FDP-Ortsvorsitzender
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Die ehemalige Polizeistation in Maintal-Dörnigheim

Lokalpolitik

Der Vorsitzende der Maintaler FDP, Klaus Gerhard, kritisiert „Tatenlosigkeit der Verwaltung“

  • Mirjam Fritzsche
    vonMirjam Fritzsche
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„Der Magistrat lässt die ehemalige Polizeistation in der Dörnigheimer Kirchgasse verrotten“, entrüstet sich der FDP-Ortsvorsitzende Klaus Gerhard in einer Pressemitteilung über den mangelnden Einsatzwillen des Magistrats zur Erhaltung des Gebäudes. Das alte, unter Denkmalschutz stehende Schulgebäude in der Kirchgasse, welches bis Ende 2017 als Polizeistation genutzt wurde, stehe seitdem ungenutzt leer.

Maintal –Die Renovierung des Gebäudes ist seit April 2017 im Geschäftsgang der Stadtverordnetenversammlung, am 8. Mai 2017 gab es bereits einen Beschuss, das Gebäude zum Verwaltungsgebäude umzubauen, um Teile der Verwaltung darin unterzubringen.

„Es ist nicht einzusehen, dass in der Bischofsheimer Straße in Hochstadt jährlich für über 60 000 Euro Räumlichkeiten angemietet werden und gleichzeitig in der Kirchgasse wertvolle Gebäude, die im Eigentum der Stadt sind, nicht umgebaut werden“, so Klaus Gerhards Vorwurf an den Magistrat.

Hintergrund der Verärgerung des liberalen Stadtverordneten ist, dass in der Stadtverordnetenversammlung am heutigen Montag der Mietvertrag der Räume in der Raiffeisenbank verlängert werden muss, weil die Folge einer möglichen Kündigung zum 31. Dezember 2020 wäre, dass Teile der Verwaltung ab Januar ohne Obdach sind.

Klaus Gerhard

Die Renovierung des alten Polizeigebäudes werde bereits seit drei Jahren immer wieder aufgeschoben, obwohl die benötigten Mittel von insgesamt 2,5 Millionen Euro bereitstünden. „Ich kann nicht verstehen, aus welchem Grund die notwendigen Renovierungsarbeiten nicht in Angriff genommen werden“, weist Gerhard auf den aus seiner Sicht verantwortungslosen Umgang mit öffentlichem Eigentum und Steuergeldern hin. Besonders verärgert sei die FDP-Fraktion darüber, dass der Magistrat nun mit einer Vorlage komme, in der die Verlängerung des Mietverhältnisses in Hochstadt den einzigen Ausweg darstelle und somit die Stadtverordneten alternativlos zur Zustimmung geleitet würden, um die Tatenlosigkeit des Magistrates auszubügeln und abzusegnen.

„Wir werden dem Magistrat der Stadt Maintal weiterhin auf die lahmen Füße treten, damit zumindest bis Ende 2021 ein Umzug der Verwaltungs-Teile in das frisch renovierte Gebäude in der Kirchgasse erfolgen kann. Die Option einer sechsmonatigen Kündigung zum Jahresende für die angemieteten Räumlichkeiten werden wir dabei dann ebenfalls rechtzeitig beantragen“, erklärt Gerhard abschließend.  

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