Gipfelbesteigung für den guten Zweck: Sven Sziedat (Apfelbild mit Mütze) und Harald Agel vom Lions Club Maintal haben den Kilimandscharo bezwungen. Sie haben sich dabei an einer Spendenaktion beteiligt, um Geld für die Versorgung und Bildung von Kindern in Afrika zu sammeln. Fotos: Privat

Maintal

Kilimandscharo-Besteigung für einen guten Zweck

Maintal. 58 950 Euro – das ist die Summe, die zehn „Löwenfrauen“ aus zehn Ländern mit der Aktion „Kili for Kids“ sammeln und anschließend spenden möchten. Dabei handelt es sich um eine Reise zum Kilimandscharo, dem höchsten Berg Afrikas, mit deren Hilfe man Spenden generieren möchte.

Von Jan Max Gepperth

Auch zwei Mitglieder des Maintaler Lions Clubs, Sven Sziedat und Harald Agel, haben sich an der Aktion beteiligt. Auch wenn das nicht von Beginn an so geplant war.

„Eigentlich haben wir dieses Vorhaben unabhängig von 'Kili for Kids' geplant“, gesteht Sziedat, der aktuell auch Präsident des Maintaler Clubs ist. Die beiden waren sogar losgelöst voneinander auf die Idee gekommen, die Reise zum höchsten Berg Afrikas aufzunehmen.

Training mit Sauerstoff-Reduzierungs-Masken

„Ich mache einfach gern ungewöhnliche Dinge“, erklärt Sziedat, „wie beispielsweise Viererbob fahren oder einen Fallschirmsprung. Und irgendwie stand das schon immer auf der Liste.“ Agel hingegen reizte es eher, an seine Grenzen zu gehen. Dies, in Kombination mit einer besonderen Reise, sei ausschlaggebend gewesen.

Im September 2018 entschieden sie sich endgültig dazu, die Reise zu unternehmen. „Erst, nachdem wir gebucht hatten, erfuhren wir von der Aktion 'Killi for Kids' und dachten 'Da müssen wir mitmachen'“, so Agel.Um optimal vorbereitet zu sein, unternahmen Agel und Sziedat insgesamt drei Vortouren, bei denen sie sich an die Höhe und Strapazen gewöhnen wollten. „Wir waren an der Zugspitze, an der Hörndlwand in Ruhpolding und auf dem Feldberg“, erinnern sich beide. Bei den letzten beiden Touren kamen dann auch ihre Sauerstoff-Reduzierungs-Masken zum Einsatz. Damit wollten sie sich an die geringe Sauerstoffkonzentration auf dem Berggipfel gewöhnen.

Gipfel als Highlight der Reise

Von der Reise an sich schwärmen die Maintaler Lions in den höchsten Tönen. Sowohl die Landschaft als auch die Mentalität sei für beide einfach beeindruckend gewesen. „Ich habe dort den suahelischen Begriff 'Muchacha' kennengelernt. Das bedeutet so viel wie glücklich sein. Und die Menschen sind dort einfach glücklicher“, schildert Sziedat seine Erfahrungen. Dem stimmt Agel zu und ergänzt: „Sie sind einfach unglaublich freundlich und zuvorkommend. Auch, wie die Menschen dort mit der Natur umgehen ist der Wahnsinn. Ich habe dort keinerlei Müll gesehen. Und wenn, dann haben die Menschen dort ihn sofort aufgehoben und mitgenommen.“

Das Highlight der Reise war der Aufstieg zum Gipfel des „Kilis“ am zehnten Tag der Reise. „Man hat uns um 23 Uhr geweckt. Wir hatte da gerade mal zwei Stunden geschlafen. Wenn überhaupt“, so Agel. Mit Stirnlampen auf dem Kopf sei man im Anschluss losgelaufen und habe gegen 7 Uhr den Gipfel erreicht. Von dort konnte man die Sonne unter den Wolken aufgehen sehen.

Weitere Termine folgen

„Das alles hat mich unglaublich beeindruckt und geerdet“, fasst Agel zusammen. Man könne die einfachen Dinge besser zu schätzen lernen. „Ein ganz normaler Apfel, ist auf einmal das Tollste auf der Welt“, so der Maintaler.

Ihre Erlebnisse, die beide auf ihrer Tour zum Kilimandscharo gesammelt haben, wollen sie im Zuge von Vorträgen verarbeiten. „Wir beginnen mit nicht-öffentlichen Veranstaltungen in den Lions Clubs, um eben Spenden zu sammeln“, sagt Agel. Im Anschluss werden weitere Termine folgen. So habe man sich bereits mit der Evangelischen Kirchengemeinde Bischofsheim darauf verständigt, dass dieser Vortrag auch dort gehalten werden solle. Nur den Termin habe man noch nicht festgelegt, verkünden die beiden.

Kili for KidsAnlässlich der ersten weiblichen Präsidentin des internationalen Lions Clubs, Gudrun Yngvadotti imJahr 2018, wurde dieses Projekt gestartet. Zehn Frauen aus zehn unterschiedlichen Ländern entschieden sich, gemeinsam den Kilimandscharo zu besteigen und somit Geld für die Bildung und Versorgung von Kindern zu sammeln. Die Reise wurde von den Frauen selbst finanziert und 100 Prozent des gesammelten Geldes von Sponsoren soll dem Projekt zu Gute kommen. Mehr Infos im Internet. ›› kili4kids.org

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