Maintal

Holzskulpturen am Mainufer aufgestellt

Maintal. Am morgigen Freitag werden sie in einer Feierstunde der Öffentlichkeit vorgestellt: die sechs Skulpturen aus Holz, die Künstler im Juni am Mainufer gefertigt haben und die in Zukunft das Dörnigheimer Kleinod am Main verschönern sollen.

Von David Scheck

Und die Aufstellung der Kunstwerke ist nicht der einzige Grund, weshalb die Stadtleitbildgruppe „Mainufer“ um Hayriye Rupin, Roland Hahn und Ulrike Bienau Grund zur Freude hat.

Derzeit wird der Uferkunst im wahrsten Sinne die Bühne bereitet: Die Betonquader, auf denen die Holzskulpturen stehen werden, wurden platziert. Im Laufe der kommenden Woche werden dann auch die Kunstwerke, die selbst wiederum auf Metallplatten fußen werden, darauf befestigt. Noch stehen fünf davon in Rupins Garage, an einer wird derzeit noch gearbeitet.

Zweites Kunstprojekt am Dörnigheimer Mainufer

Die Skulpturen sollen ein Ort der Begegnung werden, sagt die Stadtleitbildgruppe. Deshalb wird davor auch eine Sitzbank aus Ahorn und Eiche ihren Platz finden, damit Spaziergänger sich Zeit nehmen können, die Holzdarstellungen zu bewundern.

Die Skulpturen der Künstler Bianca Thater, Hagga Bühler, Heribert Heeg, Reinhold Mehling und Lothar Steckenreiter sind nach der Wandbemalung, der Stadtansicht von Maintals ungarischer Partnerstadt Esztergom, das zweite Kunstprojekt am Dörnigheimer Mainufer.

Offizielle Einweihung steht erst an

Im Juni hatten die fünf Künstler über mehrere Tage hinweg die Skulpturen vor Ort gefertigt (unsere Zeitung berichtete). Die Stadt Maintal stellte das Holz zur Verfügung, der Eigenbetrieb Betriebshof sorgte für den Transport der schweren Stämme. Die Stadtleitbildgruppe ihrerseits betreute die Künstler. „Und wir haben sie bekocht“, fügt Rupin noch hinzu. Eine Rundum-Wohlfühloase also für die fünf Kunstschaffenden. Und auch wenn die offizielle Einweihung erst noch ansteht, sorgen die Skulpturen längst für Aufsehen.

Immer wieder blieben Menschen stehen und fragten, was an dieser Stelle des Mainufers denn entstehe. „Wir freuen uns über den Zuspruch aus der Bevölkerung“, sagen Rupin, Hahn und Bienau. Wie angetan jene Zeitgenossen sein werden, die gerne mal im Schutz der Dunkelheit Schmierereien hinterlassen, wird sich zeigen. Vorbeugend wurden die Skulpturen mit Graffiti-Schutz versehen.

Im Vorfeld einige Kontroversen

Ähnlich wie das Esztergom-Gemälde ist auch die Uferkunst bereits ein Projekt für die Umgestaltung des Mainufers, wie auch die Stadtleitbildgruppe verdeutlicht. Das viel diskutierte Funktions- und Gestaltungskonzept hatte die Stadtverordnetenversammlung einstimmig als Leitlinie beschlossen.

Auch wenn es im Vorfeld einige Kontroversen gegeben hat und jetzt noch teils unterschiedliche Auffassungen herrschen, sind Rupin, Hahn und Bienau glücklich darüber, dass es ein einstimmiger Beschluss war. Das ist für sie eine Bestätigung ihrer bisher geleisteten Arbeit. Die nächsten wichtigen Teilaspekte des Gesamtkonzepts, die nach Ansicht der Leitbildgruppe in Angriff genommen werden sollten, sind das Verkehrskonzept und die Themen Parkplätze und Barrierefreiheit. Aber: ein Schritt nach dem anderen. Nun freut sich das Trio erst einmal auf die Einweihung der Skulpturen.

Die Eröffnung der Mainufer-Galerie mit den sechs Holzskulpturen findet am Freitag, 21. September, um 17.30 Uhr statt. Die Galerie befindet sich östlich des Parkplatzes an der Uferstraße.

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