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Honeywell bleibt in Maintal

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Frohe Botschaft für die Honeywell-Mitarbeiter: 43 Arbeitsplätze sollen am Standort Maintal erhalten bleiben. (Foto: PM)
Frohe Botschaft für die Honeywell-Mitarbeiter: 43 Arbeitsplätze sollen am Standort Maintal erhalten bleiben. (Foto: PM)

Maintal. Tolle Nachricht kurz vor Weihnachten: Nach 13-monatiger Verhandlung um die Zukunft des Honeywell-Standorts in Maintal (unsere Zeitung berichtete) haben sich die Arbeitnehmervertreter mit der Geschäftsführung auf ein Eckpunktepapier über die Zukunft am Standort geeinigt.

Die Vereinbarung sieht vor, dass der Standort – entgegen der ursprünglichen Planung des Konzerns – in Maintal erhalten bleibt, informierte Robert Weißenbrunner, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Hanau-Fulda. Gleichzeitig werde es am Standort Umstrukturierungen und Personalanpassungsmaßnahmen geben. Nach Abschluss der Maßnahmen Mitte 2019 werden von den aktuell noch am Standort beschäftigten 102 Arbeitnehmern mindestens 43 Arbeitsplätze erhalten, heißt es in der Pressemitteilung.

Eckpunktepapier einstimmig angenommen

Die in diesem Zusammenhang abzubauenden Arbeitsplätze würden unter attraktiven Sozialplan-/Sozialtarifvertragsbedingungen und nach Möglichkeit unter Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen durch ein Freiwilligenprogramm abgebaut. Für Gewerkschaftsmitglieder seien im Rahmen des Sozialtarifvertrags zusätzliche Boni durchgesetzt worden. Das Eckpunktepapier ist der Belegschaft gestern vorgestellt und im Rahmen einer Mitgliederversammlung der IG Metall einstimmig angenommen worden.

„Vor dem Hintergrund der unternehmerischen Entscheidung, den Standort zu schließen, konnte ein gutes Verhandlungsergebnis erzielt werden, das einerseits eine Perspektive für den Standort vorsieht und gleichzeitig vom Arbeitsplatzabbau betroffene Beschäftigte sozial abfedert“, erklärt der Vorsitzende des Betriebsrats Hans Kortenhoeven.

Besonderer Dank auch an Bündinspartner

„Dieses Verhandlungsergebnis war nur möglich, weil die Belegschaft mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln gewerkschaftlichen Widerstand gegen die Standortschließung erfolgreich organisiert hat. Diese nicht alltägliche Auseinandersetzung zeigt, dass sich gemeinsamer und auch öffentlicher Widerstand gegen Konzern-Entscheidungen lohnt und erfolgreich sein kann“, sagt Weißenbrunner.

„Der besondere Dank gelte auch den vielen politischen Bündnispartnern in den Parteien und Verbänden sowie den Betriebsräten und Belegschaften aus anderen Betrieben, die solidarisch an der Seite der Honeywell-Belegschaft gestanden haben und uns in dieser schwierigen Zeit tatkräftig unterstützt haben“, so Klaus-Dieter Fuchs, Leiter der IG-Metall-Vertrauensleute bei Honeywell. Interessenausgleich, Sozialplan und Sozialtarifvertrag werden Anfang Januar endgültig zwischen den Verhandlungsparteien abgestimmt.

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