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Geringe Resonanz bei "Maintal macht mit"

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Die Beteiligungsplattform „Maintal macht mit“ wird kaum genutzt.  Screnshoot: HA
Die Beteiligungsplattform „Maintal macht mit“ wird kaum genutzt. Screnshoot: HA

Maintal. Die Begeisterung für die Beteiligungsplattform „Maintal macht mit“ hält sich in Grenzen: Nur wenige Maintaler machen mit, die Resonanz ist gering. Doch woran mag das liegen?

Von David Scheck

Der Name klingt ambitioniert: „Maintal macht mit“. Das impliziert vielleicht nicht, dass buchstäblich die ganze Stadt bei der am 1. Dezember gestarteten Seite mitmacht, aber dennoch eine größere Zahl von Maintalern. Bislang scheint sich die Begeisterung für die neue Beteiligungsplattform allerdings in Grenzen zu halten. Doch das wird der Idee dahinter nicht gerecht.

Nun ist es nicht so, dass niemand mitmacht. Aber die bisher vier von Bürgern eingebrachten Ideen (Stand: Mittwoch, 12 Uhr) kommen doch eher mager daher. Dabei sieht die Stadt die Plattform „Maintal macht mit“ doch als legitimen Nachfolger des Bürgerhaushalts. Und dass einer der Vorschläge ausgerechnet die Wiedereröffnung des Anfang 2015 abgeschalteten Maintal-Forums ist, macht die Sache auch nicht besser.Was sind die Gründe?Ob die bisher so geringe Resonanz dem Umstand geschuldet ist, dass über eineinhalb Jahre zwischen dem Ende des Maintal-Forums und der Eröffnung der neuen Plattform liegen? Das ist sicher nur ein Teil der Antwort, zumal „Maintal macht mit“ von Anfang an nicht als aufgehübschte Version des alten Forums gedacht war.Ein anderer Grund mag sein, dass auch am damaligen Bürgerhaushalt das Interesse rapide zurückging, nachdem klar wurde, dass die Bürger zwar würden mitreden, aber nicht mitentscheiden können, so wie etwa die Stadtverordneten.Idee braucht mindestens 100 Unterstützer Der Verwaltung jedenfalls kann man kein fehlendes Interesse an der noch jungen Plattform vorwerfen: Die Stellungnahmen zu den vorgebrachten Ideen sind ausführlich. Auch wenn diese aus verschiedenen Gründen nicht umsetzbar sind (oder zumindest nicht von der Stadt, weil nicht in deren Zuständigkeitsbereich), wird detailliert darauf eingegangen. Ähnliches gilt für die Beantwortung von Fragen (Stand ebenfalls Mittwoch, 12 Uhr: vier).

Es wäre nicht weiter tragisch, bliebe die Plattform die Spielwiese für einen erlesenen Kreis – wäre da nicht das Quorum: Damit eine Idee den politischen Gremien, wenigstens aber dem Magistrat zur Entscheidung vorgelegt wird, braucht sie mindestens 100 Unterstützer auf „Maintal macht mit“. Und das innerhalb eines Zeitraums von acht Wochen, dann wird die Idee entweder weiterverfolgt oder kommt ins Archiv.Zu früh für erste BilanzAktuell ist ein Vorschlag „Spitzenreiter“ mit sechs Befürwortern, die Abstimmungsfrist dafür endet am 15. Februar. Man muss sehr optimistisch sein, zu glauben, dass die noch benötigten 94 Stimmen bis dahin hinzukommen. Dabei spielt sicher nicht nur eine Rolle, dass die Idee wegen ihres Inhalts möglicherweise einfach nicht viele Anhänger findet. Auch die Frage, ob überhaupt ein größerer Kreis davon erfahren hat, drängt sich auf.Die Einschätzung, dass die Mitmachseite bislang noch kein Volltreffer war, teilt man im Rathaus auf unsere Nachfrage hin nicht. „'Maintal macht mit' ist nun etwas mehr als einen Monat online. Dies ist eine äußerst kurze Zeitspanne. Um eine erste Bilanz ziehen zu können, ist es noch viel zu früh“, lässt die Stadtverwaltung wissen.Einen starken Ansturm auf die Plattform habe man ohnehin „weder bezweckt noch erwartet“. Gleichwohl möchte man Maintals Bürger nochmals einladen, „die Plattform rege zu nutzen!“

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