Der Innenraum des geräumigen Untergeschosses war am Donnerstagmorgen bereit für den Innenausbau. Foto: Christian Balke

Maintal

Familienzentrum an der Eichenheege wächst rasant

Maintal. Neben Bürgermeisterin Monika Böttcher haben sich auf dem weitläufigen Areal an der Eichenheege so ziemlich alle Menschen eingefunden, die etwas mit dem Bau des neuen Familienzentrums zu tun haben oder zu tun haben werden.

Von Christian Balke

Die Bürgermeisterin lädt quasi zu einem Richtfest ohne Richtfest: „Richtfest haben wir keines“, sagt sie, „dafür geht der Bau einfach zu schnell. . .“

Wolfgang Sebastian nickt lächelnd. Der Mann, dem man seine Berliner Wurzeln im Gespräch sofort anhören kann, ist Bauleiter auf der Großbaustelle an der Eichenheege in Dörnigheim.

„Ja, das geht ganz schnell“

Auf dem ehemaligen Gelände des Sportvereins Germania herrscht am Donnerstag Hochbetrieb. Acht Schwertransporter stehen auf dem ehemaligen Fußball-Ascheplatz. Vier sind noch beladen mit Fertighauselementen, vier bereits entladen. Das bereits am Vormittag. „Ja, das geht ganz schnell“, sagt Sebastian, während im Hintergrund ein 300-Tonnen-Lastkran eines der rund 17 Tonnen schweren Hauselemente an beindicken Schlupfseilen in Zeitlupentempo in die Höhe des Maintaler Himmels hievt.

Sechs Monteure – mehr braucht Bauleiter Sebastian, nicht, der von Hause aus sogar studierter Architekt ist – kümmern sich darum, dass die 17 mal vier Meter großen Elemente fachgerecht aneinander gefügt werden. Ganze vier Arbeitstage dauert es, bis aus 16 Modulen hier der Rohbau des neuen städtischen Familienzentrums entsteht, ein zweigeschossiger Bau mit 1000 Quadratmetern Nutzfläche und 1500 Quadratmetern Außengelände.

„Sie können den Raum außerdem ganz individuell gestalten.“

„Am Freitag könnten wir eigentlich mit Trockenbau und Innenausbau beginnen“, sagt Bauleiter Sebastian, der die Zusammenarbeit mit den Architekten von der Hanauer Urban Concept GmbH und der Kommune lobt. Das Lob gibt Architekt Lars Klimaschewski gern zurück, man merke eben, dass der Herr Sebastian vom Fach sei. Ein großer Vorteil der Modulbausweise der Firma Kleusberg aus dem Siegerland, sagt Klimaschweski, während der der Bürgermeisterin eines der Module erklärt, seien Funktionalität und Variabilität der Fertighäuser. „Sie können hier eine Fußbodenheizung einlegen, die Kabel und Rohrleitungen sind schon vorinstalliert“, sagt der Architekt begeistert, „sie können den Raum außerdem ganz individuell gestalten.“

Raumeinteilung und Ausstattung, Farbgestaltung, Gruppengrößen, Brandschutzvorrichtungen – all' dies haben Kommune, der Fachbereich Gebäudeverwaltung, der städtische Fachbereich Jugend, Architekturbüro und Bauunternehmen im Vorfeld gemeinsam abgestimmt.„Ich finde es echt klasse“, sagt die künftige Leiterin der Einrichtung Elke Kächelein, „dass wir ganz früh in den Planungsprozess mit einbezogen wurden. So konnten Dinge einbringen, die ganz wichtig für uns sind.“

Erster Kita-Neubau während Böttchers Amtszeit

Bürgermeisterin Monika Böttcher, die gemeinsam mit der Leiterin der städtischen Gebäudeverwaltung Lisa Lerch und Anja Stroh-Barth, Leiterin der Servicestelle Kindertagespflege, gekommen ist, schaut zufrieden drein – was man der Frau in Anbetracht einer Zahnarzt-Wurzelbehandlung wenige Stunden zuvor erstmal nachmachen muss: „Nach vielen Instandsetzungsarbeiten und Ausbesserungen ist dies der erste Kita-Neubau meiner Amtszeit“, sagt die Bürgermeisterin, „und ich glaube, dass wir gemeinsam stolz auf das Projekt sein können.“

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