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Ambitionierte Musiker: Die Band Anti Smile hat beim Binding Band Contest den ersten Platz belegt.

Band entscheidet Wettbewerb mit großem Abstand für sich

Anti Smile belegt ersten Platz: Band um Maintaler Thomas Pietrek gewinnt Bandcontest der Binding-Brauerei

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„Ich konnte es gar nicht so wirklich glauben.“ Selbst durch den Telefonhörer ist Thomas Pietreks Freude spürbar. Er und seine Bandkollegen von Anti Smile haben beim Bandcontest von Binding den ersten Platz belegt – und das mit großem Abstand.

„Damit hätten wir nicht gerechnet“, sagt der Bischofsheimer. Im Online-Voting haben sich Pietrek und seine zwei Mitstreiter Benjamin Ritter, Christian Neumann gegen vier weitere Finalisten klar durchgesetzt. 

„Die Entscheidung für die Band Anti Smile mit ihren ohrwurmlastigen Beats fiel nach über 6000 Votings. Die Band hielt sich dabei über vier Wochen auf Platz eins und überzeugte schließlich mit 36 Prozent der Stimmen“, heißt es in der Pressemitteilung der Binding-Brauerei. Die fünfköpfige Band Thursday in March bekam 27 Prozent der Stimmen, gefolgt von der drittplatzierten Frankfurter Balkan-Ska-Band Revolte Tanzbein mit 23 Prozent der Stimmen. 

Konzert wurde wegen Corona abgesagt - Binding-Brauerei in Kontakt mit den Gewinnerbands

Die Bandmitglieder von Anti Smile dürfen sich nun über ein Preisgeld von 3000 Euro freuen. „Das Geld wird direkt wieder in die Band und unsere Musik investiert“, sagt Pietrek. Ein weiterer Teil des Gewinns wäre eigentlich ein Auftritt auf dem Fest anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Binding-Brauerei im Sommer gewesen. Doch aufgrund der Corona-Pandemie findet die Feier zunächst nicht statt. „Aber wir sind in Kontakt mit Binding und uns wurde schon signalisiert, dass wir auf jeden Fall Auftritte haben werden“, sagt der Bischofsheimer. 

„Wir bitte mit Blick auf die neuesten Entwicklungen und Einschränkungen zum Thema Coronavirus um Verständnis, dass wir derzeit noch keine Angaben zum Zeitpunkt der Auftritte machen können. Wir bleiben aber selbstverständlich mit den Gewinnerbands in engem Kontakt“, heißt es dazu von einer Sprecherin des Konzerns. Geplant sei unter anderem ein Konzert per Online-Livestream mit Anti Smile. 

Anti Smile planen ein eigenes Album

Bassist Thomas Pietrek bei einem Besuch Anfang März in seinem kleinen Probenraum.

Thomas Pietrek, Benjamin Ritter und Christian Neumann und haben sich wie berichtet 2008 gefunden. Jeder der drei Musiker war damals auf der Suche nach einer neuen Band, Pietrek wollte vor zwölf Jahren gerne eine Coverband gründen: „Wir sind alle Fans der Ärzte. Wir kennen alle Lieder, nicht nur die bekannten, und spielen sie mit Herzblut.“ Das Trio wurde als Coverband bekannt und für Stadtfeste in Aschaffenburg und Würzburg, für Wein- und Schützenfeste oder Tribute- und Privatparties gebucht. 

Doch mittlerweile covern die drei Jungs nicht nur bekannte Lieder, sondern schreiben als Anti Smile auch eigene Songs. In die nächsten Projekte – unter anderem ist ein eigenes Album in Arbeit – soll auch das Preisgeld fließen. „Die Anlagen, die man für die Aufnahme braucht, sind teuer“, so Pietrek. Aufgrund der Corona-Pandemie lag auch der Probenbetrieb der Band lange Zeit auf Eis. „Wenn man gemeinsam Musik macht und probt, ist es schwierig, zwei Meter Abstand voneinander zu halten“, sagt Pietrek. 

„Wir wollen mit unserer Musik Menschen berühren – und das wie unser Name schon sagt mit ernsteren oder traurigeren Themen, aber auch um den Leuten ein Lächeln ins Gesicht zaubern“, sagt der Bischofsheimer und hofft, das schon bald auch wieder auf der Bühne tun zu dürfen.

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