1. Startseite
  2. Region
  3. Maintal

Außengastronomie am Mainufer soll kommen

Erstellt: Aktualisiert:

Auf der befestigten Fläche am Mainufer stand 2016 der Container für die Bewirtung der Gäste der „Mainkultur“. Eine Verlegung auf den Grünbereich im Vordergrund, wie ihn die Stadtleitbild-Gruppe anstrebt, dürfte kaum realisierbar sein. Doch eine Außengastronomie soll es 2017 wieder geben. Foto: Kalle
Auf der befestigten Fläche am Mainufer stand 2016 der Container für die Bewirtung der Gäste der „Mainkultur“. Eine Verlegung auf den Grünbereich im Vordergrund, wie ihn die Stadtleitbild-Gruppe anstrebt, dürfte kaum realisierbar sein. Doch eine Außengastronomie soll es 2017 wieder geben. Foto: Kalle

Maintal. Im Kern sind sich alle einig: Es soll eine mobile Außengastronomie am Dörnigheimer Mainufer geben – und das bereits im Frühsommer. Über Details sind sich die Verantwortlichen aber noch uneinig.

Von Martina Faust

Vertreter der Stadt, Gastronom Ahmet Cetiner und die Stadtleitbild-Gruppe „Mainufer“ trafen sich, um ihre Vorstellungen auszutauschen und in Einklang zu bringen.

Die Bilanz des Pilotprojekts, das im vergangenen Jahr über einen Zeitraum von 30 Tagen lief, fiel aus Sicht von Bürgermeisterin Monika Böttcher und Ahmet Cetiner einheitlich aus: „Die Menschen haben das Angebot sehr gut angenommen.“ Doch im weiteren Verlauf des Gesprächs offenbarte sich Dissens über die konkrete Ausgestaltung des Angebots."Dilettantisch" Die ehrenamtlich aktiven Mitglieder der Stadtleitbild-Gruppe, die ein Konzept zur Aufwertung des Mainufers erarbeitet haben, störten sich vor allem „am hässlichen Anblick des Containers von der Rückseite“, so Lothar Kegelmann. „Uns ist ein mobiler Wagen, der abends wieder wegfahren kann, wichtig“, ergänzte Hayriye Rupin.Klare Worte fanden die Vertreter der Gruppe für die Bewertung des Projekts: „dilettantisch“ und „eine Nichtbeachtung unserer Wünsche“. Daher auch die Zusammenkunft im Rathaus, um aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und für eine Neuauflage an einem Strang zu ziehen.Böttcher für konstruktiven Dialog„Das Pilotprojekt diente dazu, dass wir das Vorhaben erst einmal ausprobieren. Dass uns der blaue Container nicht gefallen hat, darin sind wir uns alle einig. Eine gewisse Wertigkeit muss gegeben sein. Wir sind also gar nicht so weit voneinander entfernt. Lassen Sie uns daher zusammen überlegen, wie eine 'Mainkultur' 2017 aussehen kann“, lud Böttcher zum konstruktiven Dialog ein.Und der zeichnete sich schnell ab. Schließlich streben alle Beteiligten ein attraktives Gastronomieangebot für alle Altersgruppen am Mainufer an. Die Herausforderung bestand vielmehr darin, die Idealvorstellungen mit dem Machbaren und der Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen.Sachtleber: Verlegung des Standorts schwierigEine Verlegung des Standorts etwa schätzte der Erste Stadtrat Ralf Sachtleber als schwierig ein: „Wir sind nicht Eigentümer der Fläche. Hier muss das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt zustimmen, damit wir eine befestigte Fläche anlegen – und das nur zehn Meter vom bisherigen Standort entfernt. Da dürfte die Argumentation schwierig werden.“

Das Konzept, das Ahmet Cetiner schließlich vorstellte, stimmte mit den Überlegungen der Stadtleitbild-Gruppe dann aber weitgehend überein. Es sieht eine mobile Containerlösung mit Verkleidung, integriertem Kühlraum und Toilettenanlage vor.Terrasse geplantAußerdem ist eine Terrasse mit fest installierten Tischen und Bänken geplant. Ergänzend haben Gäste die Möglichkeit, sich mit Liegestühlen und Sonnenschirmen auf der Wiese niederzulassen. Ein mobiler Wagen mit Rädern sei hingegen nicht praktikabel, so Cetiner.Der Gastronom, der das Pilotprojekt betreut hatte, relativierte außerdem Sorgen bezüglich einer möglichen Lärmbelästigung aufgrund der zulässigen Betriebszeiten bis 22 Uhr an Werktagen. „Spätestens ab 21.30 Uhr wäre dort alles dicht. Dann werden Sie nämlich von den Stechmücken aufgefressen“, erklärte er. Cetiner will zudem dem Namen „Mainkultur“ durch die Kooperation mit Kulturschaffenden und Vereinen Rechnung tragen, um das gastronomische Angebot mit Getränken und Fingerfood kulturell zu ergänzen.Strom und Wasser wichtig„Das war bereits im vergangenen Jahr geplant, aber so weit kam es damals nicht“, fügte er hinzu. Nachdem sich vor allem die Stadtleitbild-Gruppe und der potenzielle Betreiber, für den eine gute Zusammenarbeit unerlässliche Voraussetzung für das Vorhaben ist, annäherten, ist zunächst die Stadt am Zug.Denn Einigkeit bestand darin, dass ein Strom-, Wasser- und Abwasseranschluss Bedingung für eine mobile Außengastronomie sind. Auch wenn im Überschwemmungsbereich nicht einfach zu realisieren, zeigte sich Jochen Pfeifer vom Fachdienst Stadtentwicklung und Umwelt verhalten optimistisch, dies einrichten zu können. Es zeichnet sich also ab, dass es im Frühsommer eine Neuauflage der „Mainkultur“ geben wird.

Auch interessant