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Benjamin Knorr wird neuer Dirigent beim Musik-Corps Bischofsheim

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Der Trompetenlehrer und Musiker der Frankfurter Philharmonie Benjamin Knorr (links) wird neuer Dirigent beim Bischofsheimer Musik-Corps. Er löst Dennis Langner ab, der dieses Amt nach drei Jahren aus Zeitgründen aufgibt. Foto: Heschek
Der Trompetenlehrer und Musiker der Frankfurter Philharmonie Benjamin Knorr (links) wird neuer Dirigent beim Bischofsheimer Musik-Corps. Er löst Dennis Langner ab, der dieses Amt nach drei Jahren aus Zeitgründen aufgibt. Foto: Heschek

Maintal. Dennis Langner dirigierte drei Jahre lang das Musik-Corps Bischofsheim. Nun übernimmt Trompetenlehrer Benjamin Knorr diese Position. Mitte November fand die Stabübergabe an Knorr statt. Im Gespräch mit unserer Zeitung erzählen beide von ihren Beweggründen.

Von Carolin Heschek

Dennis Langner ist mittlerweile schon seit 15 Jahren Mitglied im Verein, seit gut zehn Jahren spielt der Bischofsheimer im großen Orchester mit.

Der Dirigentenwechsel wurde nötig, weil Langner, Student an der Goethe-Universität in Frankfurt, im März seine Master-Arbeit schreibt. Und da Knorr bereits in der Vergangenheit angefragt worden ist, die Leitung des Bischofsheimer Orchesters zu übernehmen, kam er als Nachfolger Langners quasi automatisch in Frage.

Man kennt sichBisher fehlte ihm die nötige Zeit, weil er auch ein Orchester in Seligenstadt dirigierte. Die Proben seien zeitgleich gewesen, berichtet der freiberufliche Trompetenlehrer. „Da ich jedoch jetzt bei diesem Orchester im Januar aufhöre, habe ich ja nun Zeit.“ Knorr kennt das Musik-Corps gut: Der 37-Jährige hat bereits an Sonderproben teilgenommen, an Probewochenenden als Trompetenlehrer mitgemacht und Langner bei Konzerten als Dirigent zur Seite gestanden.

Knorr hat eine Ausbildung an der Berufsfachschule für Musik im bayrischen Bad Königshofen absolviert. Seit zwölf Jahren arbeitet er als Trompetenlehrer beim Musik-Corps.

Learning by doingVor drei Jahren hatte Langner das Orchester durch die Übernahme des Dirigats gerettet, das sich kein anderer für diese Aufgabe fand. Eine Ausbildung zum Dirigenten hat der Student zwar keine. Aber er konnte auf seine langjährige Musiker-Erfahrung bauen. Als „Learning by doing“ bezeichnet er rückblickend diese Lernphase.

Langner sieht dem Ende seiner Aufgabe mit einem weinenden und einem lachenden Auge entgegen: „Es hat Spaß gemacht. Es war eine große Erfahrung, vor dem Orchester zu stehen und die Verantwortung für alles zu tragen. Es war aber auch eine Herausforderung: Man muss Stücke aussuchen, Konzerte vorbereiten, die ganze Planung machen. Das zerrt an den Nerven“, berichtet er. Froh ist er nun darüber, zum neuen Jahr selbst wieder im Musik-Corps spielen zu können. Auch wenn der fleißige Musiker zusätzlich noch in drei anderen Orchestern in Frankfurt und Bad Vilbel tätig ist.

Musikalisches MultitalentVerabschiedet wurde Langner beim Herbstkonzert Mitte November. Damals wurde die offizielle Stabübergabe an Knorr gefeiert. Das letzte Stück des Konzerts hat Knorr dirigiert. Seine erste reguläre Probe wird Anfang Januar stattfinden. Ihm macht das Dirigieren Spaß, weil er etwas weitergeben kann. Von Ideen und Wissen bis hin zur musikalischen Gestaltung.

Knorr schätzt die Arbeit mit dem Bischofsheimer Orchester. „Es ist im Altersdurchschnitt ein sehr junges Orchester“, freut er sich. Sein Hauptinstrument ist die Trompete. „Und ansonsten quasi alles, was zur Trompetenfamilie gehört, plus Klavier und Keyboard“, so der neue Taktgeber.

Proberaum gesuchtDie Suche nach einem Dirigenten war erfolgreich, eine Herausforderung hat das Bischofsheimer Orchester jedoch noch zu meistern. Denn zurzeit finden die Proben im ehemaligen Jugendzentrum statt (wir berichteten). Gespräche zwischen dem Vorstand des Orchesters und der Stadt Maintal laufen, nach Alternativen wird gesucht.

„Wir haben natürlich schon einiges abgeklappert: Gemeindezentren, Industriegebiete. Wir müssen schauen, was in Frage kommt“, so Langner. Wichtig sei, dass die Proben weiterhin in Bischofsheim stattfinden könnten. „Wir sind nun mal das Musik-Corps Bischofsheim und nicht das Musik-Corps 'Wo Platz ist'“, beschreibt er die Situation schmunzelnd. Umso dankbarer sei der Verein mit rund 35 aktiven Mitgliedern nun, im ehemaligen Jugendzentrum Bischofsheim proben zu dürfen. Wie lange das gestattet sei, sei jedoch noch unbekannt.

Der neue Dirigent

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