Stolzer Filmemacher: Dieter Ott ist seit über 20 Jahren Mitglied des Vereins der Bischofsheimer Schmalfilm- und Videofreunde. Foto: Jan Max Gepperth

Maintal

Dieter Ott spricht über die Leidenschaft des Filmemachens

Maintal. Film ist ein besonderes Medium. Wer geht nicht gern ins Kino und lässt sich von tollen Bildern und aufregenden Geschichten in eine andere Welt entführen?

Von Jan Max GepperthDie Leidenschaft zum Film ist auch bei den Bischofsheimer Schmalfilm- und Videofreunden ungebrochen groß. Die Mitglieder des 1963 gegründeten Vereins verbindet die Liebe zum Geschichtenerzählen und Bildergestalten. Sie verdienen damit zwar kein Geld, möchten aber auch nicht als Amateurfilmer bezeichnet werden, wie Dieter Ott erklärt: „Amateurfilmer klingt oft ein wenig abwertend. Wir bevorzugen die Bezeichnung Filmemacher im nicht-kommerziellen Bereich.“ Der abwertende Begriff der Amateurfilmer sei in der öffentlichen Wahrnehmung, so Ott, häufig ein Problem. „Doch das ist natürlich auch eine Form von Kunst“, stellt er klar.

Ott selbst ist bereits seit über 20 Jahren im Verein. Wenn der ehemalige Besitzer eines Fotofachgeschäfts in Offenbach von diesem besonderen Medium spricht, merkt man förmlich, wie seine Augen glänzen. „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“, schwärmt er von der Kraft der Bilder. Ott selbst konzentriert sich primär auf den Dokumentarfilm. „Ich könnte auch schreiben, aber ich will es in Bildern umsetzen“, erläutert er seine Leidenschaft fürs Filmemachen. „Das, was man recherchiert hat, dann in Bildern umzusetzen, ist das, was mich reizt.“

Verein will Filmemachern eine Bühne geben

Zwar schreibe er auch bei einem Dokumentarfilm vorher immer ein Drehbuch, aber es könne immer passieren, dass dieses während des Drehs angepasst werden müsse. „Wenn man dann neue Erkenntnisse kriegt, muss man etwas ändern. Das kann schon nerven, aber ich will ja diese Herausforderung. Es nervt also quasi positiv“, schmunzelt der Bischofsheimer.

Seine Filme stellt der Rentner dann gerne im Zuge des Vereinstreffs vor. „Jeder bringt dann seine Produkte mit und wir sprechen darüber“, so Ott. Die Filme werden dann von den anderen Mitgliedern kritisch analysiert. Anschließend werden auch Verbesserungsvorschläge gebracht. „Wenn jemand diese Form der Kritik jedoch nicht möchte, wird das auch respektiert“, stellt der Filmemacher klar, „wir wollen ja nicht, dass jemand den Spaß am Filmemachen verliert. Sondern jedem eine Bühne geben“. Daher sei Lob auch sehr wichtig. „Die Freude am Filmemachen darf nie kaputt gemacht werden!“, sagt er mit Nachdruck.

Öffentlicher Filmabend am 19. Oktober

Der Verein versteht sich als Treffpunkt für alle Leute, die Lust am Filmemachen haben. „Wenn man keine Ausrüstung hat, aber sich trotzdem ausprobieren möchte, so versuchen wir das auch möglich zu machen“, berichtet er. „Uns ist es einfach wichtig, dass die Leute ermutigt werden, Filme zu machen. Und wenn sie sich dann noch weiter entwickeln wollen, wäre das auch großartig“, sagt Ott abschließend.

Der nächste öffentliche Filmeabend der Schmalfilm- und Videofreunde findet am Samstag, 19. Oktober, um 19.30 Uhr im Haus der Begegnung, Rhönstraße 13, statt.

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