Das Kunstwerk "Touching Voltage" (großes Bild) sollte ursprünglich vor dem Bürgerhaus errichtet werden. Pfarrer Jens Heller (links) und Leiter des Maintaler Kulturbüros, Florian Grünert, schauen sich den Interimsstandort persönlich an. Fotos: Stadt Maintal (1) / Jan Max Gepperth (2)

Maintal

Interaktives Kunstwerk "Touching Voltage" kommt vor die Kirche

Maintal. Der Marktplatz in Bischofsheim gilt als Mittelpunkt des zweitgrößten Stadtteils und wurde bereits aufwändig in Stand gesetzt. Nun soll der Platz um ein Kunstwerk erweitert und somit erneut aufgewertet werden.

Von Jan Max GepperthSchon seit Jahren kümmert sich die Stadtleitbildgruppe „Maintal kulturell“ um die kulturelle Ausrichtung der Stadt. In Zuge dessen brachte sie bereits 2017 das Konzept der Förderung von Kunst im öffentlichen Raum in die politischen Gremien, von denen es auch angenommen wurde. In diesem Zusammenhang wurde ein Kunstwettbewerb unter dem Titel „Begegnung/en“ national ausgeschrieben, auf den sich über 70 Künstler bewarben. Zehn Entwürfe wurden ausgewählt und im Oktober 2018 im Rathaus in Hochstadt ausgestellt.

Nach einer Abstimmung entschied man sich für das Kunstwerk „Touching Voltage“ von Anne Pfeifer. Dabei handelt es sich um ein interaktives Kunstwerk. Zwei sich kreuzende, sich also begegnende Metallrundbögen können von Personen, die die Bögen anfassen und sich an den Händen halten, zum Leuchten (LEDs) gebracht werden.

Kunstwerk wurde für Bischofsheim entworfen

Ursprünglich sollte das Kunstwerk vor dem Bischofsheimer Bürgerhaus aufgestellt werden, was jedoch aufgrund der anstehenden Bauarbeiten nicht mehr möglich war. Daher wurde ein Interimsstandort für das Kunstwerk gesucht. Die Stadtleitbildgruppe entschied sich für den Platz vor der evangelischen Kirche im Bischofsheim und fragte bei der Kirchengemeinde an. Diese nahm das Angebot sehr gerne an, wie Pfarrer Jens Heller erklärt: „Begegnung ist ein tolles Thema, das sowohl zur Ortsmitte als auch zur Kirche gehört.“

Die Stadtleitbildgruppe entschied sich aus mehreren Gründen für den Platz vor der Kirche. „Das Kunstwerk wurde für den Stadtteil Bischofsheim entworfen und soll daher in Bischofsheim aufgestellt werden“, heißt es dazu unter anderem in einer städtischen Pressemitteilung. Zudem sei der Standort zentral und belebt und die Kirche durch ihre kirchlichen Anlässe und kulturellen Veranstaltungen ein Ort der Begegnung.

Vorläufiger Termin kann nicht gehalten werden

Um das Kunstwerk aufzustellen, sind einige Arbeiten an dem Platz vor der Kirche notwendig. So soll die Fläche vor dem Kunstwerk gepflastert und ein Zaun zwischen der Grünfläche und der Straße vor der Kirche errichtet werden. Die Kosten dafür und für die Stromversorgung des Kunstwerks werden von der Stadt Maintal übernommen. „Da die Menschen in diesem Fall als Stromleiter fungieren, wird die Stadt Maintal auch ein Warnschild aufstellen. Denn: Auch wenn nur geringe, nicht gesundheitsschädliche Mengen Strom fließen, sollen Menschen mit Herzschrittmachern, Herzerkrankungen oder Ähnliches das Kunstwerk nicht aktivieren“, erklärt die städtische Pressesprecherin Nicole Bilz zudem.

Planmäßig sollte das Kunstwerk am Sonntag, 27. Oktober, im Anschluss an die Aufführung des Musicals „Moonlight Express“ eröffnet werden und mindestens fünf Jahre dort stehen bleiben. Dieser Termin kann jedoch, wie die Stadt nun mitteilte, nicht gehalten werden. Grund hierfür seien Koordinationsprobleme mit der Baufirma. Was nach Ablauf der fünf Jahre mit dem Kunstwerk geschieht, müsse jedoch noch ausgehandelt werden. „Ich freue mich darauf, wenn es endlich eröffnet wird“, so Pfarrer Heller abschließend.

Das könnte Sie auch interessieren