Iris Kunde auf ihrem Lieblingsplatz: Die Kräuterschnecke auf dem Gelände der Kinder- und Jugendfarm wurde im Rahmen der Ferienspiele gestaltet.
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Iris Kunde auf ihrem Lieblingsplatz: Die Kräuterschnecke auf dem Gelände der Kinder- und Jugendfarm wurde im Rahmen der Ferienspiele gestaltet.

Nach Corona-Pause

Kinder- und Jugendfarm in Hochstadt hat wieder regulär geöffnet - Neue Projekte geplant

  • Michael Bellack
    VonMichael Bellack
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Auch wenn die Wetterlage nicht die beste ist und auf dem Gelände der Kinder- und Jugendfarm (KiJuFa) in Hochstadt nur ein paar Kinder spielen, strahlt Iris Kunde. Die Vorsitzende des Vereins ist froh, dass das Gelände endlich wieder geöffnet werden kann.

Maintal – Da ändert auch der sich ankündigende Regen nichts an Kundes Laune, als sie über das Gelände führt. Obwohl die Kinder aufgrund von Corona in den vergangenen Monaten gefehlt haben, hat sich hier einiges getan. Besonders erfreulich: Die Stadt Maintal hat die KiJuFa an die Wasser- und Kanalversorgung angeschlossen, jetzt wurde ein Toilettencontainer installiert. Und natürlich wurde der Naturspielraum auch in Schuss gehalten.

„Der Ansturm und die Nachfrage sind groß“, freut sich Kunde, „endlich haben wir wieder regulären Betrieb.“ An drei Tagen in der Woche ist die Kinder- und Jugendfarm jeweils nachmittags für drei Stunden geöffnet. Dann kann unter freiem Himmel nach Herzenslust getobt, gespielt, gebaut und gebastelt werden, alles unter dem Stichwort Nachhaltigkeit. So bemüht man sich, Plastikspielzeug weitestgehend vom Gelände zu verbannen.

„Unter diesem Motto stehen auch die Ferienspiele. Dort wollen wir immer etwas produzieren, das auf dem Gelände erhalten bleibt“, sagt Kunde und deutet als Beispiel auf den eingerichteten Grillplatz mit Sitzgelegenheiten. Und auch ihr Lieblingsplatz ist im Rahmen der Ferienspiele entstanden: die Kräuterschnecke. Darauf pflanzen die Kinder die verschiedensten Kräuter an, die dann genutzt werden können.

Dass wieder Bewegung herrscht auf dem Gelände, tut Kunde und den anderen Ehrenamtlichen sichtlich gut. „Natürlich haben mir die Kinder gefehlt“, sagt Kunde. Sie selbst hatte als Pädagogin in Maintal allerdings „keine Pause“, wie sie schmunzelnd anmerkt. Um während der Corona-Pause zu zeigen, dass die KiJuFa weiter da ist, wurde zum Beispiel das Gemüsebeet an den Zaun verlegt. „Zumindest der Publikumsverkehr hat das wahrgenommen. So hält man den Kontakt mit den Menschen“, sagt Kunde.

Die Hygienestation am Eingang wird vorm Betreten des Geländes genutzt.

Und auch so blieb das Team nicht untätig. Es wurden Kooperationen mit der Fröbel-Schule und der Kita Ahornweg angestoßen. „Fast täglich sind die Kinder hier“, freut sich Kunde. Und auch mit der Nabu-Ortsgruppe will man in Zukunft eng zusammenarbeiten und gemeinsame Projekte organisieren. An der „Stunde der Gartenvögel“ und einer Insektenzählung haben sich die Kinder bereits beteiligt.

Auf dem Gelände soll sich auch noch etwas tun. „Das ist ja immer ein Prozess und nichts Abgeschlossenes“, so Kunde. Allein die verschiedenen Möglichkeiten für die Kinder, beispielsweise Hütten zu bauen, Löcher zu graben und zu werkeln, verändern das Gelände immer wieder.

Dabei soll auch an beeinträchtige Kinder gedacht werden, sagt Kunde. Die Wege sollen möglichst so gestaltet werden, dass auch Rollstuhlfahrer darauf bequemer fahren können. Neu angeschafft werden soll auch ein Ofen zum Brotbacken. Und nicht zuletzt sollen in das Konzept künftig auch Tiere eingebunden werden. Mit Kaninchen oder Hühnern sollen die Kinder dann einen verantwortungsvollen Umgang mit Tieren erlernen.

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