Neues Gesicht im Maintaler Rathaus: Gestern hatte der Erste Stadtrat Karl-Heinz Kaiser seinen ersten ersten Arbeitstag. Seine Aufgabenbereiche sind allerdings andere als die seines Vorgängers Ralf Sachtleber (parteilos).
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Neues Gesicht im Maintaler Rathaus: Gestern hatte der Erste Stadtrat Karl-Heinz Kaiser seinen ersten ersten Arbeitstag. Seine Aufgabenbereiche sind allerdings andere als die seines Vorgängers Ralf Sachtleber (parteilos).

Lokalpolitik

Böttcher übernimmt Stadtentwicklung: Dezernate zwischen Bürgermeisterin und Erstem Stadtrat neu verteilt

  • Carolin-Christin Czichowski
    vonCarolin-Christin Czichowski
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Mit dem ersten Arbeitstag des neuen Ersten Stadtrats Karl-Heinz Kaiser (SPD) ging gestern auch eine neue Aufteilung der Arbeitsbereiche auf die beiden Dezernenten einher. So übernimmt Bürgermeisterin Monika Böttcher (parteilos) künftig die Stadtentwicklung, für die die letzten zwölfeinhalb Jahre Kaisers Vorgäner Ralf Sachtleber (parteilos) zuständig war.

Maintal – Die Stadtverwaltung begründet diese Entscheidung laut Mitteilung damit, dass die Bürgermeisterin bereits in die Projekte im Bereich Stadtplanung und Stadtentwicklung eingearbeitet sei.

„Zusätzliche Wohngebiete, eine weitere Kita, ein neues Schwimmbad und Bürgerhaus sowie die Erweiterung des Gewerbegebiets West in Bischofsheim: Maintal investiert in den kommenden Jahren erheblich in eine moderne und attraktive Infrastruktur. Um diese Projekte erfolgreich weiterzuentwickeln, verzahnt Bürgermeisterin Monika Böttcher die Fachbereiche enger miteinander, indem sie die Dezernate neu gliedert“, heißt es in der Mitteilung.

Wesentliche Neuerung: Das Dezernat I unter der Leitung der Bürgermeisterin umfasst künftig den Fachbereich Stadtentwicklung, der bislang zum Dezernat II des ausgeschiedenen Ersten Stadtrats Sachtleber gehörte. Die Fachbereiche „Hauptverwaltung“, „Finanzen, Beteiligungen und Steuern“ sowie „Kinderbetreuung“ bleiben weiterhin im Dezernat I.

Maintal: Bürgermeisterin hat sich intensiv in die Breite des Themenfelds eingearbeitet

„Diese Entscheidung ist eine Entscheidung für Kontinuität in der Stadtentwicklung, die langfristig angelegt ist. Seit meinem Amtsantritt bin ich in die wesentlichen Planungen eingebunden und habe mich intensiv in die Breite des umfangreichen Themenfelds eingearbeitet“, wird Böttcher in der Mitteilung zitiert.

Eine Neuordnung der Verantwortlichkeit sei deshalb naheliegend und konsequent, um die Prozesse reibungslos fortzusetzen. Die neue Gliederung der Dezernate verknüpfe zudem die beteiligten Fachbereiche enger miteinander und schaffe dadurch Synergieeffekte.

Am Beispiel des Ausbaus der Kinderbetreuung wird dies nach Ansicht der Bürgermeisterin besonders anschaulich. „Mit der Erweiterung bestehender und dem Bau neuer Kitas und Familienzentren entwickeln wir die Betreuungsangebote sowohl quantitativ als auch qualitativ im Sinne der frühkindlichen Bildung weiter.“

Angepasste Zuständigkeit würde wichtige Bereiche in Maintal zusammenführen

Durch die angepassten Zuständigkeiten werde die komplette Planung der Bauvorhaben, deren Finanzierung, aber auch die Entwicklung pädagogischer Konzepte und die personelle Ausstattung künftig in einem Verantwortungsbereich zusammengeführt.

Ein wichtiger Schritt in diese Richtung wurde bereits im April 2019 mit der Einführung eines Baukostencontrollings übernommen. Angesiedelt im Fachbereich „Finanzen“ wird dort die Einhaltung des Budgets für sämtliche Hochbaumaßnahmen, die der Fachbereich „Stadtentwicklung“ plant und umsetzt, kontrolliert. Indem Böttcher die Verantwortung für diese beiden Fachbereiche in ihrem Dezernat bündelt, festigt sie die enge Verzahnung – zugunsten einer stetigen und möglichst zügigen Realisierung der verschiedenen Bauprojekte.

Das Dezernat II des neuen Ersten Stadtrats Karl-Heinz Kaiser, der gestern seinen ersten Arbeitstag im Rathaus hatte, umfasst wie bisher die Fachbereiche „Sicherheit und Ordnung“ sowie „Soziales“. Zudem kommen der Fachbereich „Jugend, Bildung, Kultur und Vereine“ sowie der Eigenbetrieb Betriebshof dazu, die bislang zum Dezernat der Bürgermeisterin gehörten.

Maintal: Neuer Erster Stadtrat will auch Wert auf die Ausrichtung der Bereiche legen

Die Prioritäten des neuen Ersten Stadtrates werden neben der Budgetplanung für 2021 in den vom ihm zu verantwortenden Fachbereichen auch auf der Ausrichtung dieser liegen. „Hierbei wird es unter anderem darum gehen, die soziale Kompetenz der Stadt Maintal für ihre Bürgerinnen und Bürger auszubauen und zu stärken. Im Bereich Sicherheit und Ordnung gilt es unter anderem die Balance zwischen dem öffentlichen Sicherheits- und Ordnungsbedürfnis und dem Umsetzbaren zu finden“, so Kaiser laut Mitteilung. Im Eigenbetrieb Betriebshof werde der Erste Stadtrat sich einbringen, diesen zukunftssicher gestalten unter Beibehaltung der Wettbewerbsfähigkeit.

„In der Umsetzung seiner Vorstellungen und Ideen baut Kaiser unter anderem auf die motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung als auch auf die frühzeitige Abstimmung mit den Gremien der Stadt, um Vorhaben zeitnah und transparent angehen zu können“, heißt es weiter.

„Ich freue mich darauf, die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen gemeinsam mit Karl-Heinz Kaiser als Erstem Stadtrat im konstruktiven Miteinander und zielführender Zusammenarbeit anzugehen“, wird Böttcher zitiert.

Im lebendigen Dialog mit Verwaltung, Politik und Bürgerschaft solle sich die Stadt weiterentwickeln – „als liebenswerte Heimat für die Menschen, die hier leben, und als attraktiver Wirtschaftsstandort.“  ccc

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