Derbysieg: Der FC Germania Dörnigheim setzte sich im Endspiel der Alten Herren gegen den Stadtrivalen aus Hochstadt durch. Foto: Patrick Scheiber

Maintal

AH-Kreispokal: Germania krönt sich im Stadtderby zum Pokalsieger

Fußball. Bereits vor dem Pokalfinale der Alten Herren stand fest, dass der Pot in Maintal bleiben würde. Offen war nur die Frage, ob in Dörnigheim oder Hochstadt. Nach 70 abwechslungsreichen Minuten setzte sich Germania Dörnigheim mit 3:1 (0:1) gegen den FC Hochstadt durch, der Pokal wandert an die Dicke Buche.

Von Gert Bechert

Beide Mannschaften boten den 250 Zuschauern ein auf spielerisch gutem Niveau stehendes Endspiel. Man merkte beiden Teams an, dass sie gestandene ehemalige Erstmannschaftsspieler in ihren Reihen hatten. Wobei die Germania mit Mimoun Attanin und Marcel Teschner sogar auf aktuelle Aktive zurückgriff.

Platzverweis die Schlüsselszene

Anfangs besaß die Germania optische Vorteile, ohne aber das FCH-Tor ernsthaft in Gefahr zu bringen. Auf der Gegenseite führte der erste gefährliche Angriff der Lila-Weißen sogleich zum Erfolg. Erstmannschaftstrainer Sahin Arslanergül (18.) nahm eine Linksflanke von B-Teamtrainer Roger Neumann gekonnt mit der Brust mit und verwandelte zur 1:0-Pausenführung. Auf der Gegenseite bot sich Patrick Ofcarek (29.) eine Riesenchance zum Ausgleich. Nach einem Rückpass von Najeeb Hamood schoss er das Leder aus sechs Metern weit am Tor vorbei. Dann die Schlüsselszene in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Der bereits Gelb-verwarnte Ilias Karagiorgos sah nach einem weiteren Foul die Ampelkarte.

In Unterzahl hatte der FCH nach dem Seitenwechsel keine Chance mehr. Nachdem Ofcarek (36.) sofort nach Wiederbeginn eine weitere Riesenmöglichkeit versiebte, erzielte der in der Halbzeit eingewechselte Teschner (39.) per Kopf wenig später den Ausgleich. Unglücklich aus Hochstädter Sicht das 1:2 in der 52. Minute. Torwart Wiegand wollte eine Hamood-Flanke abfangen, der angeschossene Giovanni Palermo veränderte aber die Flugbahn des Balles, sodass Wiegand das Leder nur noch ins eigene Tor abwehren konnte.

Kritik an eingesetzten aktiven Spielern

Gegen abgekämpfte Hochstädter erhöhte Teschner (65.) kurz vor Schluss noch auf 3:1. Nach Spielschluss gab es kritische Anmerkungen Palermos. Ohne den verdienten Sieg der Germania in Frage stellen zu wollen, kritisierte der frühere FCH-Trainer die immer mehr einreißende Unsitte, noch aktive Spieler einzusetzen. „Wenn hier nicht gegengesteuert wird, stehen sich zukünftig aktive Mannschaften gegenüber“, befürchtet Palermo.

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