Das Maintalbad wurde Anfang der 1970er Jahre gebaut, ist veraltet und kann im Wettbewerb mit anderen Bädern kaum mithalten. Eine Idee für eine Attraktivitätssteigerung ist der Umbau in ein Allwetterbad. Archivfoto: Häsler

Maintal

Konzept fürs Maintalbad

Maintal. Das Maintalbad hat ausgedient – jedenfalls in seiner jetzigen Form. Darüber sind sich alle Beteiligten, vom Schwimmbadleiter über den Magistrat bis zu den Stadtverordneten, einig. Ein Schritt in die Zukunft ist nun getan: Es wird eine Machbarkeitsstudie darüber erstellt, wie ein neues Maintalbad aussehen könnte.

Von David Scheck

Dazu haben die Mitglieder des Hauptausschusses für Finanzen und Stadtentwicklung in ihrer Sitzung am Mittwochabend Mittel in Höhe von maximal 50 000 Euro freigegeben.Das Stadtparlament hatte im Rahmen der Haushaltsberatungen im Dezember des vergangenen Jahres die seitens des Magistrats eingestellten Gelder für Sanierungen im Maintalbad auf Eis gelegt und beschlossen, dass zunächst ein Finanzierungs- und Realisierungskonzept für ein Allwetterbad erstellt werden soll. Dieses vom Parlament geforderte Konzept liegt mittlerweile vor.Nun soll also ein großer Wurf gemacht werden, anstatt über die kommenden Jahre weiter Flickschusterei für viel Geld zu betreiben. Denn das Maintalbad stammt aus den 1970er Jahren und ist sehr reparaturanfällig. So sei davon auszugehen, heißt es in dem Konzept, dass in den nächsten Jahren für Instandhaltung und allgemeine Sanierungen 4,8 Millionen Euro aufzuwenden sein werden. Die Reparaturkosten werden zukünftig eher steigen als sinken, lautet die Prognose des Konzepts.Investitionen, die letztlich die geringe Attraktivität des Maintalbads im Vergleich mit anderen Bädern ja doch nicht steigern würden. Vor diesem Hintergrund erscheine es sinnvoll, die Mittel, die in den kommenden Jahren für den Erhaltungsaufwand aufgewendet werden müssten, lieber in einen Neubau zu investieren. Damit wäre es möglich, ein attraktives Freizeitangebot für die Bürger zu schaffen, das den heutigen Bedürfnissen Rechnung trägt und darüber hinaus wettbewerbsfähiger wäre als das bestehende Bad.Für die Erstellung der Machbarkeitsstudie rechnet Schwimmbadleiter Roland Allmannsdörfer, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung am Rande der Ausschusssitzung erläuterte, ungefähr mit sechs Monaten.Für eine genaue Schätzung der Baukosten ist es derzeit noch zu früh. Bei dem vorgelegten Konzept handelt es sich noch um eine grobe Kostenschätzung, mit optionalen Zusatzpunkten, die die Summe entsprechend erhöhen würden.Für den Bau sind dem Konzept zufolge bis zu 24 Monate einkalkuliert. Bei entsprechender Planung und Umsetzung könnte das neue Maintalbad – theoretisch – im Jahr 2020 realisiert sein.

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