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Ärger um Hallenbelegung: HSG hat bei Terminvergabe das Nachsehen

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Bereits in der vergangenen Saison konnten die Teams der HSG Maintal häufig nicht in der Maintal-Halle antreten, deshalb hatten sie nun auf eine bessere Verteilung der Termine bei der Halleneinteilung gehofft. Da aber eine Zusage an die HSG in der Stadtverwaltung nicht weitergegeben wurde, sieht die Sache für die Handballer nun sogar noch schlechter aus. Archivfoto: Kalle
Bereits in der vergangenen Saison konnten die Teams der HSG Maintal häufig nicht in der Maintal-Halle antreten, deshalb hatten sie nun auf eine bessere Verteilung der Termine bei der Halleneinteilung gehofft. Da aber eine Zusage an die HSG in der Stadtverwaltung nicht weitergegeben wurde, sieht die Sache für die Handballer nun sogar noch schlechter aus. Archivfoto: Kalle

Maintal. Die Handballspielgemeinschaft (HSG) Maintal ist nicht gut auf die Stadt zu sprechen. Grund ist die Hallenbelegung für die Heimspiele der 15 Teams der HSG in der neuen Saison 2017/18.

Von Lars-Erik Gerth

Wie HSG-Abteilungsleiter Alexander Nau und sein Stellvertreter Eberhard Dunkel im Gespräch mit unserer Zeitung berichten, habe es in der Vergangenheit bei der Vergabe der Hallentermine immer auch deswegen Probleme für die HSG gegeben, weil der Verband erst sehr spät die Spielpläne bekannt gebe. „Deshalb hatten wir mit der Stadt gesprochen und erhielten die Zusage, dass die Frist für die Eintragung der Termine insbesondere für die Maintal-Halle, die ja unsere bevorzugte Heimspielstätte ist, bis Anfang Juli verlängert wird.

Erst dann sollte die Vergabe der Termine zwischen uns und den anderen Vereinen erfolgen. Entsprechend waren wir fassungslos, als wir zum vereinbarten Termin unsere Wünsche bezüglich Hallenbelegung abgaben und erfuhren, dass die anderen Vereine dies bereits getan hatten und diese auch schon bestätigt wurden. Darüber sind wir sehr wütend. Hier wurde eine Vereinbarung einfach ignoriert“, macht Dunkel den Ärger der HSG deutlich.

Termine in der Maintal-HalleDer HSG blieben so nur die Termine, die die anderen Vereine wie Badminton-Verein Maintal, Dörnigheimer HC, SC Budokan, Maintaler Tanzsportclub oder die Fechter der Turngemeinde übrig gelassen haben. Vor allem blieben zunächst nur wenige Termine in der Maintal-Halle, wo die HSG auch wegen des Zuschauerzuspruchs und der Möglichkeiten der Bewirtung vornehmlich spielen möchte.

„Das ist unsere angestammte Heimspielstätte. Ansonsten gibt es nur noch in der Erich-Kästner-Schulturnhalle Möglichkeiten für Catering, das ist in den Turnhallen von Einstein- und Siemensschule nicht möglich. Deshalb wollten wir wieder mehr Spiele in der Maintal-Halle als im vergangenen Jahr. Deshalb hatten wir ja das Gespräch mit der Stadt gesucht. Und nun sieht die Sache noch schlechter aus, können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht einmal alle Heimspieltermine unterbringen“, erläutert Abteilungsleiter Nau die Problematik für die HSG.

Von der Stadt im Stich gelassenDie Stadt habe dann zwar ihren Fehler eingeräumt, sei jedoch allein mit dem Vorschlag gekommen, dass die Handballer sich doch mit den anderen Vereinen in Verbindung setzen sollen, um Termine zu tauschen. „Wir fühlen uns von der Stadt im Stich gelassen“, stellen Nau und Dunkel enttäuscht fest. Dies sieht die städtische Pressesprecherin Nicole Bilz auf Nachfrage hin ein wenig anders. Zunächst erklärt sie, dass die Fristverlängerung aufgrund eines Personalwechsels nicht weitergegeben worden sei.

„Dadurch hatten alle Vereine außer der HSG ihre Termine schon vor Juli eingetragen. Dies bedauern wir ausdrücklich und haben dies gegenüber dem Verein auch kommuniziert“, so Bilz. „Den Verein mit diesem Problem im Stich gelassen haben wir jedoch nicht. Wir haben die HSG zunächst gebeten, in dem für Maintaler Vereine zugänglichen Online-Programm selbst nach noch freien Terminen in anderen Hallen zu suchen und anschließend zu den übrigen Terminen mit uns das Gespräch zu suchen. Für die Termine, für die der Verein selbst keine Lösung finden konnte, haben wir Gespräche mit Maintaler Vereinen gesucht, die zu den von der HSG gewünschten Zeiten Hallen belegt hatten. Dabei wurde gemeinsam nach Kompromissen gesucht“, berichtet die Pressesprecherin.

Vereine zeigen sich kooperativ Einige Vereine hätten laut Bilz mehrere Termine in der Maintal-Halle und der Turnhalle der Kästnerschule mittlerweile freigegeben und die HSG habe diese zwischenzeitlich belegen können. „Auch haben wir mit den übrigen Vereinen Gespräche über einen Hallentausch geführt, da uns bewusst ist, dass die Maintal-Halle die bevorzugte Halle der HSG ist. Die übrigen Vereine haben sich hierbei überaus kooperativ gezeigt und eine große Anzahl an Terminen getauscht. Über die Fortschritte der Gespräche haben wir die HSG stets auf dem Laufenden gehalten. Derzeit gibt es unseres Wissens lediglich vier Termine – von ursprünglich 41 –, für die noch keine Lösung gefunden werden konnte.

Wir unterstützen die HSG aber weiterhin und sind zuversichtlich, eine Lösung zu finden“, so Bilz. Eberhard Dunkel teilte derweil der Redaktion mit, dass auch unter mithilfe einer städtischen Mitarbeiterin der Badminton-Verein einige Termine mittlerweile an die HSG abgetreten habe. „Dafür bedanken wir uns. Dies ändert aber nichts daran, dass hier bei der Stadt einiges schiefgelaufen ist. Das hätte es zu Zeiten, als Udo Jung oder Philipp Eibelshäuser die Verantwortung im Fachdienst Sport innehatten, nicht gegeben“, ist der stellvertretende HSG-Abteilungsleiter überzeugt.

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