Trauriger Anblick: Bäume und Büsche auf dem kleinen Schulhof wurden bereits gerodet. In den Osterferien wird die Baustelle laut Kreis eingerichtet. Zunächst wird bis Ende Mai der Gartenbereich der benachbarten Kita Gänsseestraße saniert, anschließend soll der kleine Schulhof an die Reihe kommen. Foto Gepperth

Maintal

Erdtausch auf kleinem Schulhof der Waldschule

Maintal. Im Dezember 2016 wurden Schadstoffe im Boden der Waldschule gefunden, Altlasten aus Schuttablagerungen der Nachkriegsjahre. Die Belastungswerte lagen im niedrigen Bereich, dennoch musste das Erdreich ausgetauscht werden, womit sich die Fertigstellung des Erweiterungsbaus, der mittlerweile eröffnet ist, verzögerte.

Von David Scheck

Nach wie vor ist der sogenannte kleine Schulhof deshalb gesperrt. Dessen Sanierung soll in den kommenden Monaten Angriff genommen werden.

Ebenfalls betroffen von der Altlastensanierung sind der große Schulhof, dessen Erneuerung noch aussteht, sowie ein Teil des Geländes der städtischen Kita Gänsseestraße. Der kleine Schulhof liegt etwas abseits, südlich des Querriegels der Schule – und bietet einen trostlosen Anblick. Denn als vorbereitende Maßnahme wurde alles Grün bereits entfernt.

Einrichtung der Baustelle in den OsterferienWas die Sanierung betrifft, stimmt der Main-Kinzig-Kreis als Schulträger das weitere Verfahren mit dem Regierungspräsidium Darmstadt ab. In den Osterferien werde die Baustelle eingerichtet, heißt es auf eine Anfrage unserer Zeitung in Gelnhausen. Zunächst werde bis voraussichtlich Ende Mai der hintere Kita-Gartenbereich saniert, für den das Regierungspräsidium der Stadt Maintal ebenso einen Erdaustausch vorgegeben habe wie dem Kreis für den Bereich des kleinen Schulhofs. Im Anschluss erfolge der Erdaustausch auf dem kleinen Schulhof.

In dem Zusammenhang würden dann auch die Kanalsanierung sowie die Oberflächengestaltung des kleinen Schulhofes vorgenommen, so wie es mit der Schule abgestimmt sei. „Die Arbeiten erstrecken sich sicher über die Sommerferien und je nach Baufortschritt auch noch über die ersten Wochen des neuen Schuljahres“, informiert der Kreis.

Untersuchungen sehr zeitaufwändigDass der kleine Schulhof nicht bereits im vergangenen Jahr parallel zu jenem Teil des großen Schulhofs, auf dem nun der Erweiterungsbau steht, saniert wurde, hänge mit den Vorgaben der Altlastenbehörde des Regierungspräsidiums zusammen, wie der Main-Kinzig-Kreis eine entsprechende Anfrage beantwortet. Diese sähen ein stufenweises Vorgehen gemäß der Bundes-Bodenschutzverordnung vor. „Da ein konkreter Altlastenverdacht vorlag, mussten Detailuntersuchungen durchgeführt werden, so zum Umfang der Belastungen, zu ihrer räumlichen Ausdehnung und zur Schadstoffzusammensetzung. Das ist äußerst zeitaufwändig“, so der Kreis. Zudem mussten die Arbeiten auf dem großen und dem kleinen Schulhof baulogistisch nacheinander erfolgen.

„Bei allem darf man auch nicht vergessen, dass der Unterrichtsbetrieb in den Räumen der Waldschule in den vergangenen Monaten weitergegangen ist und die Lärmbelastung für die Schulgemeinde auch so schon enorm war“, legt der Kreis die Gründe für das Vorgehen dar. Daher werde für die jetzt anstehende Sanierung des kleinen Schulhofs und des Kita-Geländes bewusst die schulfreie Zeit der Oster- und Sommerferien mitgenutzt.

Bei der Suche nach Altlasten im Boden wurde das gesamte Schulgelände abgesucht. Im nördlichen Teil wurden nach Angaben des Kreises sogenannte Grabsperren, also Kunstharzüberzüge, bei den offenen Flächen eingebracht, bevor diese wieder freigegeben wurden. Die Flächen, bei denen noch eine Sanierung erforderlich sei, blieben vorerst abgesperrt. Dazu zählt neben dem kleinen Schulhof auch die Gartenfläche am östlichen Schulgelände. Das abschließende Sanierungskonzept werde derzeit zwischen Kreis und Regierungspräsidium abgestimmt.

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