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Biergarten wird aufgewertet - Ideen für Volksbankgelände

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Der Biergarten der Gastronomie im Wachenbucher Bürgerhaus soll durch Umbauten aufgewertet werden. Die örtliche Stadtleitbildgruppe hat ihre Idee einer neuen Tür für einen besseren Zugang zum Biergarten durchgesetzt. Foto: Kalle
Der Biergarten der Gastronomie im Wachenbucher Bürgerhaus soll durch Umbauten aufgewertet werden. Die örtliche Stadtleitbildgruppe hat ihre Idee einer neuen Tür für einen besseren Zugang zum Biergarten durchgesetzt. Foto: Kalle

Maintal. Der Biergarten der Gastronomie im Wachenbucher Bürgerhaus wird durch einen Umbau aufgewertet. Hier hat die Stadtleitbildgruppe „Ortsmitte Wachenbuchen“ ihre Idee durchgesetzt. Schon jetzt sammelt sie fleißig Vorschläge für die Neugestaltung des Volksbankgeländes.

Von Monica Bielesch

„Das ist eine riesige Chance für Wachenbuchen, davon haben wir bisher nicht zu träumen gewagt.“ Andreas Frölich, Pate der Stadtleitbildgruppe „Ortsmitte Wachenbuchen“, zeigte sich bei einem Treffen der Gruppe geradezu euphorisch ob der guten Nachricht, dass die Stadt nun das seit einem Jahr leerstehende, alte Volksbankgebäude gekauft haben soll.

Zum Treffen der Stadtleitbildgruppe kamen neben Frölich noch acht Wachenbucher ins Willi-Fischer-Haus, um über die anstehenden, ersten konkreten Ergebnisse des Leitbildprojekts zu diskutieren. Manchmal sind bei den Treffen bis zu 20 Wachenbucher dabei.Sommerpause nutzenAus der städtischen Bauleitplanung stellte Jörg Wuff zu Beginn des Abends die neuesten Pläne zum Umbau des Biergartens am Bürgerhaus vor. Dort soll schon in der kommenden Woche mit den Vorarbeiten begonnen werden, um die Sommerpause des Wirts zu nutzen.An der Außenwand des Kollegraums, die zum Biergarten zeigt, wird die Wand aufgebrochen, um einer Tür Platz zu machen. Denn Ziel ist es, dass der Wirt direkt vom Kollegraum in den Biergarten gelangt. „Aus dem Fenster kann er dann auf den Biergarten schauen“, verdeutlicht Frölich.Rampe soll Höhenunterschied überwindenDer Außenbereich der Gastronomie soll ab Oktober gestaltet werden. Dabei gilt es, einiges zu bedenken. So soll eine Rampe den Höhenunterschied vom Biergarten zum Eingang der Gastronomie überwinden. Diese Lösung sei nicht nur im Hinblick auf behinderte Menschen, sondern auch auf Kinderwagen und Rollatoren wichtig, so Frölich. Auch der Bodenbelag soll multifunktional sein, müssen doch auch die Weihnachtsmarktbuden dort Platz finden. Überhaupt versucht die Stadtleitbildgruppe, alle Einwohner zu bedenken. Das gilt vor allem für die Ideen zur Neugestaltung des Volksbankgeländes. Umgehend sollte der Magistrat nun nach dem Kauf des Gebäudes den Abriss veranlassen, formulierte Frölich den Wunsch der Stadtleitbildgruppe, sowie Gelder in den Haushalt 2018 einstellen.Viele Wünsche formuliertErster Stadtrat Ralf Sachtleber bestätigte auf Nachfrage unserer Zeitung, dass ein Beschluss zum Kauf des Gebäudes vorliegt, da es gelungen sei, ein passendes Angebot mit der Volksbank zu verhandeln. Mit dem Abriss des Gebäudes rechnet er für Anfang 2018. Danach werde sich zeigen, welche Nutzungsmodelle denkbar seien und ob ein Investor oder die Stadt selbst das Gelände entwickeln werde.Trotzdem wurden beim Treffen der Stadtleitbildgruppe schon jetzt viele Wünsche formuliert. Etwa der Wunsch nach einer Tiefgarage, die unter einem möglichen neuen zweigeschossigen Gebäude Platz finden soll. Der Magistrat wird gebeten, diesen Wunsch inklusive der möglichen Kosten zu überprüfen. Vieles denkbarFür Frölich steht jetzt schon fest: „Die Stadt hat das Gelände gekauft, sie will es selbst entwickeln, das ist eine super Ausgangslage für uns.“ Die Stadtleitbildgruppe könnte nun ihre Vorschläge anbringen, wie dieses städtebauliche „Filetstück“ gestaltet werden könnte.Und denkbar ist vieles: Öffentliche Toiletten, Nutzung des Parkplatzes für Veranstaltungen. Auch ein Gesundheitszentrum schwebt den engagierten Bürgern vor, im Keller Lager- und Büroräume für die Freien Turner, ein Lese-Café und ein kleines Gründerzentrum. Der Gruppen-Pate Frölich hat Visionen und fordert seine Mitstreiter auf: „Wir müssen alles denken!“ Einschränkungen lässt er nicht gelten: „Das macht den Kopf eng.“"Wir denken ein Gesamtkonzept"Ein Kunstwerk könnte vor dem neuen Gebäude stehen. „Das schafft Identifikation“, so Frölich und stellt sich eine Zusammenarbeit mit der Stadtleitbildgruppe „Maintal Kulturell“ zu diesem Thema vor. Auch einen Jugendkeller schreibt die Gruppe auf die Wunschliste. Denn für die Wachenbucher Jugend gebe es nicht viele Alternativen im Ort. Wenn ein freier Träger gefunden würde, wären sogar Zuschüsse von der Stadt zu erwarten.Ein Hospiz könnte Platz finden und im Erdgeschoss ein Ladenlokal. Frölich weist darauf hin, dass alle Ideen miteinander zusammenhängen und Synergien bezüglich personeller Ressourcen möglich seien. „Wir denken ein Gesamtkonzept.“

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