Die Referenten des Neujahrsempfangs: Andreas Frölich (links) von der Leitbildgruppe „Ortsmitte Wachenbuchen“ sprach über die Entwicklung des Areals rund ums Willi-Fischer-Haus, Klaus Karber (rechts) von seinen Eindrücken beim Iron Man auf Hawaii. Foto: Habermann

Maintal

Blasorchester bekommt Tipps vom Ironman

Maintal. Das Blasorchester Wachenbuchen (BOW) ist ohnehin ein Garant für exquisite Blasmusik, in diesem Jahr will es noch höher hinaus: bei einem Wertungsspielen vor einer Jury im kommenden Juni. Beim Neujahrsempfang im Willi-Fischer-Haus gab ein echter Ironman Tipps, wie man sich auf Höchstleistungen am besten vorbereitet.

Von Rainer Habermann

Klaus Karber heißt der Supersportler, in seiner Altersklasse (55 bis 59 Jahre) hatte er beim Hawaii-Triathlon 2017, besser bekannt als Iron Man, mit den Treppchen-Positionen beim Rennen im Oktober verständlicherweise nicht zu tun. Und trotzdem ist die Leistung des (früheren) Kewa-Fußballers gar nicht hoch genug einzuschätzen, denn mehr als 2300 Teilnehmer starteten auf knapp vier Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und zusätzlich der Marathon-Distanz von 42,195 Kilometer Laufen. Doch sein persönlicher Erfolg stand gar nicht im Mittelpunkt bei der Neujahrsfeier des BOW: vielmehr Karbers Weg dorthin.

Plan B wichtig bei Sport und Musik

Da tun sich viele Parallelen zwischen Sport und Musik auf: wenn man sie ernst nimmt und Spitzenleistungen erbringen will. Denn neben „ironmäßigem“ Willen gehören auch ganz profane Dinge zu den Vorbereitungen (Proben) auf sportliche – oder musikalische – Höchstleistungen, wie Karber in seinem Multimedia-Vortrag im Willi-Fischer-Haus sehr anschaulich darstellte. „Durchhalten und Dranbleiben“ lautet die Devise des Athleten, und „immer einen Plan B haben“.

Ob unmittelbar vor dem Start, in der taktischen (also kurzfristigen) oder der strategischen (langfristigen) Planung: Es kommt immer darauf an, optimal zu trainieren und voll bei der Sache zu sein. Das gefiel dem Blasorchester-Vorsitzenden Wolf-Günter Koch gut, könnte der Probenplan des Orchesters bis zum großen Wertungsspielen im Juni doch glatt von Karbers Trainingsagenda abgeschrieben sein. Und einen Plan B, etwa für falsch gespielte Noten, oder wenn ein Bläser mal hängen bleibt und die Partitur vom Notenständer fällt, den gab es auch vom Sportler: „Durchhalten und Spaß haben!“ Womit wohl gemeint war: Musik wie Sport sind herrlich menschlich.

Auch Stadtleitbild ein Thema

Die Gäste beim Neujahrsempfang, unter ihnen Landrat a. D. Karl Eyerkaufer mit seiner Gattin, Maintals Stadtverordnetenvorsteher Karl-Heinz Kaiser und der städtische Kulturbeauftragte Jochen Spaeth, goutierten so nicht nur die Schnittchen vom Büfett, sondern auch den Vortrag des drahtigen „Iron Man“ Karber. Und den eines weiteren, zwar nicht „eisernen“ Menschen, dafür aber „eisern dranbleibenden“ im Prozess der Stadtleitbild-Entwicklung: Andreas Frölich von der Leitbildgruppe „Ortsmitte Wachenbuchen“ (ein gesonderter Beitrag dazu folgt). Darüber hinaus fanden die Vorführungen der eigenen Saxofonisten des Blasorchesters, sowohl im Terzett wie im Quintett, begeisterten Applaus.

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