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Große Übung der Maintaler Jugendfeuerwehren am Gänseeweiher

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Nach erfolgreicher Rettung wird die verletzte „Person“ zur Weiterversorgung aus dem Wald gebracht. Foto: Gepperth
Nach erfolgreicher Rettung wird die verletzte „Person“ zur Weiterversorgung aus dem Wald gebracht. Foto: Gepperth

Maintal. Am Samstag veranstalteten die Jugendfeuerwehren von Maintal eine gemeinsame Übung. Diese fand rund um den Gänsseeweiher statt und wurde von der Jugendfeuerwehr Langenselbold, dem Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) Erlensee und den Maintaler Feuerwehrtauchern unterstützt.

Von Jan Max Gepperth

Um 15.30 Uhr stand Dominik Zieres schon in voller Montur bereit. Bei dieser Großübung war er für einen der Abschnitte als sogenannter Abschnittsleiter zuständig. „Wir haben zum einen die Jugendfeuerwehr Langenselbold hier, die eine Wasserentnahme vornehmen wird“, erklärt der Jugendbetreuer bei der Jugendfeuerwehr Bischofsheim, „zum anderen wollen wir zwei Personenrettungen simulieren. Diese werden von der Jugendfeuerwehr Hochstadt und dem Jugend-THW Erlensee durchgeführt.“

Weitere Einsatzszenarien waren ein simulierter Waldbrand, den die Jugendfeuerwehren aus Bischofsheim und Dörnigheim „löschen“ mussten, und die Nachwuchsbrandbekämpfer aus Wachenbuchen sollten gemeinsam mit den Maintaler Tauchern Fässer aus dem Weiher „bergen“.

„Alle haben sehr gut harmoniert“

Bei den eingangs erwähnten Personenrettungen gab es zwei Situationen: Ein Radfahrer wurde unter einem Baum begraben. Dazu musste eine Puppe, die den Radler simulierte, zwischen zwei Bäumen befreit werden. Die zweite Rettungsaktion sah vor, eine Person, deren Oberkörper bei einem Sturz mit einer Eisenstange durchbohrt wurde, zu bergen. Bei dieser Übung sollten die Kinder und Jugendlichen, unterstützt von ihren Betreuern- und Übungsleitern, gemeinsam ihr erlerntes Wissen abrufen und einsetzen.

„Bei solchen Übungen gibt es aber kein Ausbildungsziel, das wir zu erreichen haben“, erklärt Matthias Halter, Stadtjugendfeuerwehrwart. „In erster Linie sollen sie Spaß für die Kinder und ein optisches Highlight bieten.“ Und dies sei, so Halter, auch mehr als gelungen. „Wir hatten uns außerdem zum Ziel gesetzt, dass wir die übergreifende Arbeit stärken. Das war hier der Fall. Alle haben sehr gut harmoniert, auch wenn sich die Leute vorher teilweise noch nie gesehen hatten.“

Lob für die Jugendlichen

Insgesamt waren alle offiziellen Vertreter, die der Übung beigewohnt hatten, sehr angetan von der fast 120 Helfer umfassenden Aktion. So war Kreisjugendfeuerwehrwart Volker Schultz sehr froh, wieder mal bei einer der jährlich stattfindenden Übungen dabei sein zu können. Zu der Leistung der Zehn- bis 17-Jährigen meinte er: „Fehlerchen passieren. Das ist nichts Schlimmes. Sowas passiert den Kleinen und den Großen. Insgesamt war es doch sehr ordentlich.“

Auch der stellvertretende Stadtbrandinspektor Michael Harnisch schloss sich dem an und verkündete mit einem Schmunzeln im Gesicht: „Ich habe mit Schrecken festgestellt, dass ihr schon fast so gut seid wie die Einsatzabteilung.“

Ehrung für die Jugendarbeit

Insgesamt findet eine solche Übung, an der alle Stadtteiljugendfeuerwehren beteiligt sind, einmal im Jahr statt, in der Regel im Herbst. Die Planung in diesem Jahr lag in den Händen der Jugendfeuerwehr Bischofsheim.

Im Rahmen der Großübung wurden am Samstag außerdem die stellvertretende Stadtjugendfeuerwehrwartin Lisa-Marie Krauß und Jugendbetreuer Florian Zapala, beide aus Dörnigheim, für ihr Engagement in der Jugendarbeit der Feuerwehr ausgezeichnet.

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