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Einspringen verboten: Wartungsarbeiten im Maintalbad

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Seitlich einspringen ist im Maintalbad ohnehin verboten. Jetzt erst recht. Denn die Becken sind aufgrund von Wartungs- und Reparaturarbeiten geleert. Foto: Kalle
Seitlich einspringen ist im Maintalbad ohnehin verboten. Jetzt erst recht. Denn die Becken sind aufgrund von Wartungs- und Reparaturarbeiten geleert. Foto: Kalle

Maintal. Einmal auf dem Grund des Schwimmerbeckens stehen und den Kopf nicht mühsam über Wasser halten müssen. Das ist derzeit im Dörnigheimer Hallenbad möglich. Denn in den beiden Schwimmbecken befindet sich nicht ein einziger Tropfen Wasser.

Von Martina Faust

Die jährlichen Wartungs- und Reparaturarbeiten sind der Grund dafür, dass die Halle des Maintalbads zurzeit geschlossen ist und die Becken leer sind. „Die meisten Arbeiten lassen sich bei Befüllung nicht ausführen“, sagt Schwimmbadleiter Roland Allmannsdörfer und zeigt beispielhaft auf Fugen, die noch erneuert werden müssen. Auch der Austausch von Fliesen im Planschbecken funktioniert natürlich nur, wenn kein Wasser und keine Badenixen drin sind.Mit dem Start der Sommerferien begannen im Maintalbad die Arbeiten. Ein Großteil ist bereits abgeschlossen. Etwa die Grundreinigung der Becken. „Auf den Fliesen setzt sich nach einem Jahr nämlich ein Biofilm ab, den wir dann entfernen“, erklärt der Maintalbad-Chef. Auch die Reparatur der Unterwasserbeleuchtung ist nur in dieser Zeit möglich.Wartungsarbeiten betreffen auch „Herz des Schwimmbads“Die Wartungsarbeiten betreffen aber nicht nur Schwimmhalle sowie die angrenzenden Funktionsräume selbst, sondern ebenso die Katakomben darunter, das „Herz des Schwimmbads“, wie Roland Allmannsdörfer nicht ohne einen gewissen Stolz in der Stimme hinzufügt. Denn die Welt der unzähligen Rohrleitungen, riesigen Filter und Regelanlagen ist die seine. Der Leiter des Maintalbads ist nicht nur begeistert von der Welt über Wasser, sondern auch den komplexen technischen und physikalischen Zusammenhängen.Vier riesige Filter stehen im Technikraum. „Die sind aber zu drei Vierteln gefüllt mit Sand, Kies und Aktivkohle, und nicht mit Wasser“, erläutert Allmannsdörfer. Als Anschauungsmaterial nimmt er eine Hand voll von etwas, das gleich einem Sandhaufen neben dem geöffneten Filter für das Planschbecken lagert, das gerade gewartet wird. Daher musste das Filtermaterial entfernt werden und ist nun sichtbar. „Die schwarzen Partikel, das ist Aktivkohle, die das verbrauchte Chlor aus dem Wasser zieht“, erklärt Allmannsdörfer. Im Rahmen der Wartung wird diese nun nachgefüllt.30000 Liter Wasser sind dafür pro Filter notwendigAber auch unabhängig von den jährlichen Revisionsarbeiten werden die Filter einmal wöchentlich gespült. 30 000 Liter Wasser sind dafür pro Filter notwendig. Überhaupt ist der Wasserbedarf für ein Schwimmbad nicht unerheblich. Gut, dass das Maintalbad hier auf Brunnen- und nicht auf Trinkwasser zurückgreifen kann.„Allerdings ist dadurch die Wasseraufbereitung etwas aufwändiger“, fügt Roland Allmannsdörfer hinzu. Aus diesem Grund werden auch bereits Anfang kommender Woche die Schwimmbecken in der Halle wieder gefüllt. Immerhin 500 Kubikmeter Wasser passen ins Schwimmerbecken. Das entspricht mehr als 2000 randvollen Badewannen. Dieses Wasser wird zunächst aufbereitet – durch die neue Mess- und Regeltechnikanlage, die erst vor vier Wochen eingebaut wurde.Wasserqualität steigtAuf 15 000 Euro beziffert Allmannsdörfer die Kosten. Doch eine lohnende Investition aus Sicht des Badleiters. „Seitdem haben wir eine viel bessere Wasserqualität“, sagt Allmannsdörfer. Und die dürfen ab 8. August die Badegäste erleben, wenn das Hallenbad wieder öffnet – sofern die Lufttemperaturen in der Drei-Tages-Prognose unter 25 Grad liegen und das Freibad deshalb zu hat.

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