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hr-Sinfonieorchester macht Station in der Friedrich-Fröbel-Schule

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Im Rahmen seiner jährlichen Schultour kam das hr-Sinfonieorchester zur Friedrich-Fröbel-Schule und musizierte im großen Saal des Evangelischen Gemeindezentrums Dörnigheim. Die knapp 130 großen und kleinen Zuschauer waren begeistert. Foto: Pauly
Im Rahmen seiner jährlichen Schultour kam das hr-Sinfonieorchester zur Friedrich-Fröbel-Schule und musizierte im großen Saal des Evangelischen Gemeindezentrums Dörnigheim. Die knapp 130 großen und kleinen Zuschauer waren begeistert. Foto: Pauly

Maintal/Hanau. Im Rahmen seiner „Schultour“ war das hr-Sinfonieorchester zu Gast an der Friedrich-Fröbel-Schule in Dörnigheim und sorgte mit seinem einstündigen Konzert für Begeisterungsstürme bei Schülerschaft und Lehrkräften, die sich im nahe gelegenen evangelischen Gemeindezentrum eingefunden hatten.

Von Andrea Pauly

Die Friedrich Fröbel-Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und einer Abteilung für körperliche und motorische Entwicklung ist eine Schule in Trägerschaft der Stadt Hanau, in der in 18 Klassen mit jeweils maximal acht Schülern Kinder von sechs Jahren bis zu jungen Erwachsenen bis zu19 Jahren unterrichtet werden.

Schulleiterin Elisabeth Görgen verlieh in ihrer Begrüßung ihrer Freude darüber besonderen Ausdruck, dass es in diesem Jahr mit der Bewerbung als Gastgeber für das hr-Sinfonieorchester geklappt habe. Denn einmal in jeder Spielzeit tauscht das hr-Sinfonieorchester den Konzertsaal mit Turnhallen und Schul-Aulen, um hessischen Schülern das Live-Erlebnis klassischer Musik in ihrem Alltagsumfeld zu bieten.

Auch inklusive Grundschulklasse auch Hochstadt war zu GastSo eröffneten die hr-Sinfoniker ihr Programm mit dem schwungvollen „Lied des Torero“ aus der Oper „Carmen“ von Georges Bizet. Die Moderation übernahm Stefan Hoffmann vom Hessischen Rundfunk, der sofort den richtigen Ton fand und die etwa 130 Schüler und ihre Lehrkräfte mitzureißen verstand. Auch eine Grundschulklasse mit inklusivem Unterricht aus Hochstadt war in Dörnigheim zu Gast. Zwischen den Programmpunkten kamen beide Seiten miteinander ins Gespräch. Die verschiedenen Instrumentengruppen wurden vorgestellt und Fragen beispielsweise nach dem Tagesablauf eines Profi-Musikers und den Übezeiten ermöglichten den Kindern einen Einblick in die Welt der klassischen Musikszene.

Sechs bis acht Konzerte umfasst die ungewöhnliche Tour quer durch Hessen, bei der rund 40 bis 45 Musikerinnen und Musiker inklusive Dirigent und Moderator das junge Publikum auf eine spannende Reise durch die Welt der Klassik mitnehmen. Die 2008 erstmals gestartete Hessen-Schultour des Simphonieorchesters weckt überall Begeisterung und großes Interesse. Die Schulen werden unter Bewerbungen aus ganz Hessen ausgewählt und alle Schultypen werdem dabeo gleichermaßen berücksichtigt.

Musikalisches Programm war sehr abwechslungsreichDie Musiker ihrerseits boten mit der breit gefächerten Werkauswahl ein ansprechendes Programm, das von den Schülern begeistert verfolgt wurde. Verschiedene solistische Auftritte zeigten die stilistische Bandbreite des hr-Sinfonieorchesters von barocken Oboenklängen über Wolfgang Amadeus Mozarts Rondo C-Dur, KV 373, interpretiert von dem 18-jährigen Solo-Geiger Felix Hörter, bis hin zu einem Arrangement des bekannten Jazz-Standards „The Girl From Ipanema“ in Kombination mit der „Air“ von Bach.

Trotz der Größe der Veranstaltung konnten die jungen Zuhörer das Zusammenspiel des Orchesters auf den meisten Plätzen relativ hautnah erleben, da es – anders als im Konzertsaal – keine räumliche Trennung zwischen Bühne und Publikum gab. Dementsprechend war die Stimmung vom ersten Moment an auf beiden Seiten ganz auf das Musikerlebnis fokussiert und löste sich immer wieder in langeanhaltendem Applaus.

Abschied mit „West Side Story“ Nach einer guten Stunde verabschiedete sich das hr-Sinfonieorchester mit Bernsteins „Mambo“ aus der „West Side Story“ und wurde mit frenetischem Beifall für diesen besonderen Auftritt belohnt.

Am Ausgang des Saals im Gemeindezentrum ließ es sich Dirigent Balàzs Nemes nicht nehmen, die Schüler persönlich zu verabschieden, die sich mit vielerlei Äußerungen bedankten, wie etwa ein Mädchen, das dem Leiter des hr-Sinfonieorchesters die Hand drückte mit den Worten „Das hast Du gut gemacht“, was Nemes ein breites Lächeln entlockte.

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