Maintal

Jugendprojekt "Railway" ist auf einem guten Weg

Maintal. Nachdem das Projekt „Railway“ 2015 im Sozialausschuss der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt wurde, gab es eine große Benefizveranstaltung rund um die Lagerhalle an der Eichenheege, dem Domizil des Projekts. Die Jugendlichen organisieren dieses in Eigenregie und haben mittlerweile einen Trägerverein gegründet.

Von Lars-Erik GerthIn den vergangenen Monaten war es recht ruhig um das „Railway“-Projekt geworden. Grund genug für unsere Zeitung, einmal bei den Jugendlichen und bei der Stadt nachzufragen. Jonathan Günther (20 Jahre) gehört zum fünfköpfigen Vorstand des Ende 2015 gegründeten Vereins, der sich um die Organisation kümmert.

Er räumt ein, dass diese Vereinsarbeit für ihn und seine Mitstreiter etwas ganz Neues darstelle und sie sich erst einarbeiten mussten. Auch brauche das Projekt noch mehr finanzielle Unterstützung, um die Ziele umsetzen zu können, die sich die Jugendlichen gesetzt haben. „Wir wollen die Suche nach Sponsoren im neuen Jahr intensivieren und hoffen auf weitere Unterstützer“, so Günther.Jugendcafé und Skatebereich zu festen ÖffnungszeitenDie Hauptziele von „Railway“ sind, in der Halle unweit des Bahnübergangs ein Jugendcafé und einen Skatebereich zu festen Öffnungszeiten für alle Maintaler Jugendlichen anzubieten. Bisher beschränkt sich das Angebot von „Railway“ nur auf die Mitglieder des Vereins. Dies seien laut Günther derzeit rund 30 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 25 Jahren aus allen Stadtteilen.

„Wir freuen uns aber auf jeden, der neu zu uns kommt und mitmachen möchte“, lädt Günther alle interessierten jungen Leute ein. Kontakt – auch von potenziellen Sponsoren – könne per E-Mail an info@railway-maintal.de aufgenommen werden.Proberaum für Bands in PlanungUm regelmäßige Öffnungszeiten und einen Cafébetrieb zu ermöglichen, sei laut Günther weitere finanzielle Unterstützung notwendig, die über Sponsoren erfolgen soll. Die 20 000 Euro, die „Railway“ jährlich von der Stadt Maintal erhalte, würden nahezu komplett für die Miete benötigt.

In Eigenregie haben die Jugendlichen gemeinsam mit ihren Eltern schon einiges in der Halle erneuert und auf Vordermann gebracht. Unter anderem soll es dort auch einen Proberaum für Bands geben.„Habe den Eindruck, dass „Railway“ gut vorankommt“Bürgermeisterin Monika Böttcher sieht das Projekt auf einem guten Weg: „Ich hatte erst kürzlich mit Hakim Schäfer, einem der Vorstandsmitglieder des Vereins, gesprochen. Dabei habe ich den Eindruck gewonnen, dass 'Railway' gut vorankommt. Natürlich braucht es bei einem solchen Projekt Geduld und ist beispielsweise die Vorstandsarbeit für die jungen Leute zumeist völliges Neuland. Wichtig ist mir aber vor allem, dass die Jugendlichen 'Railway' in Eigenverantwortung organisieren. Wir möchten ihnen da als Stadt nicht hineinreden. Unserer Unterstützung können sie aber sicher sein. Lisa Hagedorn, die Leiterin des Fachdiensts Jugendarbeit, hat da auch den direkten Kontakt“, so Böttcher gestern im Gespräch mit dieser Zeitung.

Das Stadtoberhaupt fände es gut, wenn es bald ein regelmäßiges öffentliches Angebot geben könnte, „zu Beginn vielleicht einmal im Monat“, um auch ein Signal nach außen zu setzen. Laut Jonathan Günther fehlten dazu aber momentan die finanziellen Mittel. Immerhin erhielt Böttcher gerade die Zusage des Maintaler Globus Markts für eine Spende an „Railway“.

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