„Die Entscheidung für einen neuen Standort hat zum einen damit zu tun, dass wir uns vergrößern wollen. Zum anderen war es das Ziel, alle Bereiche unseres Autohauses auf einer zusammenhängenden Fläche anzusiedeln, die dann nicht mehr – wie bisher – durch eine Straße voneinander getrennt sind“, erläuterte Gerk die Gründe für den vorgesehenen Umzug des Autohauses. Er würdigte dabei ausdrücklich die gut verlaufenden Verhandlungen mit der Stadt, mit der sein Unternehmen schon länger im Gespräch bezüglich eines neuen Standorts gewesen sei. Zu den Kosten des Neubaus wollte Gerk sich nicht äußern.

Krah + Enders seit 2004 mit Standort in Maintal

Das im Jahr 1966 als BMW-Vertrieb gegründete Autohaus Krah + Enders hat seinen Hauptsitz in Fulda. Heute unterhält das Unternehmen in Hessen insgesamt zehn Standorte beziehungsweise Filialen in Fulda, Bad Hersfeld, Hünfeld/Burghaun, Eschwege, Schlüchtern, Wiesbaden, Mainz-Kastel, Mainz und eben Maintal. Den Standort im Maintaler Gewerbegebiet Ost übernahm Krah + Enders im Oktober 2004 von der Firma Borse. 2009 erfolgten dann der Neubau des MINI-Showrooms und für das Gebrauchtwagenzentrum auf dem Areal gegenüber des Autohauses an der Honeywellstraße. Die Eröffnung fand im September des Jahres statt. Eine Fahrzeugauswahl steht dort seitdem auf über 1300 Quadratmetern zur Verfügung.

WAM-Stadtverordneter hat Bedenken wegen Zauneidechsen

Derweil weist der WAM-Stadtverordnete Dieter Winterstein darauf hin, dass sich auf der Erweiterungsfläche des Gewerbegebiets Ost derzeit noch rund 30 Zauneidechsen befänden. Diese sollen ihre neue Heimat in der „Grünen Mitte“ zwischen Höllsee und Bahnlinie finden. Er macht sich Gedanken darüber, wie diese Umsiedlung der Zauneidechsen vonstatten gehen und welche Kosten sie verursachen wird.Außerdem stellt Winterstein den neuen Standort in Frage, denn wenn die nordmainische S-Bahn komme, seien Baumaßnahmen erforderlich, die seiner Meinung nach erneut ein neues Revier für die Tiere erforderlich machen würde. Außerdem gebe es dort bereits Zauneidechsen, sei entsprechend mit Revierkämpfen zu rechnen, die nicht alle überleben würden.

Die Stadt Maintal teilt die Bedenken des WAM-Stadtverordneten nicht, wie Pressesprecherin Nicole Bilz auf unsere Nachfrage hin erklärt: „Schon im Bebauungsplan wurde festgelegt, dass die dort lebenden Zauneidechsen im Falle einer Erschließung umgesiedelt werden müssen. Für dieses Vorhaben wurde ein artenschutzrechtliches Fachgutachten erstellt. Die Umsiedlung der Zauneidechsen erfolgt durch ein Fachbüro. Die Kosten trägt der Käufer der Grundstücke. Alle mit dem Vorhaben in Verbindung stehenden Schritte wurden mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt, der Artenschutz selbstverständlich beachtet.“

Stadt: Vorgehen ist mit Unterer Naturschutzbehörde abgesprochen

 Das Gebiet an der Bahnlinie sei als Umsiedlungsfläche gut geeignet, so Bilz weiter. Dies sei auch durch das artenschutzrechtliche Fachgutachten sowie die Untere Naturschutzbehörde bestätigt worden. Die städtische Fläche sei vom Eigenbetrieb Betriebshof bereits gemulcht und mit Steinhaufen und Sand versehen worden.„Dass in der Nähe der Umsiedlungsfläche bereits Zauneidechsen leben, ist uns bekannt. Die Ansiedlung der Tiere erfolgt unter anderem auch aus diesem Grund. Der Lebensraum ist geeignet. Dass die vorhandene Population durch die Umsiedlung erweitert wird, ist unproblematisch. Der Lebensraum ist groß genug für alle. Die Kosten für die Bereitstellung der Ausgleichsfläche und deren Herrichtung übernimmt die Stadt Maintal“, erläuterte die Pressesprecherin außerdem.

Und auch mit den Planungen zur S-Bahn kollidiere die Umquartierung laut Bilz nicht. Die ausgewählte Fläche sei nicht unmittelbar von der Baumaßnahme betroffen. Die Zauneidechsen, die im Moment noch in der Nähe der Gleise lebten, würden durch die Deutsche Bahn bei Beginn der Arbeiten umquartiert. Die dafür vorgesehene Fläche grenze unmittelbar an den nun von der Stadt hergerichteten Lebensraum für die Tiere an. „So wertet unsere Maßnahme diesen von der Deutschen Bahn geplanten Bereich nochmals auf“, ist Bilz überzeugt.

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