Ewa Schäfer hat die Waschküche auf ihrem Hof in Wachenbuchen in eine schmucke kleine Eisdiele verwandelt. Zwölf Eissorten in wechselnder Variation bietet sie ihren Kunden an. Foto: Bellack

Maintal

"Eis-Engel-Ewa" bietet in Wachenbuchen wieder Eisspezialitäten an

Maintal. Während der Winter ganz Deutschland in den Anfangsmonaten dieses Jahres fest im Griff hatte, kündigt sich so langsam der Frühling an. Mit den warmen Jahreszeiten beginnt auch wieder die Eissaison. Das bedeutet Hochkonjunktur für „Eis-Engel Ewa“ in Wachenbuchen.

Von Michael BellackAnfang der vergangenen Woche hat Ewa Schäfer ihren Eisladen auf ihrem Hof in der Bachstraße wieder eröffnet, nachdem traditionell ab Oktober Winterpause ist. „Ende März und zu Beginn der Osterferien mache ich auf“, so Schäfer. In den Wintermonaten lohnt sich ein Eisgeschäft freilich nicht. Nach den ersten Sonnenstrahlen am vergangenen Wochenende kann sie nun wieder mit ihrer Stammkundschaft rechnen.

Ab 13.30 Uhr ist die kleine Eisdiele dienstags bis samstags geöffnet, am Sonntag bereits ab 12 Uhr. Vor allem im Sommer kommen viele Kunden auch noch abends vorbei: „Um 20 Uhr ist Schluss. Ich könnte auch bis 21 oder 22 Uhr geöffnet haben. Aber irgendwann muss man ja auch mal Feierabend machen“, berichtet Schäfer, die halbtags in der Krankenpflege tätig ist.Das Erbe der legendären Wachenbucher Institution „Eis-Anni“ angetretenDenn der Wachenbucher „Eis-Engel“ ist eigentlich branchenfremd. „Ein Café oder etwas Ähnliches wollte ich schon immer betreiben. Erfahrungen hatte ich aber nicht. Da bin ich einfach ins kalte Wasser gesprungen.“ In die vierte Saison geht Schäfer nun bereits, 2015 hatte sie ein wahrlich schweres Erbe angetreten: Sie folgte mit ihrem Eisladen auf eine legendäre Wachenbucher Institution, die „Eis-Anni“.

Da eine Übernahme des Geschäfts an der Hainstraße nicht möglich war, baute Schäfer kurzerhand die Waschküche auf ihrem Hof in ein kleines, schmuckes Eisbüdchen am Feldrand in Wachenbuchen um. Neben der Eistheke gibt es im Hof auch Sitzgelegenheiten für die Gäste. Die kommen zumeist aus Wachenbuchen selbst. Auch viele Radfahrer, die von der Hohen Straße kommen, legen bei ihr einen Stopp ein und gönnen sich die kalte Süßigkeit. Vor allem an den Wochenenden im Sommer und an den Feiertagen ist eine Menge los.Jedes Jahr etwas neuesDas Sortiment des „Eis-Engels“ ist klein aber fein. Zwölf Sorten bietet sie an, darunter natürlich die Klassiker Erdbeere, Vanille und Schokolade. Um ihren Kunden aber auch Abwechslung zu garantieren, ändert Schäfer ihr Sortiment in jedem Jahr ein bisschen ab. Da sie ihr Eis von der Firma Köhler in Hainburg bezieht, ist das kein Problem. „Die haben über 35 Sorten im Angebot. So viele kann ich nicht anbieten. Deshalb wechsle ich immer mal wieder durch“, so Schäfer, die sich immer wieder etwas neues einfallen lässt. Eine Maschine, mit der man den Eiskugeln einen Schokohut aufsetzen kann, ist der neueste Hit, der vor allem bei den Kindern gut ankommt.

Wer Lust auf ein, mehrere Kugeln oder gleich einen ganzen Eisbecher hat und im kleinen Eisladen niemanden antrifft, muss freilich nicht enttäuscht den Heimweg antreten. Denn für diesen Fall ist extra eine Klingel angebracht, die Schäfer im Nachbarhaus benachrichtigt. Dann lässt sie auch mal das Mittagessen stehen, um die Wünsche ihrer Kunden zu erfüllen. „Ich drehe den Herd immer runter, damit nichts anbrennt“, berichtet sie schmunzelnd, „wenn jemand einen Milchshake will, kann das nämlich schonmal länger dauern“. Für den Eis-Engel ist das aber kein Problem.

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