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Auf drei Strecken gibt es ein höheres Risiko

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Der ADAC warnt für die Herbstmonate vor einer erhöhten Gefahr von Wildunfällen. Mit Blick auf Maintal lässt sich keine Häufung in bestimmten Monaten registrieren.  Foto: ADAC
Der ADAC warnt für die Herbstmonate vor einer erhöhten Gefahr von Wildunfällen. Mit Blick auf Maintal lässt sich keine Häufung in bestimmten Monaten registrieren. Foto: ADAC

Maintal. Der Herbst zählt zu den ungeliebten Jahreszeiten. „Regen und Nebel verschlechtern die Sicht und das Wild ist aktiver, sodass die Kollisonsgefahr zunimmt“, sagt Matthias Feltz, Vorsitzender des ADAC Hessen-Thüringen. Doch das kann Maintals Polizeidienstellenleiter Matthias Kessler nicht uneingeschränkt bestätigen.

Von Martina Faust

Er hat die Wildunfallmeldungen, welche die Maintaler Beamten zwischen Oktober 2014 und August dieses Jahres aufgenommen haben, studiert und festgestellt, dass sich „mit Ausnahme der Monate März und September in jedem Monat des Jahres Wildunfälle auf den Maintaler Straßen ereignen. Es gibt keinen Monat, der signifikant heraussticht“, sagt er. Anders sieht es bei den Strecken aus. Hier lässt sich auf einigen Straßen durchaus eine Häufung von Kollisionen mit Wildtieren registrieren. „Stark betroffen sind vor allem die L 3205 zwischen Bischofsheim und Niederdorfelden, die K 872 zwischen Wachenbuchen und Niederdorfelden auf Höhe des Hühnerbergs sowie die K 872 zwischen Wachenbuchen und Hanau-Hohe Tanne“, berichtet Matthias Kessler, wobei es insbesondere in den Nacht- und frühen Morgenstunden zu Zusammenstößen mit Wildtieren käme. Insgesamt seien es im Schnitt etwa 28 Wildunfälle, die sich jährlich in Maintal ereigneten. Eine Zahl, die „recht konstant ist“, wie der Dienststellenleiter kommentiert.Wichtiger als die Zahlen sind Matthias Kessler aber Tipps, die helfen können, einen Wildunfall zu vermeiden. „Nach Möglichkeit sollte man bestimmte Strecken oder Uhrzeiten meiden. Wo das nicht geht, sollte man eine angemessene Geschwindigkeit einhalten und bremsbereit sein“, erklärt er. Wer Wild am Straßenrand oder auf der Straße stehen sieht, sollte das Fernlicht ausschalten und das Tier durch Hupen verscheuchen. „Auf gar keinen Fall sollten Autofahrer ein Ausweichmanöver einleiten. Die Sache geht oft glimpflicher aus, wenn man auf das Wild zuhält, als wenn man versucht auszuweichen“, warnt der Dienststellenleiter.Lässt sich eine Kollision nicht vermeiden, gilt es, die Unfallstelle abzusichern und die Polizei zu verständigen. Die Maintaler Beamten sind unter Telefon 0 61 81/4 30 20 zu erreichen und können den Jagdpächter kontaktieren, der gegebenenfalls eine Nachsuche einleitet, wenn das verletzte Tier geflüchtet ist. „Auf gar keinen Fall sollte man sich dem Tier nähern, da es möglicherweise Krankheiten überträgt oder in Panik den Menschen verletzt“, mahnt Kessler und verweist darauf, dass die Beamten dem Fahrer weitere Verhaltenstipps geben, sobald er einen Wildunfall telefonisch meldet.

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