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Abfallentsorger in Corona-Krise stark ausgelastet: Mit einem Spielzeug-Müllauto dankt eine Familie in Dörnigheim den städtischen Entsorgungsunternehmen.

Nicht mehr Müll als nötig entsorgen

Familie dankt Müllabfuhr für Arbeit in Corona-Krise – Magistrat lobt Einsatz in Abfallwirtschaft

Mehr Zeit zu Hause. Auch das ist Corona. Diese Zeit nutzen viele Bürger, um in Heim und Garten für Ordnung zu sorgen. Dies hat Auswirkungen auf die Mengen bei der Abfallentsorgung. Gleichzeitig müssen bestimmte Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Dadurch verändern sich manche Abläufe.

Eine herausfordernde Zeit auch für die Menschen, die in Maintal die Abfallentsorgung sicherstellen. In Dörnigheim bedankt sich ein Privathaushalt kreativ für die funktionierende Abfallentsorgung. Darüber hat sich die Stadt laut Pressemitteilung gefreut. Der zuständige Umweltdezernent, Ralf Sachtleber, nimmt dies zum Anlass, sich auch im Namen des Magistrates bei allen zu bedanken, die dazu beitragen, dass der Abfall in Maintal ohne nennenswerte Einschränkungen abgeholt oder abgegeben werden kann. „Das ist keine einfache, sondern eine besonders erwähnenswerte Leistung“, heißt es in der Mitteilung. „Dieser Dank gilt den Abfalleinsammlern und Transporteuren, den Verwertern, Müllwerkern, Abfallberaterinnen und den Freiwilligen Kräften.“ 

In Maintal ist die Firma Max Spahn & Sohn KG mit der Einsammlung, dem Transport sowie dem Betrieb der fünf Abfallsammelstellen und des Wertstoffhofes beauftragt. Aktuell ist viel mehr Abfall in den Abfalltonnen und Containern als gewöhnlich. Das führt zu Problemen bei der Einsammlung, dem Transport und der Abgabe der Abfälle. Trotz beträchtlich steigender Mengen, der steigenden Anzahl von Anlieferern am Wertstoffhof und den Abfallsammelstellen, gebe es aktuell keine Einschränkungen bei den Serviceangeboten. 

Erster Stadtrat Ralf Sachtleber äußert seinen Dank

Viele Wertstoffhöfe in der Umgebung hätten hingegen geschlossen. Weil in den Privathaushalten deutlich mehr Müll anfällt, sind die Abfallgefäße teilweise so voll, dass die Kipphydraulik der Abfallsammelfahrzeuge diese kaum anheben kann. Wegen der Mehrmengen kommt es deshalb zu längeren Sammeltouren und zu späteren Abgabezeiten an den Behandlungsanlagen.

Ein „großes Dankeschön und Anerkennung“ spricht Sachtleber ebenfalls den städtischen Mitarbeitern des Eigenbetriebs Betriebshof aus. Die Müllwerker der Stadt leeren zeitnah alle öffentlichen Abfallkörbe, bearbeiten Beschwerden, kehren Glasscherben auf und entsorgen illegale Müllentsorgungen auf öffentlichen Flächen. Auf Privatflächen sind die Eigentümer dafür verantwortlich. Die Freiwilligen Kräfte im Ökologischen Jahr leeren die Abfalleimer im Wald und sammeln dort Wildablagerungen ein. 

Lange Warteschlangen vor den Wertstoffhöfen

„Dass es in Maintal bisher keine nennenswerten Einschränkungen bei der Abfallentsorgung gibt, ist keine Selbstverständlichkeit und verdient besonderes Lob“, sagt Ralf Sachtleber und bedankt sich bei allen, die dazu beitragen, auch bei den Mitarbeiterinnen der städtischen Abfallberatung im Fachdienst Umwelt. Gleichzeitig appelliert er, die Abgabeangebote am Wertstoffhof und den Abfallsammelstellen nur dann zu nutzen, wenn es zwingend erforderlich ist. 

In den letzten Tagen gab es teilweise lange Warteschlangen am Wertstoffhof. Deshalb sollten Renovierungs- und Entrümpelungsarbeiten nach Möglichkeit aktuell verschoben werden. Ist dies nicht möglich, sollten Containerabfuhren vor die Haustür bestellt oder bei Mehrmengen gewerbliche Entsorger angefahren werden. 

Stärkere Kontrollen an den Wertstoffhöfen

Ein zusätzlicher Sicherheitsdienst wird zudem am Wertstoffhof die Annahme unterstützen. Ortsfremde Anlieferer und größere Mengen als erlaubt werden abgewiesen. Denn in Maintal können ausschließlich Maintaler ihren Abfall entsorgen. Dies wird in den nächsten Tagen im Auftrag der Stadt noch stärker kontrolliert. Damit will die Stadt das Vertragsunternehmen unterstützen, um auch weiterhin die Entsorgungssicherheit zu gewährleisten. Alle Maintaler Haushalte werden gebeten, die Abfallentsorgungskapazitäten im Stadtgebiet nicht unnötig zu belasten. Dabei geht es vorrangig um die Angebote im Bringsystem, wie zum Beispiel die Abgabe am Wertstoffhof oder den fünf Abfallsammelstellen. 

Weitere Informationen zur Abfallentsorgung geben die Mitarbeiter der städtischen Abfallberatung unter Telefon 0 61 81/40 04 31 oder per E-Mail an abfall@maintal.de. jj

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