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DRK-Rettungswache: Finanzierung steht noch nicht

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An der Edisonstraße 1 sollen künftig Polizei und DRK-Rettungsdienst stationiert werden. Während die Beamten das Bürogebäude nutzen wollen, haben die Rotkreuzler einen Teil der Produktionshalle angemietet. Die geplanten Umbaumaßnahmen verzögern sich derzeit. Archivfoto: Kalle
An der Edisonstraße 1 sollen künftig Polizei und DRK-Rettungsdienst stationiert werden. Während die Beamten das Bürogebäude nutzen wollen, haben die Rotkreuzler einen Teil der Produktionshalle angemietet. Die geplanten Umbaumaßnahmen verzögern sich derzeit. Archivfoto: Kalle

Maintal. Eigentlich sollte die neue Rettungswache des Kreisverbands des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) an der Edisonstraße in Hochstadt bereits in Betrieb sein - eigentlich. Doch dann trafen die Kostenvoranschläge für die notwendigen Umbaumaßnahmen der Gewerbeimmobilie ein.

Von Martina Faust

Ob kleines Einfamilienhäuschen oder moderne Rettungswache. Das Prinzip ist das gleiche. Am Anfang stehen die Ideen, die dann vom Architekten mit dem Machbaren in Einklang gebracht werden.In der Folge können Angebote von Handwerksbetrieben für die verschiedenen Maßnahmen eingeholt werden – und dann staunt man manchmal nicht schlecht. Das kennt auch Stefan Betz, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands, aus jüngster leidvoller Erfahrung nur zu gut.Bezugstermin in weiter Ferne„Die wirtschaftliche Lage im Handwerk ist gut, entsprechend haben sich die Preise entwickelt. Das bedeutete für uns, dass wir Kostenschätzungen erhielten, die einer weiteren Finanzierung bedürfen“, erläutert er im Gespräch. Folglich haben die Umbaumaßnahmen der Gewerbeimmobilie an der Edisonstraße 1 im Gewerbegebiet Maintal-Mitte noch nicht begonnen, und auch der Bezugstermin ist in weite Ferne gerückt.„Wir hoffen, dass Anfang des neuen Jahres die Finanzierung steht, damit wir einen Bauantrag stellen können, um zum 1. April mit den Arbeiten beginnen zu können“, erläutert Betz. Schließlich stünden einige Maßnahmen an. „Das Objekt wurde nie als Rettungswache genutzt. Daher müssen wir die neue Raumaufteilung und notwendige technische Ausstattung selbst herstellen“, erklärt der DRK-Kreisgeschäftsführer.Polizei will im Sommer Standort wechselnDie Rotkreuzler wollen einen Teil der Produktionshalle mit Büro- und Lagerräumen nutzen. Das Bürogebäude an der Straße will indessen die Maintaler Polizei beziehen. Im Sommer möchten die Beamten von der Kirchgasse in Dörnigheim an die Edisonstraße wechseln. Dann wären Rettungsdienst und Polizei unter einem Dach, eine „ideale Kombination“, findet Stefan Betz.Seit Mitte August ist das Kreis-DRK, das seine Rettungswache zurzeit unter einem Dach mit dem Maintaler Ortsverein an der Berliner Straße in Dörnigheim betreibt und einen weiteren Rettungswagen im Bischofsheimer „Kleeblatt“ stationiert hat, Mieter der Immobilie. An dem neuen Standort wollen die Rotkreuzler ihre Einsatzfahrzeuge und hauptamtlichen Kräfte an einem zentralen Standort in Maintal zusammenführen.Drei Fahrzeuge19 hauptamtliche Rettungskräfte im Schichtbetrieb und drei Fahrzeuge sollen an der Edisonstraße stationiert werden. „Hinzu kommt ein Reservefahrzeug, damit bei einem technischen Defekt der Rettungswagen nicht erst in Hanau getauscht werden muss“, ergänzt Stefan Betz.Für die ehrenamtlichen Kräfte des Maintaler Ortsvereins ändert sich hingegen nichts. Sie bleiben in der Berliner Straße und können mit dem Auszug ihrer Kollegen zusätzliche räumliche Kapazitäten für ihre Arbeit nutzen.

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