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Großes Tauffest mit Mainwasser der evangelischen Kirche

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Die Dörnigheimer Jugendarbeit hatte eine Art Röhrensystem, bestehend aus Plastik-Regenrinnen, vorbereitet. Mit diesen wurde das Wasser gemeinsam vom Main bis zu den Taufschalen transportiert. Foto: Jan Max Gepperth
Die Dörnigheimer Jugendarbeit hatte eine Art Röhrensystem, bestehend aus Plastik-Regenrinnen, vorbereitet. Mit diesen wurde das Wasser gemeinsam vom Main bis zu den Taufschalen transportiert. Foto: Jan Max Gepperth

Maintal. Strahlender Sonnenschein und knapp 300 Menschen auf Bierbänken am Main. Bilder, die man für gewöhnlich vom Public Viewing während großer Sportereignisse kennt.

Von Jan Max Gepperth

Ursprung dieser Szenerie war am vergangenen Sonntag jedoch kein Spiel der Deutschen Fußballnationalmannschaft, sondern das große Tauffest der evangelischen Kirche.

Als gemeinsame Veranstaltung des Kooperationsraums „Kurhessische Riviera“, dem neben sämtlichen Maintaler Kirchengemeinden unter anderem auch Oberdorfelden, Bergen, Enkeim, Limes und Killianstädten angehören, wurde das Tauffest unter der Federführung der Dörnigheimer Gemeinde veranstaltet.

Das Taufwasser kam direkt aus dem Main

Im Rahmen eines ungefähr einstündigen Freiluftgottesdienstes, der vom Posaunenchor Bergen-Enkeim musikalisch begleitet wurde, erhielten insgesamt 17 Täuflinge im Alter zwischen null und 20 Jahren das Sakrament der Taufe.

Das Besondere hierbei war, dass das Taufwasser direkt aus dem Main kam. Zwei Mitarbeiter aus der Dörnigheimer Jugendarbeit hatten eine Art Röhrensystem, bestehend aus Plastik-Regenrinnen, vorbereitet. Mit diesen sollte dann das Wasser gemeinsam vom Main bis hin zu den Taufschalen transportiert werden. Die Idee hinter dieser ausgefeilten Konstruktion war es, dass sämtliche Menschen gemeinsam die Idee des Glaubens zu den Täuflingen bringen können.

"Es hat einfach super viel Spaß gemacht"

Auch für Ines Fetzer, Pfarrerin in Dörnigheim, war das Röhrensystem das Highlight. „Es war einfach schön zu sehen, dass alle gemeinsam mitgeholfen haben“, sagt sie. Generell sei es eine schöne Atmosphäre am Main gewesen. „Es war einfach eine tolle Mischung. Zum einen diese intimen Momente bei der Taufe selbst. Zum Anderen diese Lockerheit die geherrscht hat.“

Auch Fetzers Bischofsheimer Kollegin Kirsten Schulmeyer zieht ein positives Resümee. „Es hat einfach super viel Spaß gemacht“, stellte sie fest und ergänzte, dass es jedoch ruhig ein paar Grad kühler hätte sein können.

Im Anschluss an den Gottesdienst wurden die Taufen noch bei einem gemeinsamen Fest gefeiert, bei dem es Kuchen, Kaffee und kalte Getränke gab. Der Erlös sowie die Kollekte kamen der Organisation des Festes selbst zu Gute.

Durchgeführt wurden Gottesdienst und Taufen sowohl von Ines Fetzer (Dörnigheim) und Kirsten Schulmeyer (Bischofsheim) als auch von ihren Kollegen Johanna Ruppert (Oberdorfelden) und Jost Häfner (Buchen).

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