Begeisterte Ehrengäste (von links): Christian König und Wiebke Kinkhorst von der JMKS mit Herbert Begemann, Irene Morgenstern, Karl-Heinz Kaiser, Monika Böttcher und Karl Eyerkaufer. Foto: Pongratz

Maintal

Jugend-Musik- und Kunstschule Maintal feiert 50-jähriges Jubiläum

Maintal. „Drums solo“ steht als erster Punkt ganz oben auf dem Programm zum Festakt der Jugend-Musik und Kunstschule (JMKS) Maintal. Die JMKS feiert im Evangelischen Gemeindezentrum Dörnigheim ihr 50-jähriges Jubiläum und Maurice Krebs am Schlagzeug setzt mit seinen Beats bereits zum Auftakt ein musikalisches Ausrufezeichen.

Von Ulrike Pongratz

Schüler und Dozenten zeigen, dass sie in vielen Musikstilen zu Hause sind und ihre Gäste mit Latin Rock, Jazz, Pop und Rock hervorragend zu unterhalten wissen. Solisten am Piano und Schülerbands der JMKS präsentieren sich locker und souverän.

Die jungen Musiker spielen in den Schülerbands in unterschiedlichen Besetzungen zusammen, ein Konzept, das sich unter Leitung von Dennis Lapp und Rafael Lukjanik seit einigen Jahren sehr erfolgreich etabliert hat. Sehr zur Freude auch des Publikums, das konzentriert zuhört, leise die Fußspitzen wippen lässt und begeistert applaudiert. Auch die Festredner sind „tief beeindruckt“, „total geflasht“ oder können nur noch „Wow!“ sagen zu den Darbietungen der Schülerbands und des Jungen Chors der Turngemeinde Dörnigheim (TGD), der unter anderem die Hymne der Stadt, „City of Maintal“ von Rafael Lukjanik vorträgt.

Hochkrätige FestrednerBegeistert und tiefbeeindruckt sind auch die Festredner, Bürgermeisterin Monika Böttcher, Herbert Begemann, der ehemalige Kulturamtsleiter, Karl Eyerkaufer, Landrat a.D. und Irene Morgenstern, die als Kinderbeauftragte der Stadt Maintal spricht. Alle Redner nehmen den Anlass war, auf persönliche Berührungspunkte zurückzublicken, als Elternteil, wie Böttcher und Begemann oder als ehemalige Schulleiter wie Morgenstern und Eyerkaufer.

Die Laudatoren verweisen auf die unglaubliche Erfolgsgeschichte der JMKS, die als Elterninitiative 1968 startete, weil es in Dörnigheim zu wenig Kita-Plätze gab. Mit viel Weitblick haben die Vereinsgründer damals die Bedeutung von musikalischer und künstlerischer Bildung für Kinder erkannt. „Eltern regen sich kaum auf, wenn Kunst- oder Musikunterricht in der Schule ausfällt, aber bei Deutsch oder Englisch stehen sie sofort vor der Türe“, erinnert sich Eyerkaufer in seiner humorvollen und unterhaltsamen Laudatio.

Stadt will JKMS weiterhin fördernAuch das Ziel des Vereins, „allen Kindern Zugang zu Kunst und Musik zu ermöglichen, spricht für den Weitblick der JMKS und wird von der Stadt Maintal auch weiterhin gefördert und unterstützt werden“, sagt Böttcher. Der Verein habe inzwischen einen festen Platz in Maintal.

Alle Festredner sind sich einig, die JMKS nicht nur finanziell, sondern auch ideell zu unterstützen. Obgleich die JMKS zu den „pflegeleichten Vereinen zählt“, wie Begemann es nennt. „Die Akte ist dünn und unspektakulär.“ Böttcher als Bürgermeisterin und Eyerkaufer für die Sparkassen-Stiftung überreichen Christian König und Wiebke Kinkhorst jeweils Spenden zum Jubiläum. Böttcher hat außerdem eine Urkunde der Stadt Maintal im Gepäck, die sie dem gesamten Vorstand für das langjährige und erfolgreiche ehrenamtliche Engagement überreichen.

Auszeichnungen sprechen für QualitätDer vergleichsweise kleine Verein kann sich sich durchaus mit professionellen Kunst- und Musikschulen vergleichen. Die vielen Preise und Auszeichnungen sprechen für Schüler und Dozenten gleichermaßen.

Christian König, der erste männliche erste Vorsitzende in der langen Vereinsgeschichte, nimmt anlässlich des Festakts viele gute Wünsche entgegen und darf sich weiterhin der breiten Unterstützung von Kommune und Kreis sicher sein. Dass auch das Land Hessen sich stärker als bisher daran beteiligt, Kindern die Chancen für die Entfaltung ihrer Persönlichkeit und kreativen Begabung zu eröffnen, wünschen sich alle Laudatoren. Wiebke Kinkhorst wird diese Entwicklung aus der ferne beobachten, sie wird nach 16 Jahren nicht nur den Verein, sondern auch Maintal Richtung Österreich verlassen.

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