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Hacienda beteiligt sich mit Kunstprojekt an Aktionswoche

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Ingrid Baker-Bourlauf (rechts), Leiterin der Hacienda, gestaltete mit Bewohnern in einem Kunstprojekt eine Tür. Das Werk wird im Rahmen der bundesweiten Woche der Seelischen Gesundheit in Frankfurt ausgestellt. Foto: Kalle
Ingrid Baker-Bourlauf (rechts), Leiterin der Hacienda, gestaltete mit Bewohnern in einem Kunstprojekt eine Tür. Das Werk wird im Rahmen der bundesweiten Woche der Seelischen Gesundheit in Frankfurt ausgestellt. Foto: Kalle

Maintal  Das Wohnheim Hacienda des Frankfurter Vereins beteiligt sich an der bundesweiten Aktionswoche der Seelischen Gesundheit. Dafür hat sich die dortige Kunstgruppe mit dem Thema „Türen“ beschäftigt

Von Monica Bielesch

Zumeist ältere Menschen mit einer psychischen Erkrankung leben in der Hacienda am Stadtrand von Maintal-Dörnigheim. In einem Kunstprojekt haben sich nun Bewohner des Wohnheims intensiv mit der Symbolkraft von Türen und den eigenen Erfahrungen dazu auseinandergesetzt. Dabei ist die Tür durchaus als Symbol zwischen Gesundheit und Krankheit zu sehen.

„Wir haben beidäugiges Sehen geübt, um das Thema von beiden Seiten – krank und gesund – zu beleuchten“, erläutert dazu Ingrid Baker-Bourlauf, Leiterin der Einrichtung in einer Mitteilung. Entstanden sei so eine Tür mit vier unterschiedlichen Aspekten. Den Laien-Künstlern sei es wichtig, dass der Betrachter verschiedene Positionen und Perspektiven einnehme.

Ausstellung im Bistum LimburgMit den gestalteten Türen nimmt die Kunstgruppe an der Ausstellung „24 Türen“ des Bistums Limburg teil. Diese Ausstellung startet am Dienstag, 10. Oktober, um 13 Uhr in der Frankfurter Innenstadt. Auch diese Aktion läuft im Rahmen der bundesweiten Woche der Seelischen Gesundheit und will ein Zeichen dafür setzen. Diese Aktionswoche startet bereits am Montag, 9. Oktober, und dauert bis Sonntag, 15. Oktober. Auch das Aktionsbündnis für Seelische Gesundheit im Main-Kinzig-Kreis beteiligt sich daran. Ziel ist es, mit einem bunten Programm über psychische Krankheiten aufzuklären und einen offenen Dialog mit möglichst vielen Menschen zu diesem Thema zu führen.

Tabus sollen überwunden werdenHintergrund ist, dass die Gesellschaft vermehrt mit psychischen Krankheiten wie Depressionen oder Suchterkrankungen konfrontiert wird. Hier will die Aktionswoche helfen, Tabus zu überwinden.

In der Hacienda haben die Teilnehmer des Kunstprojektes mit der Kunstform der Collage die Türen gestaltet. Vor dem künstlerischen Akt standen viele Gespräche und Überlegungen, so Baker-Bourlauf. Ein Bewohner, der an dem Tür-Projekt mitgearbeitet hat, sagte: „Dass wir uns mit dem Thema Psychiatrie auseinandergesetzt haben, kann eigene Ängste und die von Besuchern der Ausstellung abbauen.“ Den Künstlern war es wichtig, dass die Betrachter verschiedene Positionen und Perspektiven einnehmen. Am Ende waren alle sichtlich stolz auf ihr Werk: eine Tür mit vier unterschiedlichen Aspekten.

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