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Fällarbeiten im Bischofsheimer Wald hinterlassen Spuren

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Tiefe Reifenspuren auf dem weichen Waldboden. Weil aber weitere Nacharbeiten im Bischofsheimer Wald anstehen, plant die Stadt derzeit keine Instandsetzung. Foto: Privat
Tiefe Reifenspuren auf dem weichen Waldboden. Weil aber weitere Nacharbeiten im Bischofsheimer Wald anstehen, plant die Stadt derzeit keine Instandsetzung. Foto: Privat

Maintal. Der Wald. Er dient vielen Bürgern als Naherholungsgebiet. Gleichzeitig ist er ein Wirtschaftsgut. Beide Nutzungen harmonieren nicht immer miteinander. So wie aktuell im Bischofsheimer Wald.

Von Martina Faust

Dort waren schwere Maschinen für Baumfällarbeiten im Einsatz, die auf den vom Regen aufgeweichten Waldwegen deutliche Spuren hinterlassen haben. „Ich hoffe, dass die Wege nach Abschluss der Arbeiten wieder hergestellt werden, um Unfälle für Radfahrer und Fußgänger zu vermeiden“, meldete sich nun eine Bischofsheimerin bei unserer Zeitung.

Eine Nachfrage bei der Stadt ergab, dass dies vorerst nicht geplant ist. Grund seien kleinere Nacharbeiten, wie der Abtransport der Hölzer, die noch ausstünden. Gleichzeitig weist Pressesprecherin Nicole Bilz darauf hin, dass „die Wege passierbar sind, wenngleich in einigen Fällen mit kleineren Einschränkungen“. Grundsätzlich, so fügt sie an, gebe es aber regelmäßige Instandsetzungsarbeiten.

Nachhaltige Pflege und Bewirtschaftung

Angelegt wurde das weit verzweigte Wegenetz vor allem für die Forstbewirtschaftung, wenngleich natürlich auch Spaziergänger und Radfahrer davon profitieren. Doch im Gegensatz zum Urwald findet im Nutzwald eine nachhaltige Pflege und Bewirtschaftung statt, die im Einklang mit dem Naturschutz erfolgt.

„Die Waldpflege beginnt in jungen Waldbeständen mit der gezielten Förderung von besonders gut wachsenden Bäumen: Benachbarte Bäume werden entnommen, damit sich die Krone des vitalen Baumes noch besser entwickeln kann. Dabei entnehmen wir Förster dem Wald nicht mehr Holz, als nachwächst. In älteren Waldbeständen werden alte Bäume nach und nach geerntet. So gelangt mehr Licht auf den Waldboden.

Junge Keimlinge, die bereits in den Startlöchern stehen und auf das Sonnenlicht warten, können nun zu stattlichen Bäumen heranwachsen“, informiert Hessen Forst. Bäume mit Höhlen oder großen Vogelhorsten würden als wichtige Lebensgrundlage für seltene Tierarten bewusst stehen gelassen.

Arbeiten bereits abgeschlossen

Die jüngst erfolgten Baumfällungen im Bischofsheimer Wald dienten indessen dazu, die Verbreitung von Schädlingen einzudämmen. „Durch hohe Temperaturen und lang anhaltende Trockenheit waren die Bäume anfällig für Schädlinge wie Borkenkäfer und eine Pilzart. Deshalb mussten wir schnell über die Saison hinaus handeln und geschädigte Bäume entfernen, um gesunde Bäume zu schützen“, berichtet Nicole Bilz.

Die Fällarbeiten konnten vor wenigen Tagen abgeschlossen werden. Nun soll das Holz zeitnah abtransportiert werden.

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