+
Das evangelische Gemeindezentrum ist seit fast 50 Jahren Ort der Begegnung, ab August wird es umgebaut und auf den neuesten Stand gebracht.

Gebäude

Im evangelischen Gemeindezentrum Dörnigheim laufen die Vorbereitungen für die Sanierung auf Hochtouren

  • Carolin-Christin Czichowski
    vonCarolin-Christin Czichowski
    schließen

Dass das evangelische  Gemeindezentrum in Maintal Dörnigheim saniert werden soll, ist länger bekannt. Nun laufen die Vorbereitungen.

  • Das Gemeindezentrum in Maintal Dörnigheim wird saniert
  • Die Vorbereitungen für die Sanierung laufen
  • Gebäude ist veraltet und die Bauarbeiten daher notwenig

„Für uns ist es ein Jahrhundertprojekt“, sagt Pfarrer Eckhard Sckell. Er lächelt, während er den Umzugskarton vor sich mit Küchenutensilien füllt. Seit mehr als vier Jahren hegen die Verantwortlichen der evangelischen Kirchengemeinde Dörnigheim nun schon den Wunsch, das Gemeindezentrum (EGZ) an der Berliner Straße zu sanieren. 

Zahlreiche Planungsphasen später ist es nun soweit: Die letzten vorbereitenden Maßnahmen laufen, damit im August die Bagger rollen können. „Der gesamte Gebäudekomplex ist knapp 50 Jahre alt“, sagt Pfarrer Sckell. Dazu gehören neben dem Gemeindezentrum auch das Pfarrhaus und das Gebäude, in dem der Kindergarten untergebracht ist. Letzteres hat die Gemeinde kürzlich veräußert, um mit dem Erlös die Sanierung des in die Jahre gekommenen EGZ – zumindest teilweise – finanzieren zu können. 

Sanierung des Gemeindezentrums sei dringend notwendig

Freuen sich auf die bevorstehenden Umbauarbeiten: die Pfarrer Ines Fetzer (rechts) und Eckhard Sckell.

Und das ist dringend nötig, sagt Pfarrer Sckell: Von der Heizungsanlage über die Technik bis hin zu Fenstern und Dächern ist das gesamte Gebäude veraltet. „Das Gemeindezentrum wurde in den vergangenen Jahren intensiv genutzt, aber nie wirklich saniert“, so Pfarrer Sckell. Dennoch hat sich die Gemeinde dazu entschieden, das Gebäude im Bestand zu sanieren. „Wir möchten, dass der Charakter des Gemeindezentrums im Grunde erhalten bleibt“, so Pfarrer Sckell. 

Schließlich war der Grundgedanke schon beim Bau im Jahr 1974, dass das Gebäude ein Ort der Begegnung für den ganzen Stadtteil werden soll. Und diese Bedeutung hat das EGZ mittlerweile: Es finden über das ganze Jahr verteilt zahlreiche Feste, Feiern, Bildungsveranstaltungen und Märkte statt. Und nicht zuletzt nutzen auch Maintaler Vereine regelmäßig die Räumlichkeiten. Die Sanierungsarbeiten beginnen voraussichtlich im August mit der Erneuerung des Dachs. Danach folgen unter anderem die Heizungs- und die Lichtanlage und die gesamte Elektronik. „Wir wollen das Gebäude für die Zukunft wappnen“, sagt der Pfarrer. 

Gemeindezentrum soll Ort der Begegnung sein

Außerdem soll das EGZ nicht zuletzt ökologisch und energetisch auf den neuesten Stand gebracht werden. „Die Energiekosten müssen sinken, damit wir mehr Geld für die Gemeindearbeit verwenden können.“ Auch Barrierefreiheit spielt bei dem Projekt eine wichtige Rolle, wie Pfarrer Sckell erklärt. „Als Ort der Begegnung soll das Gemeindezentrum künftig für alle Menschen zugänglich sein.“ Neben ebenerdigen Zugängen sollen unter anderem auch die Toilettenanlagen ins Erdgeschoss verlegt werden. 

Die wohl größte Veränderung im Zuge der Sanierung, die die Kirchengemeinde laut Sckell „mehrere Millionen Euro kostet“, wird sein, dass der Kindergarten ins Hauptgebäude zieht. Geschlossen werden muss die Einrichtung während der Bauarbeiten aber nicht. „Zunächst wird das Hauptgebäude umgebaut, erst dann zieht der Kindergarten um“, erklärt Pfarrerin Ines Fetzer. Auch der große Saal wird sich verändern. „Wir verkleinern den Raum etwas“, erklärt Sckell. 

27. Juni soll der „Tag des leeren Hauses“ stattfinden

Doch nicht auf Kosten der individuellen Architektur, versichert der Pfarrer. Die Bauphase wird voraussichtlich ein Jahr dauern. Um den Gemeindemitgliedern und allen anderen Maintalern die Möglichkeit zu geben, sich von ihrem gewohnten EGZ zu verabschieden, organisiert die Gemeinde am Samstag, 27. Juni, einen „Tag des leeren Hauses“ - natürlich unter Wahrung der geltenden Sicherheitsvorkehrungen. „Eigentlich wollten wir unser Gemeindezentrum mit einem großen Leerräumfest in die Zeit der Renovierung verabschieden“, so Pfarrerin Fetzer. 

Das sei coronabedingt aber nicht möglich gewesen. Deshalb lädt die Gemeinde nun zum Abschiedsfest in etwas kleinerem Rahmen ein: Von 15 bis 18 Uhr gibt es an diesem Tag nicht nur Fotos von früher und die Pläne von morgen zu sehen, sondern auch Musik im Innenhof und einen Flohmarkt. Übrigens bleibt auch das Pfarrbüro während der Sanierung geöffnet. Die Mitarbeiter sind zu den gewohnten Öffnungszeiten erreichbar - allerdings ab 21. Juli im Gebäude des jetzigen Kindergartens.

Das könnte Sie auch interessieren