1. Startseite
  2. Region
  3. Maintal

Gründerzentrum: Stadt will Kostenübersicht

Erstellt: Aktualisiert:

Man sieht ihn von außen nicht unbedingt, doch der Sanierungsbedarf im Inneren des Gebäudes, das die Polizei voraussichtlich noch bis Ende des Jahres nutzt, ist hoch. Für den Umbau will Maintals Stadtparlament eine Kostenschätzung vom Magistrat. Archivfoto: Kalle
Man sieht ihn von außen nicht unbedingt, doch der Sanierungsbedarf im Inneren des Gebäudes, das die Polizei voraussichtlich noch bis Ende des Jahres nutzt, ist hoch. Für den Umbau will Maintals Stadtparlament eine Kostenschätzung vom Magistrat. Archivfoto: Kalle

Maintal. Das Gründerzentrum soll wachsen. Dafür haben die Stadt und ihre Wirtschaftsförderung das Gebäude an der Kirchgasse in Dörnigheim ins Auge gefasst, in dem zurzeit die Maintaler Polizeistation untergebracht ist. Doch bevor die Pläne konkret werden, will das Stadtparlament erst einmal eine Kostenübersicht.

Von David Scheck

Die Idee ist simpel: Das jetzige Gründerzentrum der Stadt Maintal in der Max-Planck-Straße 11-13 reicht bei Weitem nicht aus, um die Nachfrage zu decken. So hätten nach Angaben der Wirtschaftsförderung im vergangenen Jahr von 26 Interessenten lediglich zwei aufgenommen werden können. Hinzu kommt, dass es sich um ein Mietobjekt handelt.Das Gebäude an der Kirchgasse dagegen befindet sich in städtischem Besitz und wird ohnehin frei, wenn die Polizei wie berichtet an die Edisonstraße im Gewerbegebiet Mitte umzieht. Das wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres der Fall sein. Was läge da näher, als die eigene, deutlich größere als die in der Max-Planck-Straße gemietete Immobilie für das geplante Gründerzentrum 2.0 zur Verfügung zu stellen?Umfangreiche UmbauarbeitenDiesem Ansinnen der Wirtschaftsförderung standen Maintals Parlamentarier am vergangenen Montagabend grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber, auch wenn in der Sitzung des Hauptausschusses für Finanzen und Stadtentwicklung in der Vorwoche auch andere Nutzungsmöglichkeiten des Gebäudes im Herzen von Dörnigheims Altstadt in den Raum gestellt wurden – zum Beispiel die Einquartierung der (noch zu gründenden) Maintal Immobilien-Gesellschaft.

Doch bevor das Objekt überhaupt neu genutzt werden kann, stehen umfangreiche Umbauarbeiten an. Wer die Polizeistation von innen schon einmal gesehen hat, weiß, dass die Stadt um eine Kernsanierung wohl kaum herumkommen wird.Änderungsantrag zugestimmtDas ist auch den Stadtverordneten klar. Deswegen fand ein Änderungsantrag der SPD einstimmige Zustimmung, der den Magistrat beauftragt, spätestens mit der Einbringung des Haushaltsentwurfs 2018 eine vollständige Kostenanalyse vorzulegen.Darin aufgeführt sein sollen nicht nur die voraussichtlichen Kosten für den Umbau und den anschließenden Betrieb, sondern auch für eventuell benötigtes Personal für das Gründerzentrum sowie darüber hinaus die zu erwartenden Erlöse aus den Mieteinnahmen für die Jahre 2018 bis 2020.

Auch interessant