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Hochstädter Weihnachtsmarkt: Hobby- und Künstlermarkt zieht um

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Der Hochstädter Weihnachtsmarkt ist beliebter Anziehungspunkt in der Vorweihnachtszeit auch für Besucher über Maintals Grenzen hinaus. Ähnliches gilt für den dazugehörigen Hobby- und Künstlermarkt. Dessen Umzug ins Bürgerhaus hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Archivfoto: Kalle
Der Hochstädter Weihnachtsmarkt ist beliebter Anziehungspunkt in der Vorweihnachtszeit auch für Besucher über Maintals Grenzen hinaus. Ähnliches gilt für den dazugehörigen Hobby- und Künstlermarkt. Dessen Umzug ins Bürgerhaus hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Archivfoto: Kalle

Maintal. Der Hobby- und Künstlermarkt des Hochstädter Weihnachtsmarkts muss umziehen. Die Stadt will den beliebten Besuchermagneten unter anderem aus Sicherheitsgründen nicht mehr im Rathaus stattfinden lassen. Der ausrichtende Förderverein ist darüber nicht glücklich, zeigt aber Verständnis für die Entscheidung.

Von David Scheck

Grund für die Verlagerung seien die steigenden Besucherzahlen des Hobby- und Künstlermarkts, wie die Stadt Maintal auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilt. Wer in den vergangenen Jahren die Ausstellung besucht habe, wisse: Die Flure und der Sitzungssaal sind voller Menschen und ein Begegnungsverkehr insbesondere auf den Treppen schwierig, so die Stadt.

Das Rathaus könne sicherlich für kleinere Veranstaltungen genutzt werden, doch für die Dimensionen, die der Hobby- und Künstlermarkt mittlerweile erreicht habe, sei es weder konzipiert noch geeignet.

SicherheitIm Fokus stehe dabei auch das Thema Sicherheit: Bedenken bestünden insbesondere für den Fall einer möglichen Evakuierung. So dürfte bei einem Feueralarm der Aufzug nicht benutzt werden, die Wendeltreppe würde die einzige Fluchtmöglichkeit aus dem Gebäude darstellen.

Deshalb habe man dem Förderverein Hochstädter Weihnachtsmarkt einen Umzug ins Bürgerhaus Hochstadt angeboten. Dieses liege günstig und biete selbst für sehr viele Menschen den nötigen Platz, Komfort sowie die entsprechende Infrastruktur wie Technik, Tische und Stühle, Toiletten und Fluchtwege, so die Stadt.

Gestiegene BesucherzahlenHans-Jürgen Schmitt, der Vorsitzende des Fördervereins, kann die Entscheidung der Stadt nachvollziehen. Im Gespräch mit unserer Zeitung bestätigt er die gestiegenen Besucherzahlen des Hobby- und Künstlermarkts, der seit 2008 seinen Platz an der Klosterhofstraße hatte, und spricht selbst von „Staus“, die sich in den Fluren des Rathauses stets gebildet hätten – auch vor der Besuchertoilette des Verwaltungsgebäudes.

Weil es in Hochstadt keinen Alternativstandort in dieser Größenordnung gibt, habe man vor der Entscheidung gestanden, das Angebot der Stadt anzunehmen oder den Künstlermarkt ganz zu streichen. Daher habe man dem Umzug ins Bürgerhaus zugestimmt.

Abstriche auch bei AlternativeDoch auch diese einzig in Betracht kommende Ausweichmöglichkeit bringt Abstriche mit sich. So werden laut Schmitt lediglich 32 Aussteller im großen Saal des Bürgerhauses Platz haben, einige zusätzlich eventuell noch im Foyer. Zum Vergleich: Im Vorjahr verteilten sich über das Parterre sowie den ersten und zweiten Stock des Rathauses 48 Aussteller.

Hinzu komme noch, dass die Hobbykünstler beim kommenden Weihnachtsmarkt weniger Fläche zur Verfügung haben werden, da die Tische des Bürgerhauses kleiner seien. Doch es gelte jetzt, das Beste aus der Situation zu machen, sagt Schmitt.

Vorbereitungen laufen bereitsMag der Dezember noch weit sein, die Vorbereitungen auf den Weihnachtsmarkt am zweiten Adventswochenende laufen längst. Die Stadt habe Fördermittel für die Dekoration zugesagt, damit das Bürgerhaus adventliches Flair bieten könne.

Eine Idee dabei sei ein Weihnachtsbaum im Foyer, so der Fördervereinsvorsitzende. Und natürlich müsse auf den neuen Standort des Hobby- und Künstlermarkts aufmerksam gemacht werden, beispielsweise mit Schildern auf der Hauptstraße.

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