Germanen jubeln: Die Dörnigheimer feiern die Stadtmeisterschaft. Foto: Kalle

Maintal

Germania Dörnigheim jubelt über das Double

Nach dem Sieg auf dem Feld hat Germania Dörnigheim auch in der Halle triumphiert: Das Team holte sich am Sonntag den Stadtmeistertitel und verwies dabei den Erzrivalen FC Hochstadt in die Schranken.

Von Gert Bechert

Germania Dörnigheim ist der Maintaler Hallenstadtmeister 2018. Im entscheidenden Spiel bezwang der Kreisoberligist den favorisierten FC Hochstadt mit 4:3 und holte sich nach fünf Jahren erstmals wieder den Cup.Dritter wurde der FSV Bischofsheim vor dem Dörnigheimer SV und der maßlos enttäuschenden Kewa Wachenbuchen. Die Torjägerkrone sicherte sich mit sieben Treffern der Hochstädter Jürgen Bufi knapp vor Jonas Gatzka (6/Bischofsheim). Als besten Torwart zeichnete die Turnierleitung Dioart Rama vom DSV aus.In der Maintalhalle kristallisierten sich schnell die Germania und die Lila-Weißen als Favoriten heraus. Das Team von der Eichenheege siegte gegen die „Frösche“ (5:3), den DSV (5:2) und die Kewa (4:1), bevor es zum Showdown gegen den FCH kam.

Spannendes Finale Der Gruppenligist hatte zuvor die Kewa (4:1) und den DSV (9:1) deutlich geschlagen, hatte allerdings nach der Partie gegen die Germania noch die abschließende Begegnung gegen Bischofsheim vor der Brust. Im vorweggenommenen Finale schenkten sich beide Mannschaften vor 180 Zuschauern nichts. Die Germania führte schnell 1:0 (2.) durch Daniel Hofmann.Drei Minuten später drohte die Partie Schiedsrichter Michael Hess (Niederrodenbach) aus den Händen zu gleiten. Erst nach einer Roten Karte gegen Dörnigheims Valbon Cakaj und einer Zeitstrafe gegen Hochstadts Eris Tunca beruhigten sich die Gemüter wieder.Wenig später glich Bufi (7.) zum 1:1 aus, im Gegenzug brachte Hofmann (8.) die Germania erneut in Führung. Nach dem 2:2 durch Marius Lehr (11.) deutete viel auf ein Remis hin, was den Lila-Weißen in die Karten gespielt hätte.Die Chancen für den Gruppenligisten auf den elften Cup-Gewinn schienen in der Schlussphase nach einer Zeitstrafe für Germania-Kicker Vincent Borack (19.) und der wenig später erzielten 3:2-Führung durch Benjamin Schönherr (19.) sprunghaft in die Höhe zu schießen.Was danach folgte, trieb Marc Außenhof die Zornesröte ins Gesicht. Postwendend glich Roberto Heil (19.) aus und 28 Sekunden vor Schluss gelang Alexander Thonert (20.) der umjubelte 4:3-Siegtreffer der Germania, die damit zum neunten Mal den Cup gewann.

Kewa enttäuscht„Da stellten wir uns blöd an. Statt auf Torsicherung zu spielen, waren wir hinten offen“, ärgerte sich der FCH-Coach. Gerade in der hektischen Schlussphase merkte man bei den Lila-Weißen das Fehlen von Routinier Markus Westenburger, der am Wochenende Vater wurde. Zudem trübte die Verletzung von Mario Kappes, der umknickte und sich die Bänder dehnte, die Stimmungslage Außenhofs.Freude pur herrschte im Germania-Lager. „Nach der Meisterschaft auf dem Feld haben wir mit dem Gewinn in der Halle das neue Jahr, in dem der Verein 110 Jahre alt wird, bestens eingeläutet“, meinte Germania-Sportchef Jochen Kostiris, der einzig die teilweise zu hektischen 20 Minuten monierte.Neben der Germania und dem FCH wusste auch Bischofsheim zu gefallen. Einzig im letzten Spiel gegen die Lila-Weißen (1:7) wurden die mit drei A-Jugendspielern angetretenen Frösche demontiert.Die Enttäuschung schlechthin war die Kewa, die sogar das Spiel gegen den DSV 3:4 verlor und nur Letzter wurde. Im Vorfeld war der Kreisoberligist sogar als Geheimfavorit gehandelt worden. Probleme gab es zunächst mit der Zeitanzeige. Wie von Geisterhand gesteuert lösten sie sich während des Turniers von selbst.

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