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Kommentar: Angebote für Jugendliche Stadt braucht Weitblick

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Foto/Grafik: Bender/HA
Foto/Grafik: Bender/HA

Unsere Redakteurin Monica Bielesch hat sich in ihrem Kommentar kritisch mit dem Angebot für Jugendliche in Maintal auseinandergesetzt.

Von Monica Bielesch

Familienfreundlich: Mit diesem Wort wirbt so ungefähr jede Stadt oder Kommune für sich. Für Familien mit kleinen Kindern werden überall viele Anstrengungen unternommen. Nicht allein schon wegen des Rechtsanspruchs der Eltern auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren. Doch je älter die Kinder werden, desto dünner wird das Freizeit- und Betreuungs-Angebot. Das fängt mit den Hortplätzen für Grundschulkinder an, die ‧zugunsten von U3-Plätzen weichen müssen.

Sind die Kinder erstmal in der Pubertät, sprich 14, 15 oder 16 Jahre alt, und wohnen in einem ländlichen Stadtteil wie Wachenbuchen, dann nützt auch die beste Kita Deutschlands in Bischofsheim ihnen nicht viel. In Wachenbuchen gibt es zwar einen Jugendcontainer als Treffpunkt, aber dort findet nur ein Bruchteil der Orts-Jugend Unterschlupf.

Wer sich Familienfreundlichkeit auf die Fahnen schreibt, sollte auch langfristig planen und bedenken, dass die Kinder, die heute einen U3-Platz brauchen, in einigen Jahren einen Hort ‧benötigen und noch später ein adäquates Jugendzentrum. Ein Jugendcontainer ohne Toiletten sollte keine Dauerlösung sein.

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