Insgesamt hat der Entwurf für den Etat 2019 der Stadt Maintal ein Volumen von knapp über 100 Millionen Euro. Symbolfoto: Pixabay

Maintal

Bürgermeisterin Monika Böttcher legt Haushaltsentwurf vor

Maintal. Es ist September und die Maintaler Stadtverordnetenversammlung tagt: Seit drei Jahren heißt das, der Magistrat legt seinen Haushaltsentwurf für das kommende Jahr vor.

Von David Scheck

Was Bürgermeisterin Monika Böttcher (parteilos) dem Gremium am Montagabend im Bürgerhaus Bischofsheim präsentierte, kann sich sehen lassen. Wie in den Vorjahren fällt das kalkulierte Ergebnis mit einem Überschuss von 1,56 Millionen Euro positiv aus.

Das Gesamtvolumen des geplanten Etats liegt bei knapp 100,1 Millionen Euro und überschreitet damit erstmals die dreistellige Millionengrenze. Die Investitionen belaufen sich auf 27,1 Millionen Euro, von denen 14,9 Millionen über Kredite finanziert werden.

Knapp 100 Millionen Euro Ausgaben

Den größten Batzen bei den Erträgen von etwa 100 Millionen Euro macht mit 27,1 Prozent der Gemeindeanteil an Steuereinnahmen aus. Zweitgrößte Einnahmequelle der Stadt Maintal ist die Gewerbesteuer (21,3 Prozent). Die Schlüsselzuweisungen durch den Kommunalen Finanzausgleich (KFA) haben einen Anteil von 15,3 Prozent. Die Grundsteuern A und B machen mit 6,4 Prozent übrigens den kleinsten Anteil am gesamten „Kuchen“ aus.

Die Aufwendungen, also Ausgaben, haben ein Volumen von rund 98,5 Millionen Euro. Platz eins belegen die Umlagen (Kreis- und Schulumlage) mit 35,6 Prozent, Platz zwei die Personalkosten (28,1 Prozent), Platz drei Sach- und Dienstleistungen (20,7 Prozent).

Zusätzliche Stellen geplant

Die Ausgaben für Personal zeugten davon, welchen Stellenwert die Mitarbeiter der Stadtverwaltung und städtischen Einrichtungen hätten, so Böttcher. Diese sollen im kommenden Jahr verstärkt werden, wie das Stadtoberhaupt ausführte. So seien insgesamt 18,5 zusätzliche Stellen geplant, von denen allein zehn in der neuen Kita Eichenheege vorgesehen seien, die 2019 gebaut werden soll. Der Blick bei den Investitionen richtet sich auf den Zeitraum von 2018 bis 2022 und umfasst für diese Jahre insgesamt 88 Millionen Euro.

Hauptanteil hat dabei der Kanal- und Straßenbau mit 28,3 Millionen Euro, gefolgt vom Bereich Kinder, Familie und Jugend (14,7 Millionen Euro). In Letzterem inbegriffen ist der Neubau der beiden Kitas an der Eichenheege in Dörnigheim (kalkulierte Kosten 5,6 Millionen Euro) sowie in Bischofsheim (3,5 Millionen Euro), außerdem die Erweiterung des Familienzentrums Ludwig-Uhland-Straße (2,2 Millionen Euro).

Fördersumme aus der Hessenkasse

Der Geldtopf für die Bauflächenentwicklung in Höhe von 10,5 Millionen Euro soll in die Erweiterung des Gewerbegebiets West in Bischofsheim fließen. Weiteres wesentliches Investitionsvorhaben ist das Maintalbad, für das zunächst im Haushaltsentwurf 8,7 Millionen Euro veranschlagt sind. Zur Zukunft des städtischen Schwimmbads ist eine Machbarkeitsstudie erstellt worden, die laut Böttcher noch in diesem Jahr den Stadtverordneten vorgestellt werden soll.

Mit der Fördersumme von etwa 9,2 Millionen Euro aus der Hessenkasse (rund 8,3 Millionen Euro vom Land Hessen, rund 930 000 Euro Eigenanteil) will der Magistrat bekanntlich zum einen das Bürgerhaus Bischofsheim sanieren (Kostenpunkt 7,5 Millionen Euro). Die Restsumme von etwa 1,8 Millionen Euro soll in den Straßenbau fließen.

In einer ganztägigen Sitzung beschäftigte sich gestern der Haupt- und Finanzausschuss erstmals mit dem von der Bürgermeisterin vorgelegten Entwurf im Detail. Es folgen weitere Beratungen und – möglicherweise – in der Novembersitzung eine Verabschiedung des vom Magistrat vorgeschlagenen oder von den Fraktionen geänderten Haushalts 2019.

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