1. Startseite
  2. Region
  3. Maintal

Am Bahnhof Maintal-Ost entsteht ein Dienstleistungszentrum

Erstellt: Aktualisiert:

So könnte das Dienstleistungszentrum aussehen: 2014 stellte die Stadtleitbildgruppe „Maintal Entree“ diese Präsentation vor. Dieses Modell wäre laut Erstem Stadtrat Ralf Sachtleber die größtmögliche Variante. Grafik: ammon+sturm
So könnte das Dienstleistungszentrum aussehen: 2014 stellte die Stadtleitbildgruppe „Maintal Entree“ diese Präsentation vor. Dieses Modell wäre laut Erstem Stadtrat Ralf Sachtleber die größtmögliche Variante. Grafik: ammon+sturm

Maintal. Die Ideen für ein neues, zentrales Rathaus, das im Bereich des Bahnhofs Maintal-Ost in Dörnigheim hätte entstehen können, sind inzwischen zu den Akten gelegt. Von diesen Überlegungen übrig geblieben ist das geplante Bürger- und Dienstleistungszentrum. Noch in diesem Jahr soll die Umsetzung des Projekts beginnen.

Von David Scheck

Verwaltung sollte bürgernah sein – unter anderem diese Vorstellung steckt hinter den Planungen eines zentral und gut erreichbar gelegenen Bürger- und Dienstleistungszentrums. Nun ist es in einer zusammengewürfelten Kommune ohne originäre Kernstadt wie Maintal schwierig, einen wirklich zentralen Standort zu finden. Bei den Überlegungen fiel die Wahl auf das Areal am Bahnhof Maintal-Ost. Denn mit dem dortigen Busbahnhof ist eine gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln gegeben.

Einen wichtigen Schritt bei der Realisierung unternahm das Stadtparlament mit seinem Beschluss im Dezember, im Haushalt 2019 Mittel in Höhe von 500 000 Euro einzustellen, um das Projekt anschieben zu können. Im Finanzplan für 2020 sind weitere 2,5 Millionen Euro vorgesehen. Die Errichtung soll in Zusammenarbeit mit der Maintal Immobilien-Gesellschaft (MIG) geschehen, die das Gebäude dann auch bewirtschaften soll. Ein Konzept, welche Einrichtungen oder Ämter konkret in das Bürger- und Dienstleistungszentrum einziehen sollen, gibt es nach wie vor nicht. Denkbar ist jedoch, unter anderem den zentralen Stadtladen, derzeit im Rathaus in Hochstadt beheimatet, dort unterzubringen.

Eine große Lösung

Außerdem könnten von der Öffentlichkeit häufig frequentierte Einrichtungen der Verwaltungen im neuen Zentrum am Bahnhof Maintal-Ost ihren Platz finden. Wie Erster Stadtrat Ralf Sachtleber (parteilos) in einem Gespräch mit unserer Zeitung erläuterte, plane der Magistrat, den Stadtverordneten verschiedene Bauvarianten vorzulegen. Diese reichten von einer kleineren und kostengünstigeren bis hin zu einer großen Lösung, die dann naturgemäß teurer wäre. Somit wird es bei der städtischen Verwaltung in den kommenden Jahren einige Standortveränderungen geben.

Denn ebenfalls mit dem Haushalt 2019 beschlossen Maintals Parlamentarier, den Altbauflügel des Rathauses inklusive des Grundstücks an der Sandgasse zu veräußern. Statt wie einst in der politischen Diskussion mal angedacht an einem zentralen Punkt, soll die Stadtverwaltung auf drei Standorte verteilt werden: Rathaus an der Klosterhofstraße, ehemaliges Polizeigebäude an der Dörnigheimer Kirchgasse und das Bürger- und Dienstleistungszentrum als einziger echter Neubau.

Park-and-ride-Parkplätze müssen weichen

Das geplante Bürger- und Dienstleistungszentrum ist Bestandteil eines Gesamtkonzepts zur Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes in Dörnigheim, das von der Stadtleitbildgruppe „Maintal Entree“ erarbeitet und 2014 vorgestellt wurde. Dieses beinhaltet auch eine Modernisierung des Bahnhofsgebäudes, das derzeit noch im Besitz der Deutschen Bahn ist und mittelfristig von der Stadt erworben werden soll. Für das Bürger- und Dienstleistungszentrum werden die jetzigen Park-and-ride-Parkplätze weichen müssen, sie sollen durch ein Parkhaus östlich des Bahnhofs ersetzt werden. Auch der Bau des Parkhauses soll 2020 realisiert werden, laut Haushaltsbeschluss sollen entsprechende Mittel im Haushalt des kommenden Jahres eingestellt werden.

Auch interessant