Das Gesicht der MIG: Als Geschäftsführer der neuen Immobilien-Gesellschaft wird Daniel Schächtele ab sofort die Baulandschaft in Maintal mitgestalten. Foto: Scheck

Maintal

Daniel Schächtele ist Geschäftsführer der Immobilien-Gesellschaft

Maintal. Laut der Stadt Maintal waren mehr als 50 Bewerbungen eingegangen, zehn kamen in die engere Wahl und zum Vorstellungsgespräch, er bekam schließlich den Job: Am heutigen Montag wird Daniel Schächtele seine Arbeit als Geschäftsführer der Maintal Immobilien Gesellschaft mbH undamp; Co. KG (MIG) aufnehmen.

Von David Scheck

Die MIG ist das jüngste Mitglied in der „Familie“ der Tochtergesellschaften der Stadt Maintal, somit hat Schächtele keinen Vorgänger, der ihm beratend zur Seite stehen könnte – aber auch keinen, an dem er sich messen lassen muss. Maintal betritt mit seiner Immobilien-Gesellschaft Neuland und damit auch ihr Geschäftsführer.Der 40-Jährige ist Diplom-Bauingenieur und leitete bislang die Hanauer Niederlassung eines Frankfurter Unternehmens für Straßenbau- und Asphaltarbeiten. Bei seinem vorherigen Arbeitgeber war er im Hoch- und Schlüsselfertigbau tätig.

Ein Mann vom Fach

Er ist also vom Fach. Das merkt man auch an seinem Lebenslauf. In etlichen Praktika lernte er die praktische Seite des Bauhandwerks, zum Beispiel Wanddurchbrüche stemmen („Das gehört zur Bauingenieurausbildung.“). Angesprochen auf eine im Lebenslauf aufgeführte Hilti-Rebar-Schulung, antwortet Schächtele wie aus der Pistole geschossen: „Da geht es um die nachträgliche Einbringung von Bewehrungsstählen in bestehende Betonbauteile.“Der Laie mag bei diesen Begriffen staunen, doch ebenso wie der Fachmann ist er spätestens jetzt davon überzeugt, dass die Findungskommission, die eingesetzt worden war, um einen passenden Geschäftsführer für die MIG zu finden, wohl nicht die schlechteste Wahl getroffen hat. Immerhin setzte sich Schächtele auch gegen den Ersten Stadtrat Ralf Sachtleber durch, der sich bekanntlich ebenfalls auf den Posten beworben hatte. Eine Hypothek für die zukünftige Zusammenarbeit? Der neue MIG-Geschäftsführer glaubt, nein: „Ich gehe offen mit der Situation um.“

Schächtele ist ein Kind der Region: Geboren in Hanau, aufgewachsen in Dettingen, Abitur an der Hola, Studium in Frankfurt, Arbeit in Hanau und nun in Maintal. Mit seiner Frau und seinen zwei Kindern lebt er in Mühlheim. „Weit weg bin ich nicht gekommen“, stellt er beim Blick auf seinen Werdegang selber fest. Dafür kennt er sich hier aus, weiß Bescheid über die Situation auf dem Immobilienmarkt in der Region östlich von Frankfurt – Faktoren, die bei seiner neuen Tätigkeit auch eine Rolle spielen werden. Und er kennt Maintal: „Mein erstes Praktikum war im Rahmen von Bauarbeiten im Bürgerhaus Hochstadt.“ Darüber hinaus hatte es ihn aus beruflichen Gründen in der Vergangenheit aber noch nicht nach Maintal geführt – was ihn selbst erstaunt.

Nähe zum Arbeitsplatz

Die Nähe hat noch mehr Vorteile: „Ich möchte am liebsten mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren“, kündigt er an. Das scheint machbar, denn für ihre Arbeit hat die MIG ein Büro im Gewerbegebiet Ost in Dörnigheim angemietet. Von Mühlheim über die Schleuse Kesselstadt und schon ist er im Büro. Aber auch längere Strecken mit dem Rad zur Arbeit würde Schächtele wahrscheinlich meistern – seiner Begeisterung für Sport sei Dank. Im Winter geht er gerne Ski laufen, rodeln, Schneeschuhwandern, im Sommer macht er Stand-up-Paddling. „Früher war ich auch im Ruderverein aktiv“, sagt der Diplom-Ingenieur, „leistungssportmäßig“, schiebt er noch bescheiden hinterher.Nach über sechs Jahren als Niederlassungsleiter nun also der berufliche Wechsel. Durch Zufall habe er die Stellenausschreibung entdeckt, sagt Schächtele. Er fand sie ansprechend und bewarb sich.

Die MIG, das ist im Grunde ein Start-up. Außenstehende sollten sich vom Begriff Gesellschaft nicht blenden lassen: Denn Schächtele startet zunächst nur mit einer weiteren Mitarbeiterin. Am heutigen Montag ist der erste Arbeitstag des Duos. Und Arbeit gibt es für die Maintal Immobilien-Gesellschaft ab sofort sicher jede Menge.

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