Kampf gegen die Hitze: Björn Dussa (Startnummer 2370) hat eisenhart gekämpft. Foto: TAP

Maintal/Frankfurt

Björn Dussa hat beim Ironman alles gegeben und das Ziel erreicht

Maintal/Frankfurt. Björn Dussa hat die Hitze beim Ironman zugesetzt. Dennoch schaffte der 48-Jährige es gestern in einer Zeit von 14:48:20 Stunden ins Ziel: „Mein Ziel unter 13 Stunden das Rennen zu beenden, habe ich schon vor ein paar Wochen abgeblasen.“

Von Sabrina KwasniokNach dem Schwimmen, Dussas Lieblingsdisziplin, kam der 48-Jährige im Mittelfeld aus dem Langener See. Dann ging es aufs Rad, worauf er sich nicht unbedingt wohlfühlt.

„Es ist immer ein doofes Gefühl, recht gut aus dem Wasser zu kommen und sich dann immer überholen lassen zu müssen.” Am Ende brachte der 48-Jährige noch einen aufopfernden Lauf zustande und schaffte es kurz vor Zielschluss über die Linie.

Hinter dem Bruder gelandet

Sein Bruder Thorsten landete mit einer Zeit von 12:39:45 Stunden vor ihm. Dussa ist erst seit wenigen Jahren Triathlet. Dennoch nahm er gestern am Ironman in Frankfurt teil. Neben Topathleten wie Jan Frodeno und Patrick Lange stellte er sich dem Hitzekampf rund um die Großstadt.

Trotz aller Hürden und der sengenden Hitze schaffte es der 48-Jährige es ins Ziel – und war am Ende heilfroh über diesen Erfolg.

Am Triathlon begeistert den 48-Jährigen, dass es kein Mann-gegen-Mann-Kampf gibt. „Es ist immer ein Kampf gegen sich selbst. Anders als bei anderen Sportarten, hat man keinen direkten Gegner”, so Dussa vor dem Start. „Man setzt sich immer seine eigenen Ziele.”

Bis jetzt hat Dussa um die 15 Triathlons absolviert. Der schönste Triathlon war für den Bergen-Enkheimer, wie für seinen Bruder Thorsten, der City-Triathlon in Frankfurt. „Die Atmosphäre ist einfach toll.“

Der größte Erfolg war für Dussa bislang eine Mitteldistanz, die er in einer Zeit von 5:30 Stunden beenden konnte. Björn Dussa ist erst seit wenigen Jahren aktiver Triathlet. Vor fünf Jahren nahm er gemeinsam mit seinem Bruder aus Spaß am Zehn-Freunde-Marathon in Bergen-Enkheim teil – nahezu untrainiert. Denn zuvor hat der 48-Jährige nahezu keinen Sport gemacht – vielleicht ein paar Läufe am Wochenende.

Aktiv seit 2016

Erst 2016 fing er aktiv mit dem Triathlon-Training an. Wie die meisten Hobby-Triathlten trainiert Dussa rund 15 Stunden in der Woche. Vor der Arbeit geht der Speditionskaufmann entweder zum Laufen oder Schwimmen, an den Wochenenden ist Radfahren angesagt.

Zudem geht der 48-Jährige ab und an gemeinsam mit seiner Freundin laufen. „Ich bin froh, dass sie mein Hobby akzeptiert und immer am Rand der Strecke mitfiebert“, erzählt Dussa. Mit dem Ironman in Frankfurt hat sich jetzt ein großer Traum für Dussa erfüllt. Doch schon im Vorfeld war er skeptisch, was die Außentemperaturen am Sonntag anging. „Es wird heiß, und ich hoffe eigentlich nur irgendwie ins Ziel zu kommen”, setzte sich Dussa sein Ziel.

Bei Höchsttemperaturen von 38 Grad ging es am Sonntag für die Athleten auf die Strecke. Selbst Profis, die diese Temperaturen eigentlich von anderen Triathlons weltweit gewohnt sind, hatten ihre Probleme.

Für Dussa geht es jetzt verdientermaßen erstmal in die Erholungsphase. Dann wird geschaut, wie es in der nächsten Saison weitergeht. „Ich werde im Herbst noch ein paar kleinere Triathlons absolvieren, dann mal schauen was passiert.“

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