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Eltern kämpfen für eine Frühbetreuung

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Laut Auskunft der Stadt Maintal gibt es derzeit keine Möglichkeit, wieder Frühbetreuung für Schulkinder im Dörnigheimer Hort Berliner Straße einzuführen. Foto: Kalle
Laut Auskunft der Stadt Maintal gibt es derzeit keine Möglichkeit, wieder Frühbetreuung für Schulkinder im Dörnigheimer Hort Berliner Straße einzuführen. Foto: Kalle

Maintal. In Maintal setzen sich Eltern dafür ein, dass am Hort Berliner Straße wieder eine Frühbetreuung eingeführt wird. Manche Eltern befürchten sogar, dass das fehlende Angebot sie ihren Arbeitsplatz kosten könnte. Die Stadt Maintal hingegen sieht derzeit keine Möglichkeit, die Frühbetreuung wieder einzuführen.

Von Lars-Erik Gerth

Wenn die Eltern zur Arbeit müssen, bevor die Schule beginnt, dann gibt es an vielen Grundschulen oder Horten die Möglichkeit, die Kinder in die Frühbetreuung zu geben. An der Dörnigheimer Wilhelm-Busch-Schule und am Hort Berliner Straße fehlen diese Angebote.Betroffene Eltern, die eine solche Frühbetreuung benötigen, setzen sich nun für die Wiedereinführung der Betreuung vor dem Schulbeginn am Hort Berliner Straße ein. Die Stadt Maintal sieht dafür allerdings „keinerlei Möglichkeit“.

Mindestens zehn Eltern haben Interesse an FrühbetreuungEine betroffene Mutter ist Michelle Theisinger, die auch Mitglied im Schulelternbeirat der Buschschule ist. Sie erläutert, dass sie bereits zehn, elf Eltern in Dörnigheim zusammen habe, die im neuen Schuljahr eine Frühbetreuung benötigten.„Und da ist noch niemand von den 85 zukünftigen Erstklässlern dabei, die Ende August an der Buschschule anfangen. Ich denke, da werden einige darunter sein, die ebenfalls eine Frühbetreuung benötigen. Es gibt auf jeden Fall den Bedarf dafür, die Betreuung vor der Schule am Hort Berliner Straße wieder einzuführen“, ist Michelle Theisinger überzeugt.Stadt: "Keinerlei Möglichkeit, die Frühbetreuung wieder anzubieten"Pressesprecherin Nicole Sittig erinnert zunächst daran, dass „die Frühbetreuung im Hort Berliner Straße im Rahmen der Haushaltskonsolidierung und aufgrund von Diskussionen in der AG Kita nach einer Übergangsphase zum Sommer 2012 aufgegeben worden“ sei. Unter anderem habe dies darin begründet gelegen, dass „das Angebot von nur wenigen Familien in Anspruch genommen wurde“.„Seitens der Stadt Maintal sehen wir derzeit keinerlei Möglichkeit, die Frühbetreuung wieder anzubieten. Wir haben allerdings schon mehrfach versucht, mit der Wilhelm-Busch-Schule Kontakt aufzunehmen, um gemeinsam zu überlegen, wie eine Frühbetreuung dort durchgeführt werden könnte – bislang leider erfolglos. In beinahe allen anderen Grundschulen in Maintal wird eine schulische Betreuung angeboten“, erklärt die Pressestelle.Private Initiative wird begrüßtBegrüßen würde die Stadt eine private Initiative, „die beispielsweise einen Verein gründet, um als freier Träger eine Betreuung anzubieten. Hier haben wir zumindest einer Mutter, die sich danach erkundigte, zugesichert, sie dahingehend zu beraten“, berichtet Nicole Sittig.Bei der Mutter handelt es sich um Michelle Theisinger. Sie stellt klar, dass sie eine solche private Initiative durchaus für sinnvoll halte, dafür aber einfach die Räumlichkeiten an der Buschschule und in deren Umgebung fehlten.Mutter will Gespräch mit Bürgermeisterin Böttcher suchen„Da gibt es einfach keinen Platz und keine Erweiterungsmöglichkeit“, erklärt die Dörnigheimerin. Im Hort Berliner Straße gäbe es hingegen diese räumlichen Möglichkeiten.Sie wollte nun nochmals das Gespräch mit Bürgermeisterin Monika Böttcher, die sie persönlich kennt, suchen, ob es nicht doch möglich wäre, die Frühbetreuung im Hort Berliner Straße wieder einzuführen.Verlust der Arbeit droht„Die Nachfrage ist einfach da. Und ich verstehe nicht, warum dieses Angebot im Hort Berliner Straße nicht wieder möglich sein sollte. Diese fehlende Frühbetreuung kann übrigens zu existenziellen Problemen führen. Ich kenne eine alleinerziehende Mutter, der der Verlust ihrer Arbeit droht, wenn sie keine Betreuung für ihr Kind vor der Schule bekommt. Das sollten sich die verantwortlichen Personen bei der Stadt einmal klar machen“, sieht Michelle Theisinger den Ball nun bei der Stadt Maintal.

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